Nils hat vorher im Rudel gelebt. Ich dachte mir, super, dann ist er sicher prima sozialisiert - vermutlich ein Hundeanfängerdenkfehler ... denn Pustekuchen. Nils hat Riesenschiss vor anderen Hunden. Er ist bisher fremden Hunden NUR im Rudel begegnet und diese Sicherheit fehlt ihm nun, als Hundeanfänger kann ich die ihm noch schlecht geben, da ich selber unsicher bin, wie ich reagieren soll - was er vermutlich als Bestätigung für seine Angst sieht.
Sein Verhalten ist: Wegrennen! Bzw. wenn es nicht ganz soooo schlimm ist (also der andere Hund ihn einfach ignoriert), dann reicht auch manchmal Seite wechseln. Aber wenn jemand bellenderweise auf uns zu kommt, da hat er sich schon aus dem Halsband gewunden und ist geflüchtet.
Ich habe mir sofort ne Hundetrainerin gesucht und wir üben "positive" Begegnungen. Es ist tatsächlich auch schon besser geworden und im Wald heute hat er auch schon fast mit 2 Dalmatinerdamen gespielt, Kamm war zwar noch hochgestellt, aber Schwanz wedelte und es wurde eifrig geschnüffelt. An ruhigen Hunden, die ihn ignorieren, aber auch an Hunden die zwar aufmerksam, aber offensichtlich freundlich sind, gehen wir schon relativ gelassen vorbei (Kamm ist immer gestellt, aber er zieht nicht mehr so stark weg). Aber wenn wir bellenden oder agressiv wirkenden Hunden begegnen, geht gar nichts mehr und ich kann nun mal nicht beeinflussen, welchen Hunden wir begegnen. Am Freitag auf dem Weg zur Arbeit hatten wir leider direkt hintereinander 2 negative Begegnungen und im Anschluss daran hat er beim nächsten total lieben Hund, der auch noch ein Welpe war, wieder richtig weggezogen.
Habt ihr noch Tipps, wie ich in solchen Situationen, in denen andere Hunde (für seinen Geschmack) negativ reagieren und ich nicht ausweichen / Straße wechseln kann etc. reagieren kann?
Oder auch, wenn andere Hunde freilaufen und ich ihn dann auch nicht an der Leine habe - er kommt zwar immer wieder zurück, aber wenn andere Hunde ihm blöd kommen, haut er erstmal ab.