Beiträge von Nebula

    Sei mir nicht böse, aber wenn man anfangen würde aggressive und mannscharfe Collies in die Zucht zu lassen, weil es dem Genpool und der genetischen Gesundheit nutzt, wäre das Geschrei groß.
    Aber bei den Rassen und Eigenschaften, die einem selbst nicht wichtig sind, ist man da sehr schnell großzügig, wenn es um die Änderung der Tauglichkeit und des Charakters geht.

    Und wenn ich dich darn erinnern darf, weil du hier ja doch ziemlich austeilst... auch du warst vor zwei Monaten knapp davor deine heren Prinzipien über Bord zu werfen, weil die Züchterin nett war und sich sicher Mühe und Gedanken gemacht hat...
    Also würde ich da nicht ganz so abgehoben auf Züchter und Deckrüdenbesitzer herabsehen, sondern ruhig auch mal selbstkritisch hinterfragen, wieso du auch nur eine Sekunde überlegt hast, diese Verbindung zu zu lassen.

    Oh, du willst mir da einen Strick draus drehen?
    Für alle:
    Ich bekam eine Anfrage von einer Züchterin für eine sehr enge Verpaarung mit meinem Rüden (COI 7,45% auf 6 Generationen).
    Ich hab um objektive Tipps gebeten, um das Risiko abzuwägen, da ich egt recht viel von dieser Züchterin halte und noch ein paar zwischenmenschliche Aspekte dabei waren.
    Hab auch ganz viele nette Antworten und hilfreiche Links/Infos bekommen und mich letztendlich dagegen entschieden.

    Ich finde es selbstverständlich und respektvoll, jemanden gut überlegt abzusagen, deshalb hab ich mich erkundigt. Wenn du daran etwas negatives siehst und meinst, ich hätte gar nicht erst fragen dürfen, dann würde ich mal gern wissen wozu dieses Forum egt da ist?

    Ich finde Frenchie und Jack Russel egt auch nicht vergleichbar. Jack Russels sind doch richtige Energiebündel und halt typisch Terrier ein bisschen aufbrausend, etwas eigensinnig und quirlig. Egt doch genau das Gegenteil von einem Frenchie :ops: Die halt meistens lustige, anspruchslose und nette Begleiter und sind.

    Ich kenne Boston Terrier nicht. Hab mich nur mal mit einer Frau unterhalten, die welche hat. Sie war auf der Suche nach anderen Rassen, da sie nach dem 4. kranken Exemplar was Gesundes gesucht hat. :ka:

    Sinnlose Frage...
    ein kranker Arbeitshund nutzt genau so wenig wie ein gesunder mit mangelnder Arbeitsveranlagung.

    Darum ist es ja so kompliziert aber auch essentiell, die Waage zu halten. Geht eines von beidem dauerhaft in die Knie, hat die Rasse verloren.
    Außer man kann sich damit abfinden, die 423 Begleithunderasse erschaffen und die nächste Arbeitsrasse zu Grabe getragen zu haben. Passiert zB gerade beim Dobermann

    Waage? Welche Waage? Wenn es normal ist, dass Rüden 10 mal decken und man dahin geht weil "der vererbt das was ich will! der hat die Prüfung! " sehe ich da nicht viel von Waage, sondern mehr "Ich will auch ein Stück vom Kuchen!". Evtl. genau das gleiche wie mit Championverpaarungen, nur auf anderer Ebene.

    Ein kranker Arbeitshund leidet noch zusätzlich, ein Hund mit mangelnder Arbeitsveranlagung eher nicht. Hat halt der Besitzer Pech, dass er sein Hobby nicht nachgehen kann. Ist ja nicht so, als hängen Leben davon ab. Richtig "arbeiten" tun doch noch die wenigsten.

    @Marula Du hast ja das mit dem Gefriersperma angesprochen, man könne ja frühzeitig einfrieren, so lang die Qualität noch gegeben ist und wenn er dann älter ist dieses nutzen.

    Egt dachte ich, dass man eine künstliche Befruchtung unterm FCI nur machen darf, wenn beide Zuchtpartner bereits auf natürlichem Weg für Nachwuchs gesorgt haben? Das wäre ja dann nicht gegeben, wenn er zB. mit 12 noch nie gedeckt hat und dann die Qualität zu schlecht ist.

    Ich finds interessant, dass da Hündinnen teilweise so spät das erste mal werfen. Ich weiß nicht in wie weit das nun gerechtfertigt ist, aber bei uns sagt man der erste Wurf sollte vor dem 4. Geburtstag der Hündin fallen, da sonst Risiken steigen. Welche hab ich allerdings nicht erfragt.

    Dazu brauch man doch keine 5 Würfe :tropf: Schon gar nicht bei schon lange geschlossenen Populationen, die sind doch erst recht sehr homogen.

    Nee, sorry aber dieser Art von Zucht ist genau das Problem der meisten Rassen. Anstatt mehr verschiedene durchschnittliche Rüden in die Zucht einfließen zu lassen will man "auf Nummer sicher gehen" und nimmt besonders häufig hervorragende Tiere. Kein Wunder, dass das auf lange Sicht schief geht, denn das führt zu Homogenität und gleichzeitig zu weniger Interesse einen Rüden überhaupt zuchtfertig zu machen wenn keine Nachfrage besteht, sprich weniger Auswahl, was wiederum zu mehr Homogenität führt, usw.. :ka: Da brauch man sich doch echt nich wundern.