Ich find's gerade auch echt zum Schießen - den braven Hund, der nur nett durch die Weltgeschichte dödelt, mal um die Kurve vor rennen zu lassen, geht gar nicht, weil es KÖNNTE ja xy sein (Mensch mit Hundeangst, dies, das, keine Ahnung).
Aber Mülltüten anpissen lassen ist ok, weil den Müllmann, der gefragt wurde, den stört's ja nicht … Läuft.
Wer sagt das denn? Ich hab mich dafür entschuldigt, weil es einmal passiert ist (die letzen Tropfen bei einem sehr kleinen Hund direkt vor der Haustür - erster Rüde, ausgerechnet da zum ersten Mal Bein gehoben im Vorbeigehen.) und kam dadurch ins Gespräch mit den Betreffenden. Habe mich in der Folge damit auch mehr beschäftigt und mich mit den Menschen unterhalten, die beruflich jeden Tag damit zu tun haben.
Nicht nur mit einem, wohlgemerkt. Mit ziemlich vielen. Denn beruflich bin ich viel unterwegs, meine Familie und Freunde sind weit verstreut. Ich bin oft unterwegs. Überall ist was anders. Und ich unterhalte mich gerne mit Leuten. Jupp, auch mit denen von der Müllabfuhr.
Wenn mir dann viele sagen: Weißt du, das ist gar kein Ding. Aber das und das stört in dem Beruf.
Ja, da bin ich dann tatsächlich so, dass ich den Leuten glaube - die den Job tagtäglich machen. Warum sollte ich das auch nicht? In jeder anderen Branche glaube ich den Menschen doch auch. Denn sie haben den größten Erfahrungsschatz.
Und nach wie vor ist ein unbeaufsichtigter Hund, der andere Leute erschreckt und verletzt werden kann oder verletzen kann, für mich was anderes als Urin an ner Tonne oder einem Beutel
Ich denke, das ist für die meisten so. Tonne reinigen mag ärgerlich sein. Ekligen Beutel anheben mag unangenehm sein. Aber Bisswunde, lebenslange Maulkorbpflicht, toter Hund, entstelltes Kind - alles ne Runde unangenehmer.