Beiträge von Nebula

    Ehrlich gesagt würde ich nicht ausstellen wenn ich einen Hund hätte, der deswegen auf Matsch und Hund-sein verzichten müsste. Ich hätte auch keine Lust da stundenlang rumzubürsten und zurecht zu machen. Auch wenn meine Hunde damit absolut nicht zurecht kommen würden, würde ich es lassen.

    Allerdings würde ich es bei einem Zuchthund schon seltsam finden, wenn er so wenig stressresistent wäre :ka: Bei einer Rasse, die keine Prüfungen machen muss, finde ichs wichtig, die Hunde auch mal unter Stress zu sehen. Ich kenne Züchter, die sich die Hunde deshalb sehr genau auf Ausstellungen ansehen und das Verhalten bewerten. So verkehrt finde ich das nicht.

    Und ja, ich freu mich, wenn sich meiner völlig unbefangen im Ring zeigt, mit erhobener Rute (wenn auch unten tragen besser wäre ;) ), dem Richter ein Küsschen gibt und danach brummelnd auf seinem Platz döst. Bestätigt mich einfach in der Auswahl der Zucht und meiner Erziehung und auch dem Entschluss ihn in die Zucht gehen zu lassen...

    Ich denke 10 von 10 Hunden wären lieber im Wald am schnüffeln oder toben (ich übrigens auch |) ) , allerdings finde ichs jetzt nicht unzumutbar. Im Ring ist der Hund ja nun wirklich nur wenige Minuten und vorher und nachher kann mans so angenehm wie möglich gestalten. Wenn man fertig ist kann man die Hunde auch mal draußen flitzen lassen. Ich achte ganz genau auf Stresszeichen und muss sagen, nö, gibt tatsächlich keine, ist ewig her, wo es auf Austellungen solche Momente gab. Aber ich laufe auch nicht 2h durch die enge Menge sondern konzentriere mich auf meine Hunde und schau, dass sies gut haben :ka: Shoppen ist dann halt nicht, stört mich aber auch nicht.

    Im Grunde schließen sich Leistung und Ausstellung auch gar nicht aus. Das sind völlig normale Hunde mit ihren Stärken und Schwächen, bis auf eine Hand voll Rassen auch weitestgehend funktional gebaut - Rassehunde sind halt nicht bloß der krumme HZ DSH, die EB, die kaum Luft kriegt oder der Pekinese, der auf dem Kühlkissen sitzen muss.
    Gibt nicht wenige Champions die ebenfalls gute Leistungen erbringen, je nach Rasse natürlich. Gleichzeitig gibts besonders bei reiner Leistungszucht auch schwere Gebäudefehler. Was der Hund davon hat,zwar vielversprechende Anlagen zu haben aber auf X-Beine dahinwackelt und sich nich vernünftig bewegen kann, konnte mir auch noch keiner erklären.

    Hm ich freu mich egt immer wenn jmd meine Hunde toll findet :ka: Ob nun jemand sagt die sind total hübsch oder total nett - ich freu mich über beides. Und wenn das ein vermeintlicher Rasseexperte findet, der (hoffentlich) schon viele gesehen hat, dann freuts mich natürlich um so mehr. Und wenn wer kommt und sagt "ne also die sind gar nicht mein Fall" - mein Gott, Geschmäcker sind verschieden.

    Und ich denke das geht doch den meisten so. Ich sag anderen auch wenn ich ihre Hunde total schön finde, bisher hat das noch jeden gefreut. Ob das jetzt deren Verdienst ist oder nicht ist mir da ziemlich egal, viele HH geben sich aber auch echt Mühe ihre Hunde "in Schuss" (Figur, Fell, Krallen, ...) zu halten und das kann man ja auch ehrlich gut finden. Und ja, ich hoffe, dass sich der Gegenüber dann auch über das Kompliment an seinen Hund freut, sonst geht ja der Sinn verloren, irgendwie :???:

    Ich finde das irgendwie ne seltsame Diskussion.. Das sind Emotionen, die nicht logisch sein müssen. Und wenn sich wer freut - über was auch immer - dann darf er das doch, oder? xD Ich hab das noch nie bei jmd in Frage gestellt...

    Grade für Rüden ist es halt auch einfach Werbung, nicht nur die Titel sondern einfach das Zeigen. Sie werden dann von mehreren Züchtern mal live gesehen, hinterlässt eher Eindruck als "nur" ein Foto im Netz - nicht jeder Züchter hat Zeit/Lust durch D (oder ganz EU) zu fahren um alle Rüden auf seiner "Vielleicht-Liste" zu besuchen. Zumindest bei den Nicht-Gebrauchshunden, die man nicht auf Prüfungen findet.

    Gibt's eigentlich ne höhere Deckgebühr für nen Rüden mit vielen Titeln?
    Oder sind Welpen von Hündinnen mit vielen Titeln teurer?

    Die Deckgebühr setzt sich aus verschiedenen Faktoren zsm - im Grunde geht es vor allem um Nachfrage. Die hängt von den gesundheitlichen Werten, dem Stammbaum, Qualität der Nachzuchten und ja, letztendlich dem Bekanntheitsgrad ab. Denke das ist bei den Welpenpreisen änlich - nur, dass Bekanntheitsgrad nicht immer nur von Titeln abhängt. Aber es ist ein Faktor.

    hm bei meiner Rasse geht im Schnitt vllt 1 Hund pro Wurf in die Zucht/Austtellungswesen, davon machen aber nicht wenige nur das nötigste. Und ein großer Teil davon sind Nachzuchten, die Züchtet selbst behalten. Bisher hat jeder Rasseinteressent mit dem ich ins Gespräch kam keine Ahnung von Ausstellungen gehabt - selbst, wenn sie uns auf einer Ausstellung angesprochen haben. :ka: Und noch weniger stehen dem positiv gegenüber. Die meisten denken doch, dass das reines Ego aufpolieren ist, dementsprechend sind denen Titel völlig Wurst.

    @Mejin Ne, ich kenne wirklich keinen, der sich seinen Hund nach den Titeln der Eltern ausgesucht hat.

    Die meisten wissen doch nicht mal was die Titel wirklich bedeuten, wie man die kriegt und wie schwer oder leicht welcher Titel zu bekommen ist :ka: Es ist immer schnell unterstellt, dass die Welpenkäufer das ganze belohnen, sehe ich in der Realität aber nicht wirklich.

    Meiner Erfahrung nach interessieren sich die meisten Welpenkäufer Null Komma Null für Championtitel sondern wollen einen subjektiv schönen Hund. Meine Livi zB. hat schwere Fehler und die meisten die sich damit nicht auskennen findet sie trotzdem ganz toll.

    Ein Sg wäre bei ihr noch großzügig ;)
    Auf Titel achten egt nur viele Züchter. Ein Hund mit vielen Titeln kriegt mehr Aufmerksamkeit, die Nachkommen gehen bei anderen Züchtern eher in die Zucht bzw. der Rüde wird eher decken. Den Welpenkäufer juckt das ganze egt gar nicht, da das Ausstellunsgwesen auch für diese einen eher schlechten Ruf hat.