Beiträge von Nebula

    @AnniMalisch

    Ein Züchter verdient weniger als manche wohl glauben.
    Die Hündin muss zur Zucht zugelassen werden mit allen Untersuchungen (+ Fahrten und evtl. Ausstellungen für die ZZL, ich mach grade das selbe bei meinem Rüden, da bin ich locker bei 1500€+ dabei), man muss sich als Neuzüchter erst mal qualifizieren und Prüfungen ablegen, Mitglied eines Vereins werden, Zwingernamen beantragen, den zu behalten kostet auch jährlich + Mitgliedsbeitrag. Dann muss der Deckakt bezahlt werden (je nach Rasse und Rüde zwischen 300-1000€ schwankend, evtl auch mehr), man muss möglicher Weise ein paar Stunden fahren, evtl. übernachten, dann gibts ein Ultraschall und Impfungen für die Hündin - all das, bevor man überhaut weiß ob/ wie viele Welpen es sind. Kann auch für die Katz sein, wenn die Hündin leer geblieben ist.

    Sind sie dann auf der Welt muss der Zuchtwart bezahlt werden der mehrmals kommt um die Welpen zu sehen, die Impfungen und Entwurmungen, TA, Futter, Spielzeug, Untersuchungen der Welpen, Ahnentafel,...

    Sicher gibt es auch Züchter, die sich den Champion bezahlen lassen. Die meisten Deckrüdenbesitzer tun das zumindest, damit steigt die Decktaxe.

    Hat man dann eine Rasse mit kleinen Würfen oder der Wurf ist aus welchen Gründen auch immer klein ausgefallen, teilen sich die Kosten viel weniger auf. Dann macht der Züchter entweder minus oder die Welpen werden teurer.

    Letztendlich hat ein Welpe vom VDH für 1000€ sicher eine geringere Gewinnspanne als ein Welpe der selben Rasse ohne Papiere beim Vermehrer für 600€...

    @mamphp
    Ich erzähle dir mal von einer Freundin, die auch so einen Hund hat.
    Der Welpe kam sehr jung zu ihnen und kennt das Leben so von Anfang an. Es ist seine Aufgabe den Hof zu bewachen, da sie sehr abgelegen wohnen. Nachts schläft er im Zwinger, tagsüber läuft er frei auf dem Hof. Er sollte nicht ins Haus.

    Dieser Hund hat dadurch ein großes psychisches Problem bekommen - er hat geheult, bis er ins Haus durfte, als kleiner Welpe. Er wollte zu seinen Menschen.
    Jetzt ist er 5 Jahre alt und muss mit Gewalt nach draußen gezogen werden, da er nicht freiwillig das Haus verlässt, aus Angst, er wird wieder ausgesperrt. Sogar wenn jemand nach Hause kommt freut er sich ganz wild, kommt aber erst näher, wenn die Tür geschlossen ist, so groß ist die Angst, von seiner Familie getrennt zu sein und nicht wieder hereinkommen zu können.

    Es mag Hunde geben, die stecken sowas besser weg. Aber das macht es eben nicht schöner für ihn.
    Und früher war das den Menschen einfach egal oder sie wussten es nicht besser, wie so vieles. Deshalb ist das aber nicht legitim oder gar toll! Nimm Kettenhunde als Beispiel.

    Um deine Frage direkt zu beantworten, ja, vermutlich würde deine Hündin bei den Temperaturen nicht erfrieren. Aber das würdest du auch nicht, trotzdem schläft du drinnen, also verlange das nicht von ihr, außer sie will es so -ganz egal wie warm es draußen ist. Sie wird dadurch nicht verweichlicht, das schlimmste was passieren kann ist, dass das Verhältnis zu dir und deiner Familie toll bleibt ;) Sie wird trotzdem prima bewachen können.

    Man merkt es an deinen Beiträgen. Für dich ist jeder Welpe einer Rasse gleich ;)

    Es gibt auch Leute mit größeren Ansprüchen als "Elterntiere müssen ganz nett sein" und "der Züchter hat bisschen Welpenspielzeug in der Wurfkiste". Je mehr man sich mit Zucht/Aufzucht etc. beschäftigt, desto klarer ist das einfach, dass es zB. Labradore gibt, die massig und träge sind, aber auch schlanke arbeitswütige. Wer nicht versteht, dass Zucht etwas sehr facettenreiches und kostenspieliges ist, was einfach auch seinen Preis haben KANN (zB. fahren manche mit ihren Hündinnen quer durch Europa um frisches Blut hereinzuholen - und dann ist nicht mal sicher ob das Decken auch klappt! Oder importieren Hunde für mehrere tausend Euro), da ist jede Argumentation zwecklos.

    Denn auch ein Welpe der selben Rasse kann 500€ mehr kosten als ein anderer, aber trotzdem verdient der Züchter daran nichts und der Preis ist gerechtfertigt, weil er viel mehr Aufwand betrieben hat als ein anderer. Jeder Wurf ist eben individuell und das spiegelt auch der Preis wider.
    Diesen dann nur (!) auf Grund des Preises abzulehnen tritt die Arbeit des Züchters mit Füßen.

    @Nebula

    Nun ich hatte ja auch geschrieben wenn alles paßt wie Rasse,Unterkunft,Elterntiere etc.und man auch Vertrauen hat zu den Züchter und der günstiger ist würdest Du denn da wirklich noch zu jemanden gehen der einen höheren Preis hat?Diesen Sinn verstehe ich nicht ganz :ka:

    Dir ist doch klar, dass das niemals der Fall sein kann oder? Jeder Wurf ist anders, und dann gehe ich nach dem, der mir besser gefällt und nicht nach dem Preis. Was soll das ganze.

    @Pirschelbär

    Eben die Preisspannen der Züchter sind unterschiedlich gelegen man weiß was man ungefähr einplanen kann aber wenn es doch günstiger bei einen Züchter ist und auch noch die Chemie stimmt da man ja doch danach auch noch den Kontakt aufrechterhält finde ich gibt es hier sicher niemanden der sich dann dagegen entscheiden würde.Sicher sind die Dinge zum Welpen auch noch wichtig(Umfeld,Züchtungshunde etc.)wenn das alles paßt dann kann mir jemand noch soviel erzählen auch er würde sich für das preislich bessere Angebot entscheiden!

    Ähm nein.

    Kein Welpe ist wie der andere, auch nicht von der selben Rasse. Und ich suche mir den Wurf aus, der mir von den Eltern her und vom Typ her am besten gefällt, dessen Aufzucht ich am besten finde und dessen Züchter ich irgendwo auch vertraue.
    Als nächstes Kriterium kommt dann der Abgabezeitraum und evtl. die Entfernung.
    Der Preis steht gaaaanz weit unten. Sollte er zumindest. Wir reden hier doch nicht von einem Fernseher und kaufen ihn lieber bei Media Markt anstatt beim Expert, weil er dort günstiger ist.... :shocked:

    Vor allem fände ich es als Züchter furchtbar, nur so auf den Preis reduziert zu werden.

    Da steckt ne Menge Herzblut drin, die Welpen sind ein Stück der Mutterhündin also auch ein Teil ihres eigenen Familienmitgliedes. Ein Züchter macht sich Gedanken über den passenden Deckrüden und verfolgt Ziele, all das sollte im Vordergrund stehen, denn das macht den Züchter aus. Wenn dann sofort der Preis erfragt wird, quasi als eine oberste Priorität, wäre das für mich äußerst unsympathisch und u.U. ist derjenige direkt raus.

    Ich versteh aber auch als Welpenkäufer, dass es blöd ist so im Dunkeln zu tappen. Ich war ja selbst schon Welpenkäufer.
    Ich versteh aber nicht, warum man nicht einfach mit dem Höchstpreis der Rasse kalkuliert. Dann bleiben einem Überraschungen und Peinlichkeiten erspart und wie gesagt sollte es nicht auf ein paar hundert € ankommen...

    edit: Bei großen Schwankungen ist das wohl noch was anderes. Aber 300€ hin oder her find ich albern.

    ich denke, so läuft das aber in der Regel nicht.

    Meistens ist es eher so, dass jmd zig Züchter anschreibt um den billigsten herauszufinden. Bei so jmd wäre ich auch stinkig.

    Und wenn man mal mit Züchter spricht, die kriegen ständig solche seltsamen Anfragen und die können gar nicht anders als filtern.

    Ich hab übrigens erst gewusst, was mein Welpe kostet, als ich den Reservierungsvertrag unterschrieben hab. Und es war tatsächlich unterste Grenze, ich hatte extra 300€ mehr angespart, denn daran sollte es nicht scheitern. Mir wars sogar ziemlich egal, was er kostet. Was sind schon ein paar hundert € mehr oder weniger auf ein Hundeleben hoch gerechnet... lächerlich.

    Ich hab ein Ferienjob gemacht, nur um die Anschaffungskosten zu decken. Das waren 4 Wochen schuften bei schlechter Bezahlung, ich war immerhin grade mit dem Abi fertig und am Ausziehen, ich hab auch für die eigene Wohnung Geld gebraucht.

    Bei meiner Rasse ist es übrigens ca. 1000-1300€.