Um zumindest mal halbwegs auf die Ausgangsfrage zu antworten:
An erster Stelle steht für mich der Schutz meiner Vierbeiner und aller, die mir wichtig sind.
Dafür nehme ich gewisse Kompromisse, Einschränkungen und Grenzen in Kauf, halte mich an Regeln und nehme Rücksicht auf andere. So in etwa wie im Straßenverkehr. Die Regeln gelten für alle und vorausschauend, Vernunft sowie Rücksicht sollten immer gegeben sein.
Ich finde es zum Kotzen, wenn Leute deswegen daherkommen mit „überkorrekt“.
Nee, bin ich nicht. Ich halte mich einfach an Regeln, die zum Schutz der Allgemeinheit gedacht sind. An Regeln halten ist nicht „überkorrekt“, sondern die Basis für ein möglichst entspanntes Miteinander. Aber manche rebellieren dagegen wie unreife Teenies gegen ihren Zapfenstreich – ob es Sinn ergibt oder nicht.
Damit verhindere ich zum einen, dass sich jemand erschrecken kann, Anstoß nimmt, in Gefahr gebracht wird – und zum anderen, dass meine Hunde sich in Gefahr bringen oder von mir in Gefahr gebracht werden.
Schutz und Rücksicht sind ganz oft das gleiche.
Hunde neben der Straße nicht ohne Leine laufen lassen – Schutz für Hunde, Unfälle vermeiden, Rücksicht auf Autofahrer nehmen. Alles in einem. Lediglich ne Leine notwendig.
Hunde nicht zu anderen lassen – schützt meine, schützt Menschen, schützt andere Hunde. Klar, hat das Erziehung gebraucht. Aber irgendwie hänge ich schon so n bisschen an den Fellnasen und mag sie weder zerfleischt haben, weil sie dem Falschen zu nahegekommen sind, noch mit lebenslangem Zwang für irgendwas belegen lassen, weil der Falsche ihnen zu nahegekommen ist.
Und so weiter, und so fort.
Warum andere der Meinung sind Regeln gelten nicht oder sie können mal eben ihren Hund zum Problem von anderen machen – ich werde es wohl nie kapieren. Ich finde das so derartig narzisstisch und juvenil, dass mir manchmal echt die Worte fehlen.