Beiträge von Gefühl

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    Die Sache ist halt, wenn man Labradore und Goldens nicht erzieht, dann werden die vielleicht nervig, distanzlos und hibbelig. Aber sie reagieren halt idR nicht großartig aggressiv auf andere Menschen und Hunde, wenn sie nicht ausgelastet und ordentlich erzogen sind, wie man das bei vielen anderen Rassen regelmäßig hat.
    Das ist wirklich angenehm an diesen Hunden und ich denk auch ein Grund, warum sie so beliebt sind.


    Ich finde den ersten Satz nicht ganz nett. Denn ich habe sehr wohl viel mühe und Zeit in die Erziehung meines Hundes gesteckt und dennoch ist sie ein hibbeliger und distanzloser Hund - wenn ich sie nicht 'unter Kontrolle' hätte. Und das habe ich i.d.R. Bisher hat sie noch nie dieses 'typische' und von vielen verteufelten Labbiverhalten an den Tag gelegt ... aber nur weil ich rechtzeitig zurückgerufen und oder angeleint habe.

    Und dass ich keinen anderen Hund erziehen könnte, nur weil meine Hündin so (geworden) ist wie sie ist, sehe ich auch nicht so. (Jemand schrieb, dass Labbi und Golden wie ne Art Bewährungsprobe sind und man lieber die Finger von anderen Rassen lassen sollte, wenn man mit denen schon nicht klar kommt) ich finde das nicht richtig. Vielleicht würde ne andere Rasse sehr viel besser zu mir passen und ich weiß es nicht.
    Allerdings muss ich wirklich sagen, dass ich die Labbis nur noch mehr lieben lerne, je mehr Vertreter ich kennenlerne. Selbst die armen Würstchen, die rücksichtslose Halter haben, sind für mich zum Großteil einfach liebenswerte Monsterchen. :) Aber mir gefällt eben ihre Art und ihr Wesen. Es sind ansteckend fröhliche und liebenswerte Charakterhunde.

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    Trico und Ruby MÜSSEN sich kennenlernen :lol:

    An mir soll es nicht liegen :D

    Ruby bekommt vom Tisch. Und zwar, weil ihr Platz direkt neben dem Tisch ist und sie, während wir essen, dort bleiben soll. Da bekommt sie also völlig absichtlich und gewollt was. Sie sitzt dann eben dort und schaut uns beim Essen zu. Aber sie nervt eben nicht ;) , vorher lief sie immer zwischen uns herum und legte ihren Kopf in meinen Schoß o.ä.
    Jeder Besucher fand es bisher total klasse, dass sie so lieb auf ihrem Platz sitzen bleibt wenn man isst. ^^

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    Vorsicht! Nicht jeder Labrador oder Golden, der hibbelig oder distanzlos ist, ist unerzogen!
    Die meisten Retriever aller 6 Rassen bringen viel Power mit, auch die Showlinien. Diese Energie muss in die richtigen Bahnen gelenkt werden. Oft ist die Distanzlosigkeit eine Übersprungshandlung. Einige Hundehalter sind mit ihren 1-3 jährigen Retrievern ziemlich am Anschlag. Was diese Tiere an Energie mitbringen können, muss man schon fast selber erleben. Sonst glaubt einem das ja niemand.
    Die everybodys Darling-Hunde reagieren bei Stress durch falsche oder fehlend Führung mit dem ihnen eigenen Muster.
    Es heisst so oft: Retriever = einfach zu erziehen. Ja, wenn man weiss, wie. Wenn man es nicht weiss, oder noch nicht weiss, entstehen kleine Teufel, die ihre Umwelt nerven.

    Das kann ich zu 100% unterschreiben. Meine Hündin ist oft hibbelig, oft auch wenn sie vorher richtig konzentriert sein musste z.B. in der Hundeschule oder wenn wir kurze Zeit vorher noch geclickert oder mit dem dummy geübt haben.
    Das ist einfach ihr Wesen. Sie ist Zuhause die Ruhe selbst. Aber draußen und vor allem auf nicht bekannten Terrain erlebt man sie schnell übermotiviert und vor allem zeigt sie sehr oft übersprunghandlungen. Ich weiß mittlerweile ganz gut damit umzugehen, aber jemand, der einen "leicht zu erziehenden und leichtführigen" Labrador sucht, ist da bei mir eher an der falschen Adresse.
    Ruby ist teils sehr motiviert und auch konzentriert bei der Sache, wenn ich ihr was beibringen möchte. Aber manchmal eben auch nicht, dann ist sie wirklich einfach nur 'too much'. Mit ihr muss man sehr geduldig und ruhig bleiben. Wenn man selbst hochfährt (ob Wut, Trauer, Ärger, Enttäuschung, das ist egal), dann wird sie noch extremer.

    Das klingt jetzt erstmal ganz furchtbar und anstrengend. Aber Ruby ist nun mal auch kein Züchterhund, ich glaube ihr fehlt einfach diese innere Ruhe, die beim Labrador ja eigentlich auch gefordert ist. Wir arbeiten täglich an ihrer Impulskontrolle und an der Frustrationstoleranz. Das sind unsere größten Punkte, an denen ich arbeite. Und da ich sonst nicht viel machen muss und sie nicht irgendwie aufdringlich ist was Beschäftigungen o.ä. angeht, kann ich jetzt nicht behaupten, dass mein Hund (oder allgemein der Labbi) ein anstrengender Hund ist.
    Sicher, manche fordern vielleicht Beschäftigung ein. Bei uns reicht der normale Alltag zum Großteil aus, um Ruby zufrieden zu stellen.

    Und für mich macht einen Labbi einfach aus, dass er so ein toller lebensfroher Hund ist. Ihre gute Laune steckt einfach an und für mich kann es gar nichts besseres geben als genau so einen Hund. :)

    An der Leine erlaube ich selten Kontakt. Meist nur wenn wir Hundefreunde sehen - was nicht oft vorkommt, da wir uns immer gezielt treffen müssen. Hier in der Stadt bin ich ja doch ziemlich alleine mit Ruby und wir treffen zwar bekannte Leute mit Hund, aber davon wissen die meisten, dass Ruby eben sehr hibbelig ist und ich keinen Kontakt wünsche. Andere wiederrum tun so, als wüssten sie es nicht und kennen den Stop Knopf der Flexi nicht.. da nehme ich Ruby sehr kurz und ich ziehe sie hinter mir her, weg vom Hund. -.- Leider alles andere als stressfrei, aber so weit sind wir da leider noch nicht, dass wir an anderen Hunden chillig vorbeigehen können.
    Ruby will immer nur eines: Spielen. Und wenn der andere Hund ebenfalls Interesse zeigt, flippt sie aus. Wenn nicht, klappt es meist sie abzulenken und weiterzugehen ohne großes Tamtam. Letzteres haben wir einem Kurs unserer Hundeschule, aber auch dem monatelangen Arbeiten mit dem Clicker zu verdanken. Ich hoffe, wir schaffen es irgendwann auch mal WIRKLICH entspannt an anderen Hunden vorbeizugehen.

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    Was ich aber noch zu bedenken gebe; du wirst NIEMALS einen Delvin bekommen. Delvin ist Delvin. Jeder Hund hat seinen eigenen Charakter, seine eigene Miotivation, sein eigenes individuelles Ich. Nur weil du dir die selbe Rasse holst wirst du keinen ´Delvin´ bekommen, den Delvin ist einzigartig und du wirst nur schwer enttäuscht werden wenn du nur eine Kopie deiner Mutter ihren Hundes haben willst.

    Ähem .. Devlin hieß er, und nicht Delvin :D Aber ansonsten finde ich diesen Punkt auch ganz ganz wichtig, da es sich für mich auch so anhört, als wenn der oder die TE genau DIESEN Hund toll findet, was ja auch ok ist, aber es gibt ihn kein zweites Mal, auch wenn alle Irish Terrier sich vom Aussehen her ähneln und sicher auch die Grundwesenszüge ziemlich ähnlich sind, dennoch kann und WIRD dein Hund ganz anders sein als Devlin.

    Ansonsten seh ich aber an der Wohnung jetzt auch kein Problem. ^^

    Das ist ein Thema, gegen das man immer wieder ankommen muss, wenn man Menschen um sich herum hat, die von den "alten" Methoden nach wie vor überzeugt sind. Ich sage dann immer, dass natürlich diese ganzen Dinge gut funktioniert haben und auch heute noch würden, aber ICH möchte einen Hund, der gerne mit mir zusammen arbeitet und den ich nicht durch Gewalteinwirkung zu etwas zwingen muss.
    Wenn es zum Großteil dein Hund ist, würde ich also auch einfach damit argumentieren, dass du von deinem Hund keinen strikten Gehorsam ohne Wenn und Aber möchtest, sondern einen treuen Freund, der zwar gut erzogen sein soll, aber eben nicht aus Angst oder mithilfe von Druck. Denn das geht genauso gut, wenn nicht sogar besser. Denn ein Hund, der etwas gerne macht und seinem Halter vertraut, ist viel mehr wert als ein Hund, der durch Zwang gelernt hat. Letztere sind tickende Zeitbomben, da sie die negativen Erfahrungen (z.B. durch Stachelhalsbänder) auch mit anderen Dingen verknüpfen könnten.

    Allerdings sind manche Leute auch einfach nicht von ihrer Meinung abzubringen... :/

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    Hmm. Habe heute auf der Hundemesse 6 gleiche Hunde gesehen
    Sahen aus wie Labbis, aber viel schmäler, auch kein so grosser Kopf und alle schwarz. Was kann das sein? Dachte zuerst an Flat Coated aber die hatten alle Labbi - Fell und nicht so langes. . .

    Schau dir mal Stoke von der Userin Hundekeeeks an, sie hat einen Labbi aus der FT Linie. :) Der ist auch sehr schlank und hat einen schmalen Kopf, würde zu deiner Beschreibung passen.
    Meine Ruby im übrigen zwar auch, aber sie ist ja nicht von so einem Züchter, da war es wohl eher Zufall, dass sie nun so aussieht wie sie aussieht. ^^

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    Die wenigsten Menschen checken das. Ich bin ja fast täglich mit Ruby hier in der Stadt und mittlerweile ist sie vergleichsweise gelassen, aber wenn sie angesprochen wird, wirke ich dem immer mit viel Ansprache meinerseits entgegen. Als Ruby noch kleiner war und dementsprechend noch hibbeliger und aufgeregter, waren die Menschen eher schlimmer. Ein unruhiger Hund scheint also auf "unerfahrene" eher den Eindruck zu machen, dass er lieb ist und man ihn ja ruhig mal locken kann, das ist mein Fazit. (Und natürlich die Tatsache dass Ruby jetzt groß und 'angsteinflößender' ist. (XD ja mein kleines Rübchen... )

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    Boah Nebula, das Bild ist einfach nur bombig! :herzen2: Tolle Idee!

    Ratschläge hab ich auch öfter bekommen, aber mittlerweile (wahrscheinlich weil Ruby älter ist) hat sich das etwas gelegt und wenn doch nochmal was kommt, bin ich da recht schnell im Modus 'Jaja alles klar, ich muss weg'. ;) Versuche gar nicht mehr mich drauf einzulassen, denn das führt eh zu nix, da ich ja eh viiiel zu jung bin um Ahnung zu haben.

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