Beiträge von Lagurus

    Ein Hund der bei einer Behandlung unter sich pinkelt und kackt, hat Todesangst. Das machen die nicht bewusst oder aus Protest, das ist eine unkontrollierbare körperliche Reaktion, wenn der Hund einfach scheiße viel Angst hat und nicht weil er bockig ist. Ich finde das befremdlich da so abfällig drüber zu reden. Klar kann hier nur der Besitzer was dran ändern, indem er intensiv daran trainiert, aber mit "da müssen die durch" kommt man vielleicht bei bestimmten Hundetypen weiter, bei manchen versaut man es sich erst so richtig und der Hund will sich immer weniger vom Menschen anfassen lassen.

    Bezüglich Knoten unter den Achseln: Ich rasiere die einfach mit einer Schermaschine ab, sieht man unter den Achsen eh kaum und ich erspare den Hunden den Stress des ausbürsten, wenn sie da sehr empfindlich sind.

    Ne stimmt nicht, in einem Rudel darf sich noch lang nicht jeder fortpflanzen. Es ist nämlich nicht so das sie alles ausleben dürfen was sie wollen auch in einem Rudel gibt es Regeln an die sie sich zu halten haben.

    In der Regel wandern junge Wölfe ab, um sich ein eigenes Revier zu suchen und sich fortzupflanzen. Die werden nicht permanent gedeckelt, damit sie die Füße still halten. Und sie leben auch nicht in so einer extrem hohen Artgenossendichte und sind nicht mal ansatzweise dem sexuellen Frust ausgesetzt, wie unsere Haushunde. Solche Rudelstrukturen entwickeln sich nur, wenn zu wenig Platz ist und die Hunde/Wölfe keine Möglichkeit haben abzuwandern. Sie fangen mit dem Rangordnungs-Unterbutter-Gedöns erst an, wenn ihnen nichts anderes übrig bliebt, weil sie dazu gezwungen sind. Wölfinnen werden auch nur halb so oft läufig wie Haushunde, Rüden sind viel viel weniger läufigen Weibchen ausgesetzt. Ich finde das schon arg viel verlangt, dass einfach jeder Hund können und hinnehmen muss mit seinen Hormonen in völlig unnatürlichen Lebenssituationen in immer größer werdender Hundedichte klar zu kommen.

    Hormone kann man halt nicht einfach so weg erziehen. Der sexuelle Frust ist einfach da. Man kann natürlich so lange den Hund strafen, bis er sich nicht mehr traut gewisse Verhaltensweisen auszuleben. Bei leicht hemmbaren Exemplaren klappt das sicher gut, aber ob es denen dann wirklich besser geht, ist fraglich, nur weil sie nicht mehr aufmucken. Aber wie sehr der Hund darunter leidet und wie und ob man das mit Erziehung in den Griff bekommt ist doch sehr individuell. Und auch, wie stark es sich legt, nachdem die Hormone sich sortiert haben. Manche Rüden leiden schon sehr, Hunde sind nicht dafür gemacht in so einer hohen Hundedichte mit so vielen läufigen Hündinnen zu leben. Ich bi nicht per se pro Kastration, aber auch nicht dagegen. Ich finde, dass es manchmal ganz sinnvoll ist dem Hund durch Kastration ein stressfreieres Leben zu ermöglichen.

    ähhm... ich glaube das muss kein Hund und ist auch nicht der Grund warum beispielsweise mein Hund das tut

    Was ich damit sagen wollte ist, bei manchen Hunden kann lange drauf warten, bis sie einen mal angucken und da wird man ziemlich blöd da stehen, wenn man versucht genau das zu belohnen um irgendwie den Radius zu verringern.


    Oleniv 30 m findest du einen "recht großen" Radius? OK, dann hat Luigi eine riesigen Radius 😂

    Man muss ein bisschen schauen, wofür der Hund empfänglich ist. Und man wird nicht jeden Hund dazu kriegen, dass er dauerhaft einen kleinen Radius einhält, das ist für manche Hundetypen extrem frustrierend.

    Mit Lob würde ich hier nicht weit kommen bei meinem Rüden, der einen großen Radius hat. Bei meiner Hündin, die eh von sich aus einen kleinen Radius hat, würde man mit Leckerlies den Radius ganz easy peasy noch mehr verkleinern können, aber bei ihr brauche ich das nicht, da arbeite ich eher dran, dass sie mehr in die Umwelt geht.

    Bei meinem Rüden würde permanentes stoppen zu sehr viel Frust führen, was seine Kooperationsbereitschaft noch mehr schwinden lassen würde.

    Und darauf dass er zu mir zurück blickt, kann ich lange warten, der muss mich nicht angucken um zu wissen, wo ich bin. Ich belohne jedes stehen bleiben und langsamer werden. Manchmal mit Leckerlies, aber meistens mit Umweltbelohnungen (Markieren, buddeln, Mäuse suchen, Schnüffeln, rennen, weiter laufen). Leckerlies und Lob findet er oft uninteressant. Und ich gestehe ihm auch erstmal einen größeren Radius zu und versuche ihn nicht ständig davon abzuhalten, auch wenn es für mich anfangs schwierig war. Dafür gibt es Freilauf eben nur in übersichtlichen Gebieten. Ich verstecke mich nicht, ich will nicht über Verlustangst arbeiten. Aber ich gehe durchaus mal weiter weg und außer Sicht, wenn es sich anbietet, kündige meinem Hund aber an, in welche Richtung ich gehe, damit er mich nicht panisch suchen muss, wenn ich weg bin.

    Mein Rüde war auch lange an einer 25 Meter Schlepp, das hat ihm gut getan, die 10 Meter waren ihm immer zu wenig. Und er wiegt auch nur 5 kg, ich habe eine Wäscheleine genommen. 25 m Schlepp sind für ihn zwar kein Freilaufersatz, aber es hat schon mal eine Menge Frust raus genommen.

    Monty.Python Bei sehr guter Fellqualität kannst du auch den Kopf (also ich meine die Schädeldecke) und die Beine trimmen. Oder die Beine wenigstens teilweise.

    Trimmesser ist immer so unterschiedlich, ich probiere da bei jedem Hund alles durch, da gibt es gar keine Pauschalempfehlung. Oft klappt gut ein feines Trimmesser, insbesondere, wenn es noch nicht viel zu trimmen geht. Oder trimmsteine, wobei ich besser mit Trimmsteinen klar komme, die Form eines Messers haben, als einen länglichen Stiel und vorne dann einen rauen Trimmstein dran. Aber das ist auch total individuell, womit man am besten klar kommt, da hat jeder einen anderen Favourit.

    Monty.Python Ich würde bei deinem Hund immer mal wieder etwas trimmen, so viel wie eben geht, auch wenn er dann kacke aussieht und Löcher hat. Aber die Neuproduktion der Haare lässt dann oft besseres Trimmfell kommen. Es kann auch locker mal 1,5 Jahre dauern, bis das Fell so richtig ausgreift ist. Aber es gibt natürlich auch Schnauzer, gerade bei den Zwergen, die einfach beschissenes Trimmfell haben. Ich hab im Salon auch gerade eine Schnauzer, der ist etwas über 1 Jahr. Das Fell ist viel zu weich, zwei Hundefriseure haben der Besitzerin gesagt, den Hund könne man nicht trimmen. Sie wollte ihn aber nicht scheren lassen und kommt jetzt zu mir. Ich trimme den Rücken, es lässt sich durchaus trimmen, aber das Fell hat eine schlechte Qualität. Ich trimme nun alle 6-8 Wochen alles raus was geht und wir schauen, ob das Fell besser wird. Bei Kopf und Beinen kann man bei dem nix mehr trimmen, das ist einfach nur noch weiche Wolle, aber der Rücken hat noch Potenzial.

    Wir haben Onno vor nicht mal einem Jahr eine Zahnreinigung machen lassen und schon ist an den Backenzähnen wieder deutlichst Zahnstein obwohl wir putzen :ka: . WIr arbeiten noch mit Fortan, aber gefühlt passiert dabei gar nichts :verzweifelt: . Wie lange dauert es bis was zu sehen ist :fear: ?

    Mit Fortan hab ich keine Erfahrung, aber wie oft putzt du denn? Ich kratze auch immer den ersten entstehenden Zahnstein direkt mit dem Fingernagel ab, damit sich gar nicht erst dicke Schickten bilden können, die dann nicht mehr weg gehen.