Beiträge von Srinele

    Ich würde dir einen erwachsenen Hund empfehlen, bei dem du ein bisschen eine Einschätzung bekommt, ob das Leben zu ihm passt.
    Ich finde es auch eine tolle Sache, wenn Hund mit zur Arbeit kommt - aber, das ist auch nicht für jeden Hund das Wahre. Manchen Hunden ist das auch zu turbulent / sie kommen schlecht zur Ruhe o.ä.
    Ich würde auch auf jeden Fall schauen, dass es keine "Spezialistenrasse" ist. Grade diese sind oft nicht so diese "Nebenherläufer", die man easy-going überall mitnehmen kann.

    Ein Welpe macht nicht "mal" auf den Boden, sondern ein Welpe muss echt dauernd raus um die Stubenreinheit zu lernen - das muss einem klar sein. Manche Hunde ham das fix raus und manche brauchen echt ne Zeit.... Bei meiner kleinen Hündin hat am Anfang alle 2-3h nicht gereicht, da waren es eher alle 1-2h..

    Außerdem hast du bei einem erwachsenen Hund schon nen Erfahrungswert, wie es mit dem Autofahren klappt - was ja in deinem Alltag ne wichtige Rolle spielt.

    Von erwachsenen Hunden lassen die Leute leichter die Finger, dass der Hund seine Ruhe hat und noch wichtiger: einem erwachsenen Hund fällt es viel leichter selbst zu ignorieren. Ein Welpe lässt sich halt doch leichter "ablenken".

    Meiner Erfahrung nach lassen sich eben auch nicht alle Welpen so leicht in einen Tagesablauf integrieren, wie ein erwachsener, in sich ruhender, voll entwickelter Hund.
    Ein Welpe will dann aufdrehen, wenn er seine 5min hat, dann spielen, wenn er will, dann jammern, wenn die Zähne weh tun, dann aufs Klo, wenn er muss, dann was essen, wenn er Hunger hat, dann Aufmerksamkeit, wenn ihm langweilig ist - etc.etc.. Ein Welpe muss noch lernen nicht zu nagen, nicht zu zerstören etc..... damit hat man eine ganze Menge zu tun, wie ich finde. Auch wird so ein Welpe zum Junghund, in der Zeit sind die auch öfter nochmal "unstabil". Meine Milla hätte sich nicht besonders leicht in so einen Büroalltag integrieren lassen. Gibt aber sicher auch andere Fälle - aber das Risiko ist meiner Meinung nach beim Welpen höher.

    Ein erwachsener Hund, der umweltsicher ist und gut zur Ruhe kommen kann, passt da aus meiner Sicht besser.

    Gegen den Pudel spricht meiner Meinung nach nichts (der Pudel hat das gleiche Schlafbedürfnis, wie alle anderen Hunde - ich kann Pauline da also ganz und gar nicht zustimmen) - ich würde in diesem Fall aber weniger nach einer konkreten Rasse suchen, als nach einem geeigneten Hund, der gut in der Lage ist den Büroalltag zu meistern ;)

    Viel Spaß bei der Suche und eine erfolgreiche Eingewöhnung!

    Also es ist nun mal Fakt, dass du dir eine Rassemischung angeschafft hast, wo vorher klar war, dass das mit gewisser Wahrscheinlichkeit kein Hund wird, der nebenher läuft.

    Es ist nicht unwahrscheinlich, dass sich das Jagen auch deutlich abschwächt, wenn das Gesamtstresslevel des Hundes runter geschraubt wird. Sein Nervenkostüm wird besser, seine Impulskontrolle wird ausbaufähiger - das hilft dir, um den Hund besser kontrollieren zu .
    können.

    Ich schreibe dir mal hin, was ich mit meinen Hunden mache - meine kleine Hündin ist "nur" eine Pudelhündin, die aber sehr reizempfänglich und reaktiv ist, mit der ich ganz ganz ähnliche Probleme hatte, die du hier beschreibst.
    Ich gehe morgens 20-30min, in diesen 20-30min lege ich grade mal circa 1,5km zurück, die Hunde bekommen vieeeel Zeit zu schnuppern, ihre Geschäfte zu erledigen und wir machen Bummelzeit.
    Nachmittags mache ich einen Spaziergang von ca 50-60min, je nach Geschehnissen auf dem Spaziergang ist es auch mal nur ne Dreiviertelstunde oder es geht etw. über die Stunde hinaus. Da Milla ein jagdtriebiger Hund ist, wird auf dem Spaziergang zwangsläufig geübt / gemanaged. Wir legen grade mal etwa 3-3,5 km zurück. Sie bekommt aber konkrete Aufgaben bei denen sie Gas geben darf und wenn wir passende Hunde treffen, darf sie natürlich auch toben - aber ich kürze dann bei Bedarf ab.
    Abends mach ich eine 500m Runde zum Tütencontainer und zurück. 2x die Woche haben wir Training auf unserem Privathundeplatz, mit der Pudelin entw. longieren oder Rallyobedience - in ihren Pausen ruht sie.
    Begleiten mich die Hunde zu größeren Events oder zu größeren Ausflügen / Wanderungen, dann gibt es auch mal einen Ausruhtag.
    Früher lief das hier ganz anders ab. Auch mich hat es viel gekostet so viel umzuändern - ABER ich habe nun keinen Hund mehr, der unkontrolliert im Garten oder auf Spaziergängen abdreht, wie ein gestörter, der mich beim Agility ins Bein hackt, weil ich übertreibe, der nicht angebunden werden kann ohne zu schreien, wie am Spieß, der kleinere Hunde mobbt, weil er sich nicht zurückhalten kann, der sich beim Spaziergang hunderte Meter von mir entfernt, etc.etc.......
    Natürlich gehört auch noch sonstige Arbeit dazu - wir haben sehr sehr viel gearbeitet und vor allem ich an mir selbst. Aber ich vermisse es nicht, dass ich meine 8km pro Spaziergang nicht mehr im Stechschritt durch den Wald hetze, weil ich sehe, dass ich einen ausgeglichenen, coolen Hund habe.

    So sieht mein Hund heute aus, wenn er beim Training Pause hat, die Aufnahme entstand gestern:

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    Noch vor einem Dreiviertel Jahr hat meine Hündin Wellen, Regentropfen, Würmer gejagt, wie eine Irre ihren Korb umgegraben und gebellt, sie hat sich nur im gestreckten Galopp bewegt, da war dies für mich ein gewöhnliches Bild - das war abends ihr Standardprogramm. Und nur ums klarzustellen: dafür gab es keinen Auslöser, sie schlief im Haus meist, meine große Hündin auch, bei der Aufnahme sitze ich auf meinem Bett und arbeite am Laptop. Das ging fast täglich so - heute zeigt meine Hündin das nicht mehr. Sehr selten zeigt sie einen Anflug davon und das stets nach Tagen, wo ich bereits weiß, dass es zu viel war, weil es unvermeidbar war (bspw. Fremdbetreuung).
    Die Aufnahmen sind von Anfang Dezember des letzten Jahres.

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    Ich stimme dir zu, dass nicht jedes Rammeln auch Stressrammeln ist.

    Dass dein Hund unterfordert sein soll bezweifle ich einfach auf Grund der Zeiten, die du hier schreibst. Da müsste der Hund schon enorm aus dem Raster fallen.
    Gestern 2h an der Leine plus mindestens nochmal 2x 30min plus evtl. eine Abendrunde oder so - das ist schon ordentlich Programm.
    Heute annähernd (?) eine Stunde pro Gang (was heißt schon weniger..) - die Woche schon Toberunden von ner Stunde mit anderen Hunden - an Unterforderung glaube ich hier sowas von gar nicht.
    Ich würde dir empfehlen weniger einzelne Tage als Anhaltspunkt zu sehen, als das große Ganze. Von einem Tag zu wenig - was ja deine Theorie ist - fängt für gewöhnlich ein Hund nicht an auffälliges Verhalten zu zeigen, weil er nach Beschäftigung lechzt.

    Nochmal zur Klarstellung: ihc habe nur im Kontext zu einer Abgabe geraten, dass permanenter Stress als Dauerzustand hingenommen werden soll.

    Nach einem Tag könntest du das gar nicht beurteilen. So ein Verhalten festigt sich und ritualisiert sich, wenn er das öfter macht. Du müsstest also wenn überhaupt das über längere Zeit durchziehen. Wenn du meinst du kommst so an ein Ziel, wünsche ich viel Erfolg - einfach dem Hund sein Ventil verbieten...

    Und übrigens sind 2x 30min - je nachdem, wie viel Zeit der Hund zum Ausruhen hatte, gar nicht so wenig. Aber jeder ist seines Glückes Schmied.

    Ich wünsche dem Hund, dass erwachsen werden ausreicht um sein Problem zu lösen!

    Ich denke manchmal auch dass mir jetzt dann das Gesicht einschläft, weil ich Naama noch nicht ewig weit mitschleppen kann. Ich empfinde unsere Spaziergänge auch nicht täglich als Highlight... aber das ist jetzt halt so. Der Hund wird älter und alles wird besser, aktuell muss ich es einfach durchstehen. Und nicht nur ich, Hundchen ja auch.

    :gut: Super Einstellung. Es ist nicht immer einfach mit so ner Sorte Hund, die halt reizempfänglich sind. Aber es ist schaffbar und man bekommt immer mehr Übung, dass es alltäglich für einen ist. Für mich fühlt es sich nicht mehr wirklich an wie eine Umstellung - ist halt irgendwann normal! Und die Hunde werden automatisch stabiler und man kann dann auch die eine oder andere Ausnahme machen und den Hund wieder mehr belasten.

    Genau @BeatricemitNaama du hast verstanden, wie es gemeint war - wenn man nicht bereit ist auf die Bedürfnisse des Hundes einzugehen - die in diesem Fall vielleicht schwerer zu bewältigen sind, als andere - dann kanns nicht klappen, so dass es für alle passt.

    Das Ruheprotokoll gibt es nur als eBook bei Amazon,

    Falls du keinen Kindle hast, kannst du dir diese eBook-Reader-App runterladen
    https://www.amazon.de/gp/digital/fio…cp_ipad_mkt_lnd

    Was mich aufgeregt hat war diese Leichtigkeit mit der die Abgabe in den Raum gestellt wird. Raten, einen Trainer hinzuzuziehen hätt ich ja noch verstanden (geh ja schon mit dem Gedanken schwanger, einfach um sicher zu gehen). Aber neeee, da werden die letzten Post auseinander gepflückt, genau auf Formulierungen geachtet und einfach so geurteilt.
    Man hat den Hund hier nie gesehen, man kann nur anhand dessen urteilen was ich schreibe. Der Hund ist keine Gefahr für andere und da wird Abgabe in den Raum ge- und Desinteresse vorgeworfen?!

    Was mich aufregt ist die Leichtigkeit mit der DU hier über das Problem deines Hundes urteilst a la "und wenn schon, ich will ihn ja mitnehmen".
    Was würde da ein Trainer nutzen, wenn du ja doch nicht vor hast ihm was zu erleichtern!?

    Natürlich kann der Hund bei gewissen Aktivitäten in Stress verfallen, aber erstens kann man genug tun um diesen zu minimieren (s.o. das Ruheprotokoll oder das Entspannungssignal - solche Tipps werden aber nicht kommentiert, bzw. vielleciht fühlst du dich dabei ja auch veralbert, wer weiß das schon) und zweitens kann man durchaus schauen, dass nicht dauernd was sein muss.
    Wenn dem Hund das generelle Stresslevel gesenkt wird, dann wird sich auch sein Nervenkostüm bessern und er wird nicht immer bei allem so oben raus sein. Aber da muss man halt was dafür tun - das sich für dich anfühlt, als würdest du ihn wie einen 8jährigen Hund behandeln. Und eben WEIL der Hund sich sogar noch in der Entwicklung befindet, solltest du vermehrt darauf achten, dass er genug Pause hat um seine Erlebnisse zu verarbeiten.
    Wie ich auch oben schrieb, dauerhafter Stress kann sehr viel schlimmere Probleme nach sich ziehen..... und wenn man nicht bereit ist darauf einzugehen, was die Bedürfnisse des Hundes sind, dann passen dieser Mensch und dieser Hund ggf. nicht zusammen.