Beiträge von Nebula

    Sowas kann man doch nur am Einzelfall prüfen. Solche Aussagen sind pure Unterstellungen.

    Aber ja, generell befürworte ich es, wenn sich ein Züchter nicht zig Hunde auf einmal holt um dann später festzustellen, dass das irgendwie nicht hinhaut. Grade, wenn sie noch zig "Liebhabertiere" anderer Rassen anschaffen. Weitsicht gehört da eben auch dazu.

    edit: Selektion findet nicht nur auf der Aussehensebene statt. Soll tatsächlich Leute geben, die gesunde Hunde züchten wollen, auch wenn sich das scheinbar niemand vorstellen kann :roll:

    Und nö, wenn man Tiere in eine Population bringt hat man nicht nur Verantwortung für seine eigenen Individueen.

    Wenn einen das Thema ernsthaft interessiert, einfach mal die vorangegangen Seiten lesen. Dann Meinung bilden. Nicht andersrum :ka:

    Sonst dreht sich das ganze doch nur sinnlos im Kreis. In 10 Seiten kommt der nächste, der wieder nix mitgelesen hat. Das bringt doch nix.

    Wollen wir jetzt 16 Seiten von neuem anfangen? Reicht es nicht, dass es ebenso unter den Welpenkäufern verschiedene Moralvorstellungen gibt und man das einfach hinnehmen muss?

    Ich finde deine moralischen Vorstellungen nicht mit Zucht, wie ich sie mir vorstelle, vereinbar. Entweder man tut was für die Rasse oder nicht, das geht meiner Meinung nach eben fast nur mit mehreren Hunden. Vorzugsweise in Zuchtmiete. Wenn ich dafür aber in 10 Jahren gesündere Hunde kaufen kann, kann ich den einen Hund verkraften, der das Sofa wechseln musste. Denn ich finde es wiegt schwerer, wenn davon kommende Generationen profitieren.

    Aber wenn man sich halt überhaupt nicht für Zucht als Ganzes interessiert und das auch mit Stolz sagt, der sieht halt nur jemand der seine Hunde abgibt und haut mit der Moralkeule drauf :ka: So kommts mir zumindest vor.

    @Nebula wenn ein Hund sich im Rudel unwohl fühlt, sollte das aber doch oft vor dem 7./8. Lebensjahr auffallen und nicht zufälligerweise dann, wenn der Hund eh nicht mehr "brauchbar" ist: Und dann stellt sich doch die Frage, warum nicht vorher gehandelt wurde.

    es wurde doch nun schon oft genug gesagt, dass die allermeisten vllt nach 1-2 Würfen abgeben werden. Dann sind sie 2-5. Wie viele kennst du egt, die Hunde regelmäßig mit 7/8 abgeben? :???: Oder ist das deine Theorie?

    Außerdem kann sich ein Rudel mit jedem Neuzugang oder Versterben eines Hundes umstrukturieren und ja, dann kann plötzlich einer zu kurz kommen. Wie oft das vorkommt weiß ich allerdings auch nicht ;) Ich kenn das nur von Katzen und wäre überrascht, wenn es sowas bei Hunden niemals geben würde.

    Ich glaube wo es einem Hund besser geht - im Rudel oder mit Prinzessinnenstatus - kann nur der Besitzer (Züchter) allein entscheiden. Deshalb finde ichs auch nicht korrekt jemanden gleich zu unterstellen, dass er seine Hunde nicht liebt, nur weil er sie eben nicht behält. Grade wenn er in der Familie bleibt wird er doch nicht weniger geliebt. Finde das schon arg schnell verurteilt, sofern das nicht "täglich Brot" ist.

    Ansonsten wurde es schon mal gesagt, manchmal ist eine gesunde Distanz zu seinen Hunden wirklich nicht verkehrt, um sie objektiv einzuschätzen. Wenn ich meine (Zucht-)Hunde so sehr liebe, dass sie vor lauter rosaroter Brille auf jeden Fall Nachwuchs haben müssen obwohl sich gezeigt hat, dass da nix erstrebenswertes bei rauskommt stimmt halt auch was nicht und macht keinen froh. Und das ist ein gefährlicher Trend. Unter dem Banner "Meine Hunde sind Familienmitglieder" werden mitunter Hunde eingesetzt, die überhaupt nicht gut für die Zucht sind aber Hauptsache man gibt nix ab und das eigene "Schätzchen" vermehrt sich, weil er/sie ja so ein tolles Wesen hat, egal ob sie Dauergast beim TA ist und die Nachzuchten auch. Mitunter verursacht sowas evtl. mehr Tierleid als die Abgabe eines einzelnen Hundes nach einem Wurf. Klar lieben die ihre Hunde abgöttisch und geben sicher keinen ab. Wirkt wahrscheinlich auch suuuper sympathisch, wenn man das so ließt. Ist aber trotzdem schlecht für die Zukunft.

    Aber zwischen solchen Züchtern und denen mit dem Motto "Taugt nix, kommt weg" gibt es Gott sei Dank jede Menge Abstufungen. So kann jeder den für sich passenden Züchter finden. Ist ja nix neues, dass bei der Auswahl des "richtigen" Züchters die Meinungen mitunter sehr stark auseinander gehen.

    Es gibt doch auch noch was zwischen "nie einen Zuchthund abgeben""und "immer einen Zuchthund abgeben".

    Fast alle Züchter, die das ganze schon länger tun, haben Senioren zu Hause. Aber das heißt halt immer noch nicht, dass sie eine Hündin nicht doch mal abgeben - meist noch keine Seniorin.

    Weiß nicht, für mich macht das ein Züchter eben aus, das In-Generationen-Denken. Aber wie soll das funktionieren, wenn man nur eine einzige oder evtl. 2 hat und nie darüber hinaus kommt? Ich finds schwierig. Deshalb sind diese Züchter ganz bestimmt nicht schlecht (wie gesagt, mein eigener Hund kommt aus so einer Zucht! Und er ist super!) oder haben gar böse Absichten - aber ich sehe einen erfahrenen Züchter, der seine Hunde seit X Gernationen kennt, halt durchaus als Vorteil. Grade wenn man einen Zuchthund sucht. Man muss bei der Zucht ja nicht mehr Lotto als nötig spielen, aber das ist wohl Einstellungssache.

    @Sammaja Ich versteh dich durchaus und will gar nicht schlecht reden, wenn jemand nur selten Würfe hat und nicht zig Zuchthunde. Wie gesagt hatte ich den Anspruch auch beim ersten Hund.
    Ich will auch nicht sagen, dass man beim ersten Wurf überhaupt nix sagen kann. Du zB. beschäftigst dich seit Jahren mit deiner Rasse und dann glaube ich dir auch, dass du deine Hunde gut einschätzen kannst, solltest du dir eine Hündin mit Zuchtabsicht anschaffen.

    Aaaaber. Ich rede von den Leuten, die sich halt irgendwo eine Hündin gekauft haben und nach 2 Jahren sagen "hm, also Welpen wären ja schon ganz nett" und drauf loszüchten. Ist ja schon mal gut, dass es im Verein und ordentlich mit besten Gewissen gemacht wird!!! Aber es ist und bleibt ein Überraschungsei was du dir da kaufst, zumindest als Zuchthund. Wie gesagt als Familienhund völlig in Ordnung, aber als Zuchthund wüsste ich schon gerne ob de Linie zB. Epilepsie oder Krebs belastet ist. Das kannst du nicht mal eben in den Ahnen nachguggen, dafür musst du dich halt damit beschäftigt haben.


    Ich finde solche Aussagen extrem überheblich und finde, dass sie nicht von allzu großer Kenntnis von Hundezucht sprechen.


    Wenn du das aus einem Satz raus ließt, ist das dann nicht ebenso überheblich? :???:

    Kann ja jeder kaufen wo er mag. Aber es kann auch Gründe geben einen ehemaligen Zuchthund abzugeben. Generell würde ich bei sowas immer genau hinschauen aber diesen unreflektieren Aufschrei finde ich überzogen. Ob ich selber einen Zuchthund abgeben würde wage ich zu bezweifeln, aber ich verurteile andere nicht direkt, nur weil sie etwas tun, was ich nicht könnte.

    Klingt ja alles ganz toll, dass keiner "abgeschoben" wird.
    Mein Hund kommt auch aus so einer Zucht. Ganz klein, nur eine Zuchthündin und eine Seniorin.
    Sie wird nächstes Jahr aufhören, nach dem E-Wurf. Komplett. Denn 3 will sie nicht und Zuchtmiete ist ja auch verschrien.

    Ich würde meinen nächsten Hund nicht mehr bei so einem Züchter kaufen, der zwar moralisch Vorzeigekandidat ist, aber genetisch ein Überraschungsei. Denn was kann mir der Züchter über seine Hunde sagen? "immer nett und freundlich"...Aber ich hab auch Zuchtambitionen und dann hätte ich gerne was einschätzbareres. Und das geht nicht, wenn so wenig Würfe fallen.

    Deshalb kommt es wohl ganz drauf an was man sucht. Für "ich will einen Goldenretriever für 3x am Tag gassi und 1x die Woche Dummy im Garten" ist es wohl wurscht.