Beiträge von Srinele

    Danke @anfängerinAlina

    1. Wenn dir alles so klar ist, warum überforderst du denn dann deinen Hund? Sorry, wenn man dann versucht was zu erklären. Versteh ich nicht, warum man sich da veralbert fühlt - ist ja wie im Kindergarten. Am einen Tag merkst du er ist überfordert, am nächsten überforderst ihn wieder - na so ganz scheint es noch nicht angekommen zu sein.

    2. Du schreibst, dass es schwierig ist die Balance zu finden und im zweiten Satz lässt du durchblicken, dass dir die Balance eh egal ist, weil du deinen Hund schließlich mitnehmen willst. Sorry, das klingt nicht danach, als wenn du bereit bist dem Hund das zu bieten, was ER braucht. Und wenn das der Fall ist, dann passt ihr vielleicht nicht zusammen. Bevor du den Hund Dauerstress aussetzt, solltest du dich trennen - meine Meinung.

    3. es geht hier nicht um mal Stress. Mal Stress ist sogar positiv. Es geht um Dauerstress. Wenn dein Hund jeden Abend Exzessiv irgendwas zum Rammeln braucht spricht das für eben solchen - und Dauerstress macht krank. Daraus können furchtbare Aggressions- oder Autoaggressionsprobleme entstehen und da ist halt nicht mit Schulterzucken und "tja, der Hund muss halt mit."

    Vielen Dank, @Liv


    Außerdem will ich auch mit dem Hund was unternehmen und nicht nur zu Hause hocken oder nur kurze Spaziergänge.

    Also davon würde ich mich mal ganz schnell freimachen....
    Das ist wirklich was worauf man achten muss. Wenn ich Milla am Wochenende mit zum nem Ausflug nehme, dann mache ich an diesem Tag sonst nichts, auch wenn sie auf Grund von vielen Terminen von meinen Eltern fremdbetreut wird. Da hat die so viel Input mit der ungewöhnlichen Situation, dass es langt für solche Tage.
    Außerdem gibt es, wenn es viel war, am nächsten Tag nen Ruhetag. Für Aktivitäten, bei denen du den Hund dabei haben willst, kann ich dir das Ruheprotokoll von Bina Lunzer ans Herz legen. Ich hab es oben schon mal erwähnt, du hast aber nichts dazu gesagt. Damit kannst du dem Hund helfen auf lange Sicht in allen möglichen Situationen zu entspannen.

    Du sagst, dass DICH dieses Stressgerammel nervt. Aber frag dich doch mal, wie es deinem Hund geht, dass er derartig nicht weiß wohin mit sich. Ich hatte das auch viel mit Milla und habs nicht kapiert. Aber als mir mal bewusst wurde, wie es ihr in diesen Momenten geht, hab ich mich einfach schlecht gefühlt und da muss man sich nun mal an den Hund anpassen. Nur weil ein anderer Hund nicht problematisch wird, heißt das im Übrigen nicht unbedingt, dass wir ihn nicht überfordern. Aber ehrlich: da musst du Verständnis für deinen Hund aufbringen und Rücksicht nehmen.
    Falls das für dich so gar nicht in Frage kommt und danach hört es sich grade an, würde ich dem Hund ein anderes Zuhause suchen. Denn Dauerstress macht auch einen Hund krank - und zwar wirklich krank. Wenn das also ein regelmäßiger Zustand ist, dann ist das echt nicht ohne.

    Ich finde es nicht so schlau, dass du ihn hast laufen lassen am Kinderspielplatz. Er lernt ja so, dass sich das Verhalten lohnt - du hast es positiv verstärkt. Ich würde sowas nicht mehr machen.

    Ein Leinenspaziergang bedeutet für einen reaktiven Hund Impulskontrolle, Impulskontrolle, Impulskontrolle.
    Impulskontrolle steht dem Hund aber nur in begrenztem Maße zur Verfügung, sie ist endlich. Irgendwann ist das Maß voll. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass das hier der Fall war.

    Ich hab deshalb auch schon oben drauf verwiesen, dass du wirklich genau darauf achten musst, WAS könnte jetzt hier anstrengend für den Hund sein, was sind Reize, die er zu verarbeiten hat - und dann eben die Runde rechtzeitig beenden.

    Evtl. wäre ein Entspannungssignal was für euch.

    zwischen 30min und 2h gibt es ja auch noch viel ;)

    Klar, das ist ja das schwierige bei solchen Hunden, dass der Grat schmal ist.... Deshalb sollte man mithilfe der Löffeltheorie auch ganz genau überlegen, "was war heute?" und dann anpassen. Tagebuchführen hilft auch ungemein, einfach um Zusammenhänge besser zu erkennen. Wenn ich nen Hund zum Spielen treffe, dann geh ich halt nur 40min gassi und abends dafür ein bsischen länger. Wenn wir alleine durch die Einöde stapfen ohne viele Jagdauslöser, dann geh ich gerne mal 1 1/2.
    Wenn wir den Hasshund meiner großen Hündin treffen, dann kann ich gerne direkt 15min abziehen.......
    Das ist mein Tipp an dich, dass Ted nicht am Abend solche Probleme bekommt.....

    Lass ihn doch faulenzen, wenn er will! Ich würde da gar nicht so viel erzwingen wollen. Meine große Hündin mag auch nicht immer bei Hitze, dann kehren wir auch manchmal nach 10min um und gehen ein bisserl in den Garten oder direkt nach drinnen.

    Es ist ja eigentlich egal, warum sich Ted ausgeruht hat. Fakt ist, dass er ausgeruht hat --> es hat gelangt, dann sollte man einfach nach Hause gehen und dem Hund seine Ruhe geben.

    Du hast das richtig erkannt @Tastatur bei so stressanfälligen Hunden muss man aufs Stresslevel achten, sonst bekommt man eben die Quittung dafür.

    Ich hab auch so nen Hund. Ein kleines Pudele (also nix mit BC oder so).

    So lange Spieleinheiten wären für meine auch zu viel. Genauso wie zu wildreiches Gassigebiet oder zu viele Leute aufm Spaziergang. Da heißt es dann anpassen. Man muss sich überlegen, wie man Spaziergänge (oder Spieleinheiten) anpasst.

    http://markertraining.de/die-loeffelthe…oeffel-mehr-da/
    Da findest du eine schöne Theorie, die dir hilft das zu verinnerlichen. Und man sollte dann bewusst drauf reagieren, wenn man merkt der Spaziergang war anstrengender als sonst - Runden abkürzen / anpassen.

    Wenn Ted sich sogar während der Spielzeit immer wieder hingelegt hat, dann war das schon ein deutliches Zeichen, dass er eigentlich genug hat. Da wäre (meiner Meinung nach) der Zeitpunkt gewesen nach Haus zu fahren.
    Haushunde wurden über so lange Zeit hinweg darauf selektiert, dass sie ihr natürliches Ruhebedürfnis ignorieren, dass wir heute die Quittung dafür haben: man muss den Hunden genug Möglichkeiten zum Ruhen geben. Und manche Hunde neigen eben besonders dazu sich zu übernehmen oder sind generell eher reizempfänglich und reaktiv und da gilt es eben genau drauf zu achten, sonst zeigen sie so "neurotisches" Verhalten.