Beiträge von Srinele

    Das ist witzigerweise der Grund warum ich zum Kochen gekommen bin.

    Weil unser FUtterlieferant und hat sitzen lassen, hat meine Ma die Hunde bekocht - sehr kohlenhydratlastig.
    Nach etwa 10 Tagen haben sich Millas Verhaltensauffälligkeiten um ein vielfaches gebessert. Seit diesem Tag koche ich - keine Zwangsneurosen mehr.
    Ich drittel die Mahlzeiten: 1/3 Fleisch, 1/3 Kohlenhydrate, 1/3 Gemüse.

    Vielleicht ein Trainer, der ehrlich ist und die aktuelle Situation weder für Mensch noch Hund beschönigt?

    Die soll es ja auch geben. Die Argumentation hier bei dem Fall kann ich schon nachvollziehen. Sie, also die Trainerin, möchte sicher nicht im Nachhinein die jenige sein, die nicht vor einem solchen Geschehen gewarnt hat.

    Ob es wirklich eintritt, ist ja dahin gestellt.

    Meinte eigentlich den Diensthundetrainer, über den die TS schrieb, dass der Verein rät den Hund dort hin zu geben.
    Gegen den Vorschlag den Hund ganz herzugeben habe ich gar nix. Ham ja den Hund nicht gesehen, aber von Vorgehensweisen war halt bisher auch nicht die Rede.

    Ja aber auch da: sie meint die Trainerin war so kompetent. Ich habe nirgends was gelesen, wie an dem Problem gearbeitet wurde!?
    Oder hab ich das irgendwie ausgeblendet?

    EDIT: und was ist das für ein Trainer, bei dem man den Hund "abgibt"?

    Hä? Im Eingangspost schreibst du, dass euch die Organisation keinen guten Eindruck macht. Nun willst du aber Rat von denen!?

    Und was heißt nicht noch 100 Sachen ausprobieren?

    Was habt ihr denn bisher KONKRET getan?

    Habt ihr mal ein schnödes Desensibilisierungsprogramm versucht?

    Klingel schönfüttern, Besuch bestellen, der mit Keksen "um sich wirft"?


    WAS wurde denn bisher getan!? Außer Agility natürlich....

    Die wären bei mir nicht mehr ohne Aufsicht. Entweder würde sich der Rüde bei mir aufhalten, dass ich ihm SChutz geben kann, oder die Hündin, damit ich sie in ihre Schranken weisen kann.

    Ehrlich gesagt tut mir der Rüde leid. Wobei ich glaube, dass auch die Hündin nicht grade "ausgeglichen" sein kann. Ist sie vllt unterfordert?! Das ist ja schon ne "Mammutaufgabe" nen anderen Hund dauerhaft und langanhaltend zu mobben. Vielleicht braucht sie mal irgendne Beschäftigung, die sie müde macht, wo sie ihre Energie los werden kann!?

    Wenn der Rüde klein ist: ggf einen Platz für ihn schaffen, wo sie nicht hin kann? Entweder erhöht irgendwas oder evtl durch Türgitter getrennt?

    Hängt wirklich etwas vom Hund ab. Der Idealfall ist, dass der Hund so lange gucken oder ner Spur nachschnüffeln darf, wie er möchte und dann seine Belohnung "einfordert".
    Deshalb hab ich das acuh mit dem Signal verknüpft. Meine kleine zeigt an, ich gebe das Signal, gerät sie doch kurz ins rennen, kann ich sie mit "scaaan" abstoppen, aber ohne, dass sie sich wegorientieren oder gar zu mir kommen muss. Sie geht dabei bis max. 10m in den Wald hinein und meist braucht sie keine Erinnerung, sondern schaut ne Weile und holt sich dann ihre Belohnung.
    Das hat natürlcih acuh was mit trial und error zu tun, denn natürlich lief sie zu Anfang an ner Schleppleine. Ist sie Vorgestanden und hat sich dann orientiert, gabs ne Hetzbelohnung bei mir. Ist sie losgesprintet, ist sie nur in der Leine geendet und es gab auch keine Belohnung.

    Zu Beginn habe ich aber das Anzeigen / Vorstehen / Fixieren beklickert, da meine es von sich aus quasi nicht in ihrer Jagdsequenz gezeigt hat. So konnten wir es ausbauen, mit Signal versehen und nun kann man es ganz ordentlich brauchen.

    Meine ist allerdings eine Kandidatin, bei der Jagdverhalten proportional zum Stresslevel steht. In nichtstressigen Zeiten hat sie wenige Jagdauslöser, also so einen pro Spaziergang oder so.

    Eine komplette Jagdsequenz sieht ungefähr so aus:

    Orten, fixieren, beschleichen, hetzen, packen, töten, zerlegen (nun grade nur aus dem Kopf).

    Bei jedem Hund sind die einzelnen Bauteile unterschiedlich groß ausgeprägt (zum Teil Rassebedingt, zum Teil auch individuell gesehen).

    Man macht aber nichts verkehrt, wenn man diejenigen Bausteine, die in der Realität unerwünscht bis unmöglich sind, bei sich anbietet als Belohnung. Hetzen, packen, töten, zerlegen würde ich dementsprechend bei mir anbieten.

    Es ist für den Hund eine sinnige Form der Belohnung, wenn die weiteren Bausteine nachfolgend eingesetzt werden. Andere Formen der Belohnung können für den Hund enttäuschend sein. Wenn ich bspw. ein fixieren mit einem Futterstück belohne, kann dies je nach Hund eine große Enttäuschung sein. Er erwartet / wünscht als nächstes zu hetzen (--> Dopamin), bekommt statt dessen Futter (--> beruhigendes Endorphin). Ich habe für mich daher mal beschlossen "auf ein Fixieren kommt ein Hetzen" (erst mal egal in welcher Form - und sei es nur ein geworfenes / gekegeltes Futterstück. So habe ich auch mit meiner Hündin gearbeitet. Sie darf so lange fixieren, wie sie möchte, fordert sie ihre Belohnung ein, ist dies aber eine Hetzbelohnung und im besten Fall wird noch gezergelt und geschüttelt, oder sie legt sich gerne hin und kaut drauf rum.
    Die Vielfalt von Hetzbelohnungen ist aber groß. Es muss nicht immer größtes Geschütz aufgefahren werden, aber bei einem Hund, der sich den Dopamikick vom Hetzen erhofft, kann die Dauerberuhigung schön nach hinten losgehen.

    Um zu umgehen, dass der durch häufige dopaminlastige Belohnungen immer mehr gepusht wird, ist es sinnig den Hund danach wieder herunterzufahren. Also nicht ein 30m Ballwurf, dann Ball in die Tasche und dann weitergehen.
    Bei uns sieht das Runterfahren in etwa so aus (mal angenommen, wir sind beim pushendsten - Ballwurf auf 30m):
    Dann gibt es noch ein paar kleinere Ballwürfe, dann wird der Ball nur noch abgelegt, dann wird Futter erst weit geworfen, bis sie von sich aus lieber das Futter nimmt, dann wird Futter wenig weit geworfen, dann wird Futter auf den Boden gelegt, dann wird aus der Hand gefüttert, dann gibt es das "vorbei-Signal" und dann wird noch der Popo gekrault und DANN setzen wir unseren Spaziergang fort. Zu Anfang kann es bei nem Spielzeug Hund sehr lange dauern, bis er sich fürs Futter interessiert und das Spielzeug lässt, aber das pendelt sich ein, wenn der Hund das Runterfahren kennt.

    Ich finde @Nesa8486 du hast schon ein recht gutes Gefühl für den Hund und die Jagdproblematik. Hab ja weiter oben schon geschrieben, wie ich weitermachen würde und das wäre auch nach wie vor mein Rat so vorzugehen.
    Generell stimme ich @muecke aber vollkommen zu, auch Entstressung kann bei jagigen Hunden wichtig sein, da Stress eine der vorgehenden Komponenten ist, der auf Jagdproblematik einwirkt. Heißt je nach Hund: wenig Strecke, viele gleiche Strecken, nicht unnötig pushen, aber wenn dann runterfahren beachten, Ruhe und Gelassenheit ausstrahlen, viele Bummelzeiten, aber auch viele "Beobachtungszeiten" (wie du sie ja auch schon hast). Aber dein Hund klingt nicht sonderlich gestresst, wenn er Beobachten so schon von sich aus anbietet.

    @Nesa8486 Wild beobachten finde ICH ganz ganz klasse!!! Finde also überhaupt nicht, dass du das falsch machst.
    Ich bin ein großer Fan davon den Hund so lange beobachten zu lassen, wie er möchte. Er verarbeitet in der Zeit, das ist auch auslastend und belohnend für den Hund. Das fixieren ist ein Baustein in der Jagdsequenz und diese Bausteine sind für gewöhnlich selbstbelohnend. Wenn das Fixieren so ausgeprägt ist bei deinem Hund, dann finde ich das ganz klasse und würde viel mit ihm gemeinsam beobachten, wie du schreibst.

    Würd das zusätzlich noch unter Signal stellen. "Scan" zum Beispiel. Also der Hund beobachtet, du sagst leise und unaufgeregt, "scaaan", markerst und bietest eine Belohnung oder verbales Lob + weitergucken an.
    Finde ich ganz toll, dass dein Hund das schon so viel mitbringt und dass du das gleich gut mit ihm einsetzt!