Beiträge von Lagurus

    Ich bin neidisch

    Und ich bin neidisch, weil dein Hund so easy zu belohnen zu sein scheint :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Mit bewusst ausgeführten Verhalten um an eine Belohnung zu kommen kann ich besser arbeiten und trainieren als mit einem Hund der schlecht zu belohnen ist *seufz* Es gibt leider nicht die Patentlösung, die auf jeden Hund passt, wäre ja schön, wenn es so einfach wäre.

    Längeres Stehen und gucken ist hier absoluter Garant für schreiend in der Leine hängen, weil er das nicht so lange aushält. Actionreiche Belohnung bei mir nachdem er kurze Zeit stehend geguckt hat, ist hier viel effektiver um seine Erregung kontrolliert aufzugreifen und runter zu fahren. Ich fänds so geil, wenn mein Hund mal bewusst im jagdlichen Kontext von sich aus was macht um an eine actionreiche Belohnung von mir zu kommen :rolling_on_the_floor_laughing:

    Wenn man keinen Hund mit Trennungsstress hat, muss man auch nicht groß trainieren, das hilft der DaisyMaisy herzlich wenig.

    DaisyMaisy Ich würde dir empfehlen, dir einen guten Trainer zu suchen. Es gibt kein Patentrezept. In der Regel muss man auch an mehr Stellen arbeiten, als nur am alleine bleiben an sich, da hilft es einen guten Trainer zu haben, der sich das Ganzheitlich anschaut.

    mrslarryxxx Ja UOS und Anker kannst du beides mit Pfeife geben. Für UOS habe ich einen Doppelpfiff, für Anker viele kurze Pfiffe hintereinander.

    Mein Hund nimmt draußen auch kein Spielzeug. Das ist biologisch gesehen für ein Tier erstmal normal, wer draußen spielt und seine Umwelt außer Acht lässt, bringt sich in potenziell Gefahr. Man kann aber auch mit Futter sehr abwechslungsreich belohnen. Mein Hund ist zusätzlich auch nicht so super gut futtermotivierbar, weshalb ich mir da schon einiges einfallen lassen muss um im Training weiter zu kommen. Mit trockenen Keksen brauche ich hier nicht ankommen. Ich verpacke z.B. Trockenfleisch in Butterbrotpapier und werfe die durch die Gegend, er liebt die dann zu zerfetzen und auszupacken. Oder ich nehme einen Lotus-Klettball, den ich werfen kann und er diesen dann selbst öffnen und sich bedienen. Ich habe auch Futterkegeln unter Signal gestellt, das kündige ich an und werfe dann immer in die entgegengesetzte Richtung vom Hund große Futterbrocken, wenn er es aufgefressen hat, werfe ich wieder in die andere Richtung, sodass er immer hin- und her hetzen kann. Manchmal pack ich eine Dose aus, die mit Nassfutter gefüllt ist und er darf sich dann aus der Dose bedienen und richtig herzhaft zulangen. Also es muss schon wirklich hochwertig sein und vorallem abwechslungsreich. Mir ist übrigens noch NIE die Erregung durch die Decke geschossen bzw. der Hund ist danach niemals angeknipst und kommt nicht mehr von irgendeinem "Jagd-High" runter, nur weil ich actionreich mit hetzen belohne. Wenn es notwendig sein sollte, dann lasse ich die Erregung (die er schon vorher mitgebracht hat wegen Umweltreizen), dann abklingen, durch gezielten Einsatz von Futter und / oder Berührungen und dann können wir ganz normal weiter gehen.

    Vorallem beim UOS belohne ich auch mit Umweltbelohnungen. Der Hund ist an der Leine und will irgendwohin? Ich gebe UOS und die Freigabe zum nächsten Busch zu rennen, wo es gut riecht. Oder ich gebe UOS und anschließend das Signal für "ableinen" und er darf in den Freilauf. Oder ich belohne mit einem anschließenden Lieblingstrick. Oder ich koche in der Küche, gebe UOS und der Hund kriegt den Teller zum ablecken... Oder kann dein Hund eine Freiverlorensuche? Dann nach UOS oder Anker den Hund in die Freiverlorensuche schicken.Da kann man sich schon viel einfallen lassen um abwechslungsreich zu belohnen.

    Wenn die Signale ausschließlich mit Futter verknüpft werden, hat man es schwerer den Hund von jagdlichen Reizen weg zu bekommen, weil Futter in dem Moment nicht unbedingt sein Bedürfnis ist. Wenn er weiß, es wartet immer die Fleischwurst auf ihn, aber er will gerade keine Fleischwurst, dann wird er sich eben gegen den Rückruf entscheiden.

    Den doppelten Rückruf nutze ich auch nur für meinen Rüden, der jagdlich sehr ambitioniert ist, für den seine Umwelt extrem selbstbelohnend ist und sich für ein bisschen Leberwurst nicht für mich entscheiden würde. Ihm fällt es schwer sich aus seiner Umwelt zu lösen und für ihn funktioniert der doppelte Rückruf deutlich besser als ein einfacher Rückruf. Zum einen weil man ein UOS davor schaltet, wo man intensiv übt, das das Gehirn mal kurz dem Menschen die Aufmerksamkeit widmen soll und dann mit permanenter Erinnerung ans Gehirn, dass seine 4 Beinchen los rennen sollen.

    Für meine Hündin, die sich leicht aus der Umwelt löst, einen viel geringeren Radius und jagdlich wenig Ambitionen hat, für die habe ich nicht mal einen Rückruf.

    Jagdreize mit Jagdaktionen zu belohnen führt halt dazu, dass der Hund bei Sichtung von Jagdreizen in der Erregung immer schön oben bleibt.

    Nicht, wenn man die Erregungsabsenkung mit einbaut.

    Aber grundsätzlich würde ich das Thema auch nicht alleine über einen Rückruf lösen. Aber wenn ich das richtig verstanden habe, arbeitet sie auch mit anderen Dingen und stehen und gucken wird belohnt.

    Hallöchen, doppelter Rückruf ist super, ich habe ihn auch aufgebaut bzw. trainieren ihn immer noch. Je nach Hund ist ein guter Rückruf mit sehr sehr viel Fleißarbeit verbunden.

    Der doppelte Rückruf besteht aus 2 Teilen, einmal dem Umorientierungssignal (UOS) und dem Anker. Das UOS ist quasi ein Aufmerksamkeitswechselsignal, was dem Hund sagt, richte mal kurz deine Aufmerksamkeit zu mir. Der Anker soll das auf dich zu rennen des Hundes auslösen und wird auch die ganze Zeit gegeben, bis er bei dir ist. Beides wird separat voneinander trainiert. Und es wird auch immer wieder separat voneinander aufgefrischt.

    Aufbau UOS: Du gibst ein Signal und der Hund bekommt eine Belohnung, erstmal ohne Anforderung. Das machst du so oft, bis dein Hund die Erwartungshaltung hat, dass nach dem Signal eine Belohnung kommt. Zweiter Schritt, du gibst UOS und wartest, dass der Hund eine Reaktion zeigt (das muss kein umdrehen sein, es reicht ein Zucken des Ohres in deine Richtung oder ein langsamer werden, Körperschwerpunkt nach hinten, aber natürlich darf er dich auch angucken und umdrehen). Dafür gibt es einen Marker und Belohnung. Dritter Schritt ist, du trainierst das UOS auf allen möglichen Erregungslagen, sodass es auch unter hoher Erregung klappt. Wichtig, die Anforderung beim UOS ist nur, der Hund richtet seine Aufmerksamkeit kurz in deine Richtung (und das muss nicht zwingend mit den Augen sein), er muss nicht zu dir kommen, damit es eine Belohnung gibt.

    Aufbau Anker: Immer wenn der Hund aus irgendeinem Grund schnell auf dich zu läuft, gibst du in einer Dauerschleife das Ankersignal. Je näher der Hund bei dir ist, desto schneller gibst du das Ankersignal (bei mir ist es zack zack zack ZACK ZACK ZACK oder du nimmst go go go go....). Stoppt der Hund zwischendurch, stoppst du auch mit deinem Ankersignal und startest damit erst wieder, wenn er wieder auf dich zu läuft. Ist der Hund kurz vor dir, gibt es Marker und Belohnung idealerweise in Laufrichtung. Irgendwas, was seine Erregung und sein Bedürfnis aufgreift (Leckerlies hetzen, Spielie werfen, zergeln, etc).

    Wie gesagt, beides wird getrennt von einander geübt und im Aufbau auch nur selten zusammengesetzt. Wenn man es zum Training zusammensetzt, ist wichtig, dass dann wirklich eine super geile und langanhaltende Belohnung folgt.

    In der Anwendung: Du gibst UOS und startest sofort mit dem Anker, egal, ob der Hund dir nun deine Aufmerksamkeit gewidmet hat oder nicht, du wartest nicht auf eine Reaktion. Du gibst den Anker solange, bis der Hund b ei dir ist. Sollte er nicht los laufen, ankerst du trotzdem so lange, bis er los läuft und machst weiter bis er bei dir ist. Sollte er zwischendurch stoppen und nicht zu dir kommen, ankerst du weiter, bis er wieder auf dich zu läuft und bei dir ist. Training und Aufbau unterscheiden sich also darin, dass der Anker im Training nur gegeben wird, wenn der Hund auch rennt um es stark mit dem Rennen zu verknüpfen, in der Anwendung ankerst du auch, wenn der Hund nicht rennt, um das Gehirn so permanent dran zu erinnern, was es tun soll.

    Zum Thema Belohnung: UOS und Anker immer abwechslungsreich und hochwertig belohnen. Nicht ausschließlich mit Futter verbinden, es soll eine Überraschung sein, was es als Belohnung gibt und idealerweise das Bedürfnis des Hundes aufgreifen. UOS übe ich auch zu Hause, wenn der Hund vor der Terassentür steht und raus will. Ich gebe UOS und öffne die Terassentür. Das ist für ihn in dem Moment eine hochwertige Belohnung.

    Beides kann auch mit Pfeife aufgebaut werden, ich habe es sowohl als Wortsignal und mit zusätzlich mit Pfeife aufgebaut, um auch auf weitere Entfernungen für den Hund hörbar zu sein.

    "Die Empfehlung" gibt es nicht, weil jeder Hund unterschiedlich ist. Fang doch erstmal an, überhaupt im Maul rumhantieren zu können ohne Zahnbürste. Die Zahnbürste wurde ich dann erst später dazu nehmen und kleinschrittig aufbauen, wenn sie den Finger im Maul gut zulässt. Zähne putzen wird euch den Rest des Hundelebens begleiten. Wenn dein Hund eher ängstlich ist, würde ich mir die Zeit nehmen es so aufzubauen, dass sie keine Angst davor haben muss. Die Zahnbürste kannst du am Anfang auch erstmal nur daneben legen, wenn du im Maul rumhantierst. Nimm am besten gleich eine Tube, mit der du sie belohnen kannst. Am Anfang fürs Üben geht Leberwurst oder sowas ähnliches, später kannst du sie auch die Zahnpasta selbst aus der Tube als Belohnung schlecken lassen. Mach am besten ein Ritual draus, z.B. immer am selben Ort, immer vor dem Schlafengehen, oder wie auch immer es dir passt.

    An sich finde ich alleine das Einführen des Cups schon unangenehm und dann ploppt er einfach nicht auf.

    Ich hatte das am Anfang auch und habe viel gekämpft. Bis ich einfach eine neue Menstasse von einer anderen Marke gekauft habe, die nicht so weich war, sodass sie viel einfacher aufploppen konnte. Seitdem habe ich keine Probleme mehr und nutze seit Jahren diese Tasse. Ich meine sie ist von Lunette. Wobei ich diesen langen Nippel abgeschnitten habe, der war für mich unangenehm.

    Das hab ich jetzt mal gegoogelt und tatsächlich kann Amylase auch in Pflanzenmilch vorkommen, weshalb der Pudding nicht gelingt:

    Pudding wird nicht fest: Daran liegt es

    Bei der Herstellung von Pudding kann einiges schieflaufen. Das kann dazu führen, dass dieser nicht fest wird.

    - Wenn der Pudding nicht fest wird, liegt das daran, dass dieser mit dem Enzym Amylase in Kontakt gekommen ist. Das Enzym zersetzt die Stärke, die der Pudding braucht, um eine feste Konsistenz zu bekommen.
    - Das Enzym wird unter anderem für pflanzliche Milch verwendet, um dieser einen süßen Geschmack zu verleihen. In Reismilch befindet es sich beispielsweise sogar von Natur aus.
    - Wenn Sie also einen Pflanzendrink bei der Zubereitung Ihres Puddings verwenden, ist dies vermutlich der Grund für die flüssige Konsistenz. Ob eine pflanzliche Milch das Enzym enthält, ist schwierig herauszufinden. Deswegen sollten Sie hier zu reiner Soja- oder Hafermilch greifen.
    - Ihr Pudding kann außerdem mit dem Enzym in Berührung kommen, wenn Sie diesen beim Kochen mehrfach mit demselben Löffel probiert haben und so etwas Speichel in das Dessert gelangt ist.

    - Tatsächlich reicht das schon, um dafür zu sorgen, dass der Pudding nicht fest wird. Deswegen sollten Sie zum Probieren immer einen neuen Löffel verwenden, damit der Pudding nicht mit Ihrem Speichel in Berührung kommt.