Beiträge von straalster

    @Dakosmitbewohner ich verstehe immer noch nicht, warum dein Hund egal in welcher Umgebung "hinterm Hügel mit seinen Kangalkumpels spielen" oder außerhalb deines Sichtbereichs sein muss :ka:

    Mag ja alles sein. Hügel, Büsche, Bäume, von mir aus auch ganze Gebirge, Hochhäuser und ständiger Stau - Freilauf auf Wegen ist auch möglich. Aber du lässt deinen Hund außerhalb deines Sichtbereichs und damit außerhalb deines Einflussbereichs. Was der Hund in der Zeit macht:ka: joah, irgendwie egal. Scheinbar.

    Oder mal so ganz klipp und klar: Letztens hat eine Frau Hilfe!!! geschrien, weil sie sich vor deinem Hund freilaufendem, unbeaufsichtigten Hund erschreckt hat! Das reicht noch nicht als Belästigung anderer? Das findest du ernsthaft bemerkenswert, wenn sich jemand erschreckt weil plötzlich ein unbekanntes Tier ohne Halter vor der Person steht und die Person Angst hat, es wäre ein Wolf?

    Oder das sich Menschen erschreckt haben, weil drei Hunde über 60 cm Schulterhöhe vor ihnen stehen?

    Ich fände es so ganz offen gesagt übrigens schon mega nervig, wenn ich aller paar Sekunden, Minuten, was auch immer "Wuff" Dako "Wuff" Dako, hören würde, während ich in Ruhe spazieren gehen möchte. Bereits die Chose fände ich rücksichtslos aufs Umfeld.

    Warum regulierst du das denn nicht so, dass Dako einen kleineren Radius hat, auf dem Weg und damit in deiner Sicht bleibt?

    Was genau ist denn der Grund für "Hund muss sich auch außerhalb der Sichtweite frei entfalten können?" Versteh ich bisher nicht.

    Das verstehe ich schon deshalb nicht, weil ein Hund sich in D nicht außerhalb des Einflussbereiches des Halters bewegen darf (Hundeverordnungen). Und außer Sichtweite ist er das definitiv.

    Davon ab tut man seinem Hund damit ja auch wirklich keinen Gefallen - ich könnte jetzt eine ellenlange Liste vermeidbarer Risiken aufzählen...

    In dem anderen Thread war genau das mein Punkt (Einflussbereich - was ich nicht sehen kann, kann ich auch nicht beeinflussen). Und auch ich habe eine Liste aufgezählt:smile:

    Ich verstehe aber auch so die Motivation dahinter nicht. :ka:

    Geht es dem Hund schlechter, wenn er nicht "stiften" gehen kann während ich ihn sehe?

    Ist das für den Hund wirklich angenehmer ohne Leine oder außer Sichtweite, wenn ich jede Minuten rufen muss und dann selbst ganz nervös werde, weil die "Antwort" vom Hund nicht schnell genug kommt?

    Also meine laufen auch in geeigneten Gebieten oben ohne. Solange ich das überschauen kann, solange die Tagesform passt, solange der Abruf stimmt. Aber sobald das für den Hund potenziell gefährlich oder für mich so unentspannt wird, dass ich jede Minute den Hund rufe.... Äh? Das hieße bei unseren normalen alltäglichen Runden ein Minimum von 60 Mal "Hier" sagen. Und dann muss sich der Hund jedes Mal melden. Pro Runde! Inwiefern ist das jetzt zuträglich zur Zufriedenheit von Hund und Halter?:???:

    Wenn ich das als Maßgabe nehme, dann darf man seinen Hund nur noch mit MK und Leine und auch das nur im eigenen überdachten ummauerten Garten laufen lassen.


    Hund ohne MK ohne Leine 2m neben dir im Gras, wer findet den Giftköder/Stein schneller? Was wenn die Spur plötzlich doch mal interessanter ist als der Rückruf/Abbruch? Woher die 100% Sicherheit das das klappt, nur weil man den Hund sieht?

    Nee, das hat nix damit zu tun, dass der Hund lebenslangen Leine dran hat oder obwohl der Abruf und Abbruch sitzt einen Maulkorb draufhaben soll. Aber wenn ich sehe, was der Hund vorhat, kann ich eventuell reagieren. Wenn ich es nicht sehe, kann ich nicht reagieren. So simpel sehe ich das. Auch wenn es nicht 100 Prozent Sicherheit sind, ist es ganz schlicht und einfach eine Risiko- und Belästigungsminimierung.

    Ich sehe Hund will was fressen? Pfui - entweder ausspucken oder notfalls aus dem Maul holen - Gefahr erkannt, Gefahr gebannt. Hast du nicht gesehen, dass der Hund sich etwas einverleibt hat - tja, darf der Tierarzt dann raten und der Hund es ausbaden oder vielleicht mit dem Leben bezahlen.

    Es gibt da nicht nur die Bereiche: "Mein Hund kann außer meiner Sicht tun und lassen was er will." oder "Ich muss den armen Hund lebenslang mit Maulkorb und Leine ausstatten, während er sich zwischen Mauern bewegt."

    Und Hunde sind nicht doof. Die wissen durchaus, wenn gerade keiner aufpasst. Dazu gibt es auch entsprechende Studien vom Max Planck Institut. Hunde checken sofort, wenn ihr Mensch nicht aufpasst und nutzen das dann auch gerne mal. Dazu reicht es bereits aus, wenn der Mensch die Augen schließt - nicht normal blinzelt, sondern die Augen schließt.


    Was genau ist denn der Grund für "Hund muss sich auch außerhalb der Sichtweite frei entfalten können?" Versteh ich bisher nicht.

    Ich finde durchaus, dass das hier der geeignete Thread dafür ist bezüglich Hunde außer Sicht frei laufen lassen.

    Denn ich finde das auch bemerkenswert - aus verschiedenen Gründen.

    Kackt der Hund gerade irgendwas voll - joah, sieht der Halter ja nicht. Also muss er auch nicht wegräumen.

    Haut er sich gerade einen Giftköder rein? Hm, sieht der Halter auch nicht.

    Nimmt er gerade ne Spur auf, und verschwindet auf Nimmerwiedersehen oder setzt sich drei Kilometer weiter vors Auto? :ka:

    Stellt er gerade geräuschlos jemanden? :ka:

    Haut sich einen Stock in die Kehle?

    Frisst Steine?

    Besteigt ne Hündin/wird bestiegen/wird gebissen/verteilt Müll aus nem Eimer, bepinkelt fremdes Eigentum/belästigt jemanden?

    Auch bei leinenlosen Hunden gilt: Der Hund hat sich im Einflussbereich des Halters zu befinden. Der Einfluss ist aber schon von der Basis her nicht gegeben, wenn der Halter den Hund nicht einmal sieht. Da kann man debattieren, solange man lustig ist. Wenn ich weder mein ungesichertes Tier sehe, noch sehe was es gerade anstellt oder mit ihm angestellt wird, hab ich keinen Einfluss und dementsprechend keine Kontrolle. Weiß ja nicht einmal, was gerade passiert.

    Und ich zumindest finde das in zwei Richtungen bemerkenswert:

    Sicherheit des Tieres kann so wichtig nicht sein. Anderenfalls würde man so ein Verhalten nicht an den Tag legen.

    Auf der einen Seite Hund rannehmen, und absitzen lassen weil man ja ach so höflich ist - auf der anderen Seite darf er sich dann außer Sicht und außer Kontrolle bespaßen... hm. Das beißt sich. Entweder nimmt man wirklich sinnvoll Rücksicht auf das Umfeld und dazu gehört, dass der Hund nicht mal eben unbeaufsichtigt machen gehen kann,was er gerade will, und es erst dann auffällt, wenn... "huch, das hat er ja noch nie gemacht" aufkommt. Das beißt sich auch mit "wer fühlt sich denn belästigt?" Sieht man ja nicht, gell?

    Sitze im geparkten Auto und telefoniere. Sitz immer bequemer eingestellt, immer mehr zurückgelehnt, schließlich in die Autodecke eingewickelt, weil es kalt wurde. Gesprächspartner aka bessere Hälfte meint, "willst du nicht langsam mal reingehen, du schläfst sonst noch im Auto ein"

    "Ach Quatsch, ich schlaf nicht ein. Es ist nur gerade so schön hier. Wie früher, im Auto sitzen und reden. Nur halt übers Telefon."

    02:56 Uhr bin ich dann zusammengerollt auf dem Sitz wieder aufgewacht....|)

    Den WhatsApp-Nachrichten zufolge bin ich ziemlich genau zwei Minuten nach dem Satz "Ach Quatsch, ich schlaf nicht ein..." ähm naja. Unerklärlicherweise bewusstlos geworden???:doh::pfeif:

    Und das Bemerkenswerte daran: Ich hab zwei Wochen lang fiese Rückenschmerzen gehabt. Nix hat geholfen. Aber mich wärmewahrend auf dem Sitz einzurollen hat sämtliche Verspannungen weggezaubert.:lol:

    Was ich bei dem Thema ebenfalls bemerkenswert finde, ist der Kontrast.


    Ich ziehe meine Hunde an, wenn es für die Hunde notwendig ist. Das wiederum ist individuell. Meinem Dicken wurde früher sehr schnell warm. Hätte ich ihm was angezogen, hätte ich ihm keinen Gefallen getan. Ganz im Gegenteil.


    Da gab es auch Leute: Der ist doch so klein. Dem musste doch was anziehen. Das geht doch so nicht.


    Doch, für ihn ging das so. Und für ihn war das damals am besten.


    Jetzt friert er, wenn ihm damals noch warm gewesen wäre. Also wird er angezogen. Hab ich kein Problem mit. Ich decke ihn im Bett oder auf der Couch doch auch zu, wenn ich merke, dass ihm kalt ist. Und ob ich ihn mit Rosa-Blümchen oder Lila mit Silber-Glitzer oder Schwarz warmhalte – dem Hund und mir ist das erstaunlich egal. Hauptsache es passt und erfüllt seinen Zweck. Nur andere fühlen sich immer dazu berufen, dass zu bewerten.


    Genauso bei der Chefin – die braucht nur in Ausnahmefällen Kleidung. Was da schon für Sprüche kamen. Bis hin zu: Könnte dem Hund ja auch was Hübscheres anziehen, wenn er schon Kleidung tragen muss...

    Manchen Menschen fällt glaube ich das logische Denken sehr schwer...und zeitgleich machen sie sich zu viele Gedanken was irgendwer denken könnte. Man wollte mir auch mal Weiß machen, dass meinem Hund nicht kalt ist, sondern er nur das typische Terrier-Zittern zeigen würde. Ehm ne. Ich kann durchaus unterscheiden, ob meinem Hund gerade kalt ist, er vor Aufregung zittert oder vor Angst. Und dieses Zittern, was ältere Hunde gerne mal zeigen, hat er (noch) nicht. Ich weiß echt nicht was daran so ein großes Problem ist. Mein Vater findet es aber auch total schlimm mit Hund mit Pulli rauszugehen. Es sind Fleecepullis in grau und dunkelgrün...

    Du hast wahrscheinlich einfach keine Ahnung;)

    Mir hat mal jemand erklärt, dass der Dackel nicht friert - und so ein alberner Rotz mit Anziehen auch gar nicht erst angefangen wird. Wie lächerlich ist das denn?! Dackelwelpe stand zitternd daneben.:cold:

    Natürlich war auch diese Frau bis zur Nase in warme Kleidung gewickelt und trug eine Mütze.

    Dann haben sie sich einen Chi als Zweithund zugelegt. Und Chis frieren:klugscheisser: Also trägt der immer Kleidung. Hab den Hund noch nicht einmal gesehen, wenn er gerade nicht am Hecheln ist, aber wenn sie das sagt...

    Hab ich der Familie schon mal angeboten. Also nicht selbst stricken, aber ich habe noch Mäntel und Pullover von meiner verstorbenen Hündin - die passen hier keinem. So auf Augenmaß würde ich aber sagen, dem Yorkie würden sie passen. Kein Schischi, kein Schnickschnack dran. Wärmende Mäntel und Pullis in schwarz, grau, braun und dunklem Grün.

    Nicht auffällig - einfach nur funktional.

    Antwort: Ja, nee. Das ist ja albern dem Hund was anzuziehen.

    Und dann stehen sie eingemümmelt draußen und beschweren sich bei den Nachbarn darüber, dass der Hund im Winter andauernd krank ist. Natürlich während der Hund bibbernd daneben steht:doh:

    Deswegen war ich da heute auch ein bisschen ungehalten zu dem Herren, weil das nicht in meinem Kopf geht. (und weil ich schon zig Versuche gestartet habe, das deutlich netter zu erklären)

    Die ziehen sich doch auch an, wenn es ihnen kalt ist. :ka: Manchmal möchte ich ihnen die Kleidung klauen, damit sie mal wissen, wie das ist.

    Älterer Nachbar. Komplett eingemümmelt. Mütze, Schal bis zur Nase, Handschuhe, dicke Jacke, gefütterte Stiefel. Steht bibbernd neben seinem katzbuckligen Hund, der abgemagert ist, mit dünnen, extrem kurz geschorenem Fell und zittert wie Espenlaub. Der drei Kilo Yorkie hat natürlich nichts an.

    Hier hat es sechs Grad. Also eigentlich nicht sooo kalt.

    Er spricht mich arg herablassend darauf an, wie albern es doch von mir ist, meine Hunde anzuziehen. "So kalt isses doch gar nicht."(jupp, deswegen war er ja auch in voller Wintermontur)

    "Na wenigstens müssen meine Hunde sich nicht den Hintern abfrieren. Und mir ist es ehrlich egal, ob Sie das albern finden. Ziehen Sie lieber mal Ihrem Hund was an!"

    :shocked:"Ja, aber unserer ist ja schon 16!"

    "Ja, und? Lohnt sich nicht mehr oder wie? Der zittert vor Kälte. Würde ich mal was dran ändern. Und hoffen, dass Sie niemals jemand so behandelt."

    Lange Rede, kurzer Sinn: Herr, lass Karma vom Himmel regnen. Und einen warmen, kuschligen Hundemantel.

    Und ach ja, ich hab's mir mal wieder mit jemandem vermasselt....