Beiträge von Srinele

    Zitat

    Das bedeutet, dass ein Hund, der einfach mal Frust aushalten kann, gewalttätig unterdrückt wurde?

    Das ist solch ein Unsinn. Bei mir wurde noch kein Hund mit Gewalt erzogen. Und auch bei vielen anderen Hundehaltern, die ich kenne, nicht.

    Liebe Bubuka, jetzt komm doch bitte einfach mal damit klar, dass ich nicht über dich gesprochen habe. Ich komme vom Land und hier werden noch heute viele Hofhunde ganz schön heftig erzogen. Und ich bin mir sicher, dass ein Hund der so erzogen wird einfach zu unsicher ist um Herrchen einfach mal anzuschreien. Ich habe nicht gesagt, dass ein Hund der Frust aushalten kann, gewalttätig unterdrückt wurde. Aber verdreh mir ruhig die Wörter im Mund. Es ist hier überhaupt nicht die Frage wie DU deine Hunde erziehst oder erzogen hast - das interessiert mich nicht mal ein winziges bisschen.

    Vor 25 Jahren wurden Hunde ohne Box groß gezogen, konnten von alleine zur Ruhe kommen, haben ganz alleine gelernt, mal Frust auszuhalten.
    Gibt es jetzt andere Hunde? Ich glaube nicht. Ich glaube vielmehr, dass die Hunde sich heute an ein Leben anpassen müssen, welches ihnen nicht gerecht wird.

    Jaaa vor 25 Jahren war alles viel viel besser. Vor 25 Jahren, haben hier die Bauern ihren Hund an ne Kette gehängt und da hat der sein Leben gefristet - ohne gesetzliche Regelungen o.ä.
    Klar, die haben gut gelernt Frust auszuhalten. Ich wüsste nicht, an welcher Stelle meine Hunde sich an ein Leben anpassen müssen, das ihnen nicht gerecht wird, aber gut, dass wenigstens du bescheid weißt.

    @ Gefühl: ich geb da jetzt einfach auch mal meinen Senf dazu. Ich hab Bäri auch immer nach dem Morgensspaziergang direkt gefüttert. Und nach dem Abendsspaziergang. Als Hund dann irgendwann beschlossen hat: Nachhausekommen bedeutet Napf wird gefüllt, habe ich beschlossen, dass ich das ändern muss.

    Sie hat nicht randaliert - da ist sie nicht der Typ zu. Sie kam dann einfach nicht zur Ruhe, hat gefiepst, einen angestarrt, sich vor die Küche gehockt etc. Hat mich auch schon genervt, also wollte ich ihr auch einfach die Erwartungshaltung nehmen.

    Seitdem wird hier völlig unregelmäßig gefüttert. Manchmal gibt es die erste Mahlzeit erst gegen 13:00Uhr, manchmal gibt es drin sowieso gar nix, sondern nur auf dem Spaziergang (meistens sogar), manchmal gibt es abends um 23:00Uhr das letzte mal, manchmal gibt es schon um 16:00Uhr das letzte mal.

    Bäri hat sich nach ner Zeit damit abgefunden und fertig. Und jap - Millatierchen hat auch schon mal reingekotzt, weil es zu lang am Stück nix gab - sie ist nicht dran gestorben ;) Seit dem acht ich drauf, dass es abends später nochmal was gibt, oder frühs eher was.
    Aber es muss halt auch mal drin sein, dass Hund morgens nicht sofort was bekommt. Sei es nur, weil sie Durchfall hat, oder weil sie wegen ner OP o.ä. Fasten muss, oder weil sie draußen was gefressen hat, das gefährlich werden könnte o.ä. usw.

    Ich würde da definitiv hart bleiben. In den Fällen wo mein kleiner Wurm gern mal meint randalieren zu müssen, nehm ich ne bestimmte Decke, da wird sie drauf gepackt, dann stell ich mich auf die Leine und da kann sie dann machen wie sie will. Bei Gebell in der Wohnung, werd ich wenn es sein muss auch ruppig. Mittlerweile kennt sie die Decke und ich muss mich nicht mal mehr auf die Leine stellen, sondern sie pennt sofort. (Geht ja in die ähnliche Richtung, wie bei dir das Halsband).

    Übrigens hab ich ja hier einen Furstpudel, der gern einfach mal rumschreit, wenn ihm was nicht passt oder wahlweise auch zuschnappt...

    Ich kann absolut nachempfinden, dass man mit gewissen Hunden an der Frustrationstoleranz üben MUSS!

    Und ich bin auch sicher, dass der "Trend" dazu daher existiert, dass Hunde einfach mehr und mehr nicht mehr gewalttätig unterdrückt werden. Das war vor nicht allzu langer Zeit einfach anders. Natürlich konnte dann ein Hund gewisse Verhaltensweisen nicht ausleben, wenn es sonst "gescheppert" hat.

    Aber ich bin sicher, dass nicht alle Hunde gleich sind. Und Milla ist auch ein Hund der hundert mal nachfragt, ob ich das wirklich ganz hundertprozentig grade ernst meine, oder ob ein bisschen Gebrüll meine Meinung nicht vielleicht ändern kann.