Ich finde, pauschalisieren kann man das absolut nicht. Mein erster Hund Karli war 4,5, als Hutch als Welpe dazu kam. Ich fand es damals optimal vom Unterschied her, aber habe immer gesagt, später hätte ich es Karli nicht mehr antun können (Karli war halt ein autistischer Einzelgänger), die beiden waren wie Arsch auf Eimer. Das Aktivitätslevel hat sich bis Karli etwa 10 war in etwa gleich gehalten. Bis 2 Tage vor seinem Tod letztes Jahr mit knapp über 13 konnte ich noch mit beiden gleichzeitig spazieren gehen, nur auf ganz große Runden kam Karli nicht mehr mit.
Als ich dann Ende September letzten Jahres Karli gehen lassen musste, war klar, dass wieder ein 2. Hund einzieht, vor allem weil Hutch immer einen Hund neben sich hatte und er allein wahrscheinlich nie aus seiner Trauer gekommen wäre. Es zog also Oskar mit 10 Wochen ein. Der Plan war, jetzt hast Du noch ein zwei Jahre, wo wir wieder schöne große Runden gemeinsam gehen können. Pustekuchen, Hutch wird jetzt 10 und seit Anfang des Jahres hat er starke Probleme in seinem operierten Bein mit Arthrose, aufgrund von ED, heißt, Hutch wurde von heute auf morgen aus Agility ausgemustert, Oskar nahm seinen Platz ein. Wir versuchen noch gemeinsame Runden zu laufen, das geht aber nur, wenn sie nicht zu riesig sind, oder er eine gute Phase hat. Also die Auslastungsmöglichkeiten sind bei beiden ziemlich unterschiedlich, Hutch bleibt zudem auch ohne Oskar nicht gut allein, somit muss man sich immer etwas einfallen lassen, dass man beiden gerecht wird.
Wie ich es beim nächsten Mal machen werde? Hutch wird im besten Fall vielleicht noch 4-5 Jahre leben (und das wäre für einen DSH ein sehr schönes Alter), soll heißen, ich werde nach Hutch wieder 2 Hunde haben, die einen ähnlichen Altersunterschied wie damals Hutch und Karli hatten, wäre optimal, aber das Leben kann man nicht beeinflussen, wenn Hutch nur noch 1 Jahr lebt, hätte ich 2 relativ nahe beieinander liegende Hunde und es wäre auch in Ordnung.