Beiträge von Waldii

    Boah - Neid!!! Wobei mich so ein Laden um die Ecke würde in den Ruin treiben würde.

    Merlin hat ne Regenjacke, 2 Wintermäntel, 2 regenabweisende Fleecejacken, nen regenabweisenden Fleeceoverall und nen warmen Fleeceoverall. Und gestern wurde noch ne Leuchtweste bestellt. Die nehm ich dann als "Kenndecke" für die Suchhundearbeit im Wald.

    Merlin wurde letztes Jahr im Dezember wegen PL operiert. Zu beachten gab es nicht wirklich viel. Wir mußten viel Zeit mitbringen, weil wir Merlin erst mit nach Hause nehmen durften, als er wirklich wach war. Das hat ne Weile gedauert. Wir waren zu zweit, so daß einer gefahren ist und der andere auf den Hund acht geben konnte.

    Zuhause hab ich den Zwerg kurz zum Pipimachen auf die Wiese gestellt und danach gleich wieder ins Haus getragen. Er wurde auf sein Bettchen gelegt, zugedeckt damit er nicht auskühlt und dann in Ruhe gelassen. So ungefähr liefen auch die nächsten Tage ab. Hund raustragen um das Geschäft zu erledigen, wieder reintragen und ins Bettchen legen. Merlin hatte anfangs Probleme sich mit dem Verband selbst hinzulegen; da hab ich dann immer nachgeholfen.
    Als er dann ein paar Tage später schon wieder ein wenig in der Wohnung rumhumpeln konnte, hab ich ihm noch so ne Minitreppe ans Sofa gestellt. Der verrückte Kerl wär mir sonst rauf und runter gesprungen.

    Einen Trichter hat Merlin übrigens nicht getragen - er war immer unter Beobachtung und ist auch nicht an die Wunde ran. Das Wetter war auch immer trocken, so daß wir keinen Nässeschutz für den Verband gebraucht haben.

    Nach 10 Tagen wurden die Fäden gezogen und zur Kontrolle eine weitere Röntgenaufnahme gefertigt. Ab dem Tag durfte er dann täglich so 3 - 4 mal je 10 Minuten selbst draußen rumlaufen. Wir haben die "Spaziergänge" dann langsam gesteigert.

    Ca. 20 Tage nach der OP haben wir mit der Physio (Unterwasserlaufband, Massagen, Reizstrom) begonnen und diese ein halbes Jahr lang (anfangs 2x die Woche - später 1x die Woche) durchgezogen.

    Dann will ich auch mal vom "Zwerg" erzählen:

    Merlin, Zwergpudel, geb. 11.08.2010, stolze 36 cm SH und knapp 5 kg.

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    Vor Zwerg-Merlin hatte ich nen "richtigen" Hund. Uschi war ein Schäfer-Collie-Mix mit 68 cm SH und knapp 40 kg. Nachdem sie nicht mehr da war hab ich mich mit meinem Freund (der gar keinen Hund mehr wollte) drauf geeinigt, daß ein Kleiner einziehen darf. Mich haben Pudel schon immer fasziniert, da sie sehr intelligent sind und arbeiten wollen. Und genau so einen Hund wollte ich und so einen hab ich auch bekommen. Er wird was die Erziehung angeht nicht anders behandelt wie damals meine Große - ich bin bei ihm sogar noch etwas strenger. Ich wollte keinen kläffenden aufgestellten Mausbolla - und ich glaub ich hab das ganz gut hinbekommen.
    Merlin kann ich überall mit hinnehmen ohne schief angeschaut zu werden - den finden einfach alle süß (was mir aber teilweise auf die Nerven geht). Mit nem Hund, der aussieht wie ein Schäferhund (auch wenn er gut erzogen ist) kommt man oft nicht gut an.

    Merlin mußte vom ersten Tag an mit auf den Hundeplatz. Ich bin dort Übungsleiterin und hatte meine Kurse abzuhalten. Meine Mama hat in der Zwischenzeit auf den Zwerg aufgepaßt - und nach den Übungsstunden war es ganz normal, daß er mit den erwachsenen Hunden gespielt hat (hatte zu der Zeit grad ne "Zwergengruppe" mit lauter kleineren Hunden). Aber auch mit den Großen hat er überhaupt kein Problem - die hat er alle fest im Griff. Ein Selbstbewußtsein hat der Zwerg wie fünf Rottweiler auf einmal. :headbash:

    Da er für die richtige Rettungshundestaffel zu klein ist, darf er in der Just-for-Fun-Freiverlorenensuchhundegruppe teilnehmen. Macht er richtig gut und hat seinen Spaß dabei. Nebenzu wird noch longiert, er nimmt an der Kopf- und Nasenarbeit-Gruppe (ZOS, Teebeutelsuche, Mantrailing) sowie beim Agility teil. Laienhaftes Dummytraining wird auch betrieben. Mit nem guten Jahr hat er die Begleithundeprüfung bestanden und ist jetzt in der Leistungsgruppe (Unterordnung).

    Fußlaufen hab ich ihm beigebracht, indem ich ihm ein Leckerli/Spielzeug gezeigt hab, dieses an meine Brust gedrückt hab und ihn aufgefordert hab mit mir zu kommen. Wenn er "richtig" gelaufen ist, gab es nach 2 - 3 Schritten ein Lob und machmal auch ne Futterbelohnung. Er ist aber eh sehr einfach zu erziehen, da er gefallen will und außerdem ein Pudel ist - da ist die Erziehung doch ein Klacks. :hust: Also jedenfalls wenn man den Jagdtrieb in geordnete Bahnen gelenkt hat. Aber selbst das hat er ganz fix kapiert.

    Auf meinen Hund draufgelatscht bin ich noch nie. Klar kommt es mal vor, daß man ihm auf die Pfoten steigt wenn beide mal nicht aufpassen. Aber das passiert auch nicht öfter als damals mit meiner Großen.

    Daß der TA und Medikamente günstiger sind kann ich jetzt nicht behaupten. Merlin hat mich in den 2 Jahren, in denen ich ihn hab schon mehr gekostet als Uschi in 13 Jahren. Ich hab allerdings ne OP- und Krankenversicherung. Ob die bei nem kleinen Hund günstiger ist weiß ich nicht.

    Vorteil von nem Zwergenhund ist definitiv, daß ich ihn tragen kann. Wenn er mal verletzt ist - so wie nach der Patella-OP - klemmt man ihn sich einfach untern Arm. Das geht bei 40 kg nimmer.

    Merlin darf auch mit großen Hunden spielen - allerdings greife ich ggf. ein wenn das Spiel meiner Meinung nach ausufert. Wenn ein Fremder Hund auf Merlin zustürmt, dann blocke ich ab - sowas ist unhöflich (sowohl vom HH als auch vom Hund) und wird von mir nicht geduldet - bei sowas kann ich echt eklig werden.

    Also alles in allem ist ein kleiner Hund nicht wirklich anders wie ein Großer.