Der Niedlichkeitsfaktor und ungenaue Rassebeschreibungen sorgen wirklich oft für
unpassende Gespanne.. Bei "meiner" Rasse finde ich das auch recht auffällig. In fast jedem
Rasseporträt werden Familientauglichkeit, Kindefreundlichkeit und Geduld hervorgehoben - der Jagdtrieb,
die Ansprüche des Beagles werden meist mal kurz angerissen- ist ja nicht so wichtig ![]()
Ergebnis ist dann eben der fette Flexi-Beagle, der die Nase nit vom Boden kriegt. Alles klaut, gern
mal ne Nervenprobe ist und die Bude umgestaltet.. MMh, ist der etwa nicht zufrieden mit der
Stunde Auslauf im Leinenknast am Tag??
Naja, wenn er nervt schiebt man dem einfach was
zu Fressen hin und hat 5 Minuten Ruhe.. ![]()
Selbstüberschätzung ist auch ein netter Faktor- gepaart mit der Suche nach Herausforderung.
Da glaubt man eben wenn man immer Samstags den Rütter, Sonntags den C.M schaut und ein Buch gelesen hat,
dass man zum Hundeführer bestimmt ist. Eine triebige Rasse ist auch kein Problem, am besten ein Herder oder Mali, mit denen kann man ja richtig was machen!! Man geht ja immer 30 Minuten joggen, und Stöckchen holen ist ja auch Sport... ![]()
Ähnlich gelagert sind manche "Hunderetter", die sich mit Absicht den *sorry* gestörtesten Hund im TH
raussuchen. Mit gaaaanz viel Liebe wird das schon. Von Erziehung oder Verhaltenstherapie hat man schon gehört
und bekommt das natürlich selber hin-mit gaaanz viel Liebe.. ![]()