Beiträge von Srinele

    Warum sollte der Hund keine Erwartungshaltung haben. Genau DAS macht ja sein Leben "berechenbarer".

    Ich würde dringend empfehlen einen einigermaßen festen Tagesablauf zu etablieren (soweit das iiirgendwie möglich ist) und dem Hund mehr Routine geben.
    GLEICHE Runden (morgens die gleiche, abends die gleiche, mittags die gleiche). Zusätzlich kann man Gassirunden "strukturieren". Spielzone, Futter-such-Zone, Beschäftigungszone oder oder oder.

    Schaut so aus, als geht es dem Hund ziemlich schlecht.
    Du schriebst weiter oben, dass er das gestreichelt werden nicht mochte, aber es auch nicht hasste. Woran machst du das fest? Ist das dein erster Hund? Bist du mit dem "Kleingedruckten" der Hundesprache vertraut?

    ich finde dein verhalten gut und würde mal ein tägliches Trainingstagebuch führen um erst mal “fundierte“ Tatsachen über ihre Entwicklung zu kennen!
    Und erst dann würde ich überlegen, was du ändern möchtest. Kenne das, dass man oft auch nicht mitbekommt, wie sich der hund eig entwickelt

    Gut, da es mehrere interessiert, bin ich so frei und werde mal kurz off-topic.

    Erst ne kurze Beschreibung von der "vorher-Milla". Milla war von Anfang an ein Hund, der soooo Schwierigkeiten hatte Ruhe zu halten. Ich habe unzählige Male gesagt, dass der Hund einfach nicht normal ist. Ich hatte immer nen ganz guten Vergleich, weil ich zwei ihrer Schwestern sehr gut kenne.
    Sie war immer ein Hund, der super gefallen wollte und auch super gehört hat, da ich immer sehr engagiert war. Aber wenn sie "durch" war, war sie "durch". Wo das Überdrehen durch Müdigkeit vllt. bei anderen Hunden mit zunehmendem Alter abnimmt, war das bei Milla gar nicht der Fall. Nachdem ichs mal geschnallt habe, hab ich den Hund geschont, geschont, geschont. Wenn wir Schwiegereltern besucht haben, gab es kein Gassi, wenn wir im Hundeverein waren, gabs nur zusätzlich Pipi im Garten etc. Konnte ich diese Striktheit durch den Alltag nicht garantieren, brach abends immer Zwangsverhalten aus ihr heraus. Sie hat sich dann minutenlang bellend im Kreis gedreht, ist in ihrem Korb ausgeflippt, hat sich selber fest gezwickt, Schwanz gejagt etc. Dabei hat sie ganz große Pupillen bekommen. Ich habe immer mein möglichstes getan und unser Programm sehr weit reduziert. An manchen Tagen - je nach Umwelteinflüssen - war unsere "große" Runde nur 30min lang. Parallel habe ich viel mit ihr erarbeitet. Konditionierte Entspannung, Ruhedecke, Erregung senken, etc. pp.
    Ich hatte aber die Hoffnung, dass es mal irgendwann besser wird. Aber nix da. Ich hatte sogar das Gefühl, dass ich gegen Windmühlen kämpfe. Also hab ich uns zu nem Termin bei einer Verhaltenstierärztin angemeldet.

    Tja, was soll ich sagen paar Wochen vor dem Termin hat uns unser Futterlieferant im Stich gelassen und die Hunde wurden bekocht von meiner Mam. Ganz freischnautze. 1/3 Kartoffeln, 1/3 Fleisch, 1/3 Gemüse. Eher mehr Kartoffeln als Fleisch.
    Joa, nach 10 Tagen war der erste Tag, dass wir einen langen anstrengenden Tag hatten und da man Hund mittlerweile ja kannte, habe ich mich abends drauf eingestellt, dass das "Theater" wieder los geht. Aber Milla hat sich hingelegt und gepennt. Habe mich dann erinnert an ein Buch, das ich mal gelesen hatte "die Neuropsychologie des Hundes". Da gibt es ein Kapitel, in dem es um Serotonin-Mangel geht. Dieser kann unter anderem ein Grund für Hyperaktivität oder Stressempfindlichkeit sein. Da wird auch auf die Ernährung eingegangen und dass Kohlenhydrate über ein paar Ecken den Serotoninspiegel anheben können. Also die Probe aufs Exempel gemacht und den Hund "belastet" am nächsten Tag. Haben ne Runde Dummytraining gemacht UND Mäusebuddeln + Gassi. Ein No-Go bis dahin!!!! Aber wieder nix, Milla war super ausgeglichen. AUch merkte ich draußen, dass sie einfach gelassen wurde. Die kann nun auch mal stehen bleiben und cool von was Notiz nehmen, ohne schon aufm halben Weg dahin zu sein oO
    Auch die Jagerei hat sich im Grunde damit komplett gegeben. Klar, wir haben auch ein solides AJT gemacht über die Jahre, aber das hat nun echt den letzten Schliff gegeben.

    Seit dem Tag X hat Milla nicht ein einziges Mal ihr extremes Zwangsverhalten gezeigt (es war iwann im November).

    Sie ist mittlerweile belastbar, ich brauche mir keine riesen Gedanken mehr machen, sie ist super cool, sie hört schlechter xD - da nicht mehr unter Dauerstrom, aber was glaubt ihr, wie ich mich daran freuen kann :D

    Ich habe den Termin bei der Verhaltenstä. trotzdem wahrgenommen, sie hat mich darin bestärkt und ich koche nach wie vor für die Hunde. Sie fand unseren Fall ganz cool, da bei uns Trainingstechnisch eig alles ausgeschöpft war bis dahin und man so die Ernährung als einzelnen Effekt betrachten konnte. Normalerweise schraubt sie bei "Patienten" parallel an der Ernährung und am Alltag der Hunde.
    Achja: an Bäri hat sich nix verändert, also es ist definitiv nicht der Fall, dass ich ihr irgendwie zu wenig Energie füttere oder so....

    Joa, riesen Roman, aber das ist eben so unsere Erfahrung und es ist kein Hexenwerk und Milla geht es SAUgut <3

    Es gibt aber schon wirklich extreme "Bomber-Rassen" und welche die dafür nun nicht ganz so sehr prädestiniert sind. Würde da bspw. vieeeel eher nen Großpudel dazu nehmen (das sind nun eben zwei Rassen mit denen ich viele Erfahrungen habe). Mit denen kannste auch alles an Hundesport machen.

    Windspiel + Labbiwelpe (und später Junghund) wäre ich auch gaaaaaanz vorsichtig!!!!!

    Ich kann mal von meinen Erfahrungen berichten. Milla ist ja ein Kleinpudel, knapp 10kg und super selbstbewusst, die kriegt alles und jeden i.d. Griff und ja, man muss auch das ein oder andere Wesen vor ihr schützen. Sie hat sich schon als Welpe meine Bäri "zurechterzogen".

    Ne bekannte von mir hat grade nen Labbijunghund. Als der Labbi Welpe war, haben wir ncoh schön drauf geachtet, dass Milla nicht zu grob mit ihm umspringt, weil sie auch im Spiel echt ruppig werden kann, wenn ihr was nicht passt. Es vergingen 2 Wochen, in denen hat der Labbijunghund meine Milla an Gewicht überholt. 17kg "gegen" 10kg und es war vorbei mit lustig. der Labbi hat meine Milla über die Wiese gebombt, dass es nimmer feierlich war und Milla hat den nicht zurechtgewiesen bekommen. Der Labbi hat sein Gewicht eingesetzt (mit Rückruf war dann auch nix mehr) und meine Hündin kam nur unter die Räder. Obwohl sie wie gesagt äußerst geübt ist auch größere Hunde in ihre Schranken zu weisen. Aber wir mussten ohne Scheiß den Hunden über die Wiese nachrennen um dem ganzen ein Ende zu machen.
    ICH würde es nicht tun, grade als pubertäre Junghunde können Labbis MEGA die Dampfwalzen sein und da kriegt ein kleiner Hund kein Fuß mehr auf die Erde. Ein Windspiel da im gleichen Haus zu halten? Wäre nicht meins.

    Ich liebe Labbis, und ich empfehle sie gerne. Aber Labbiwelpe (später Junghund) und Windspiel finde ich eine mega ungeeignete Konstellation.

    @saminsi

    Habe ja auch ganz klar einen "weniger ist mehr" Hund. @Gefühl bei uns hat die Ernährungsumstellung nen RIESEN Erfolg gebracht. Vllt wäre das auch was für euch? Du Barfst Ruby doch, oder? Falls du Interesse hast, dann schick mir ne PN, dann kann ich dir von meinen ERfahrungen berichten

    Liebe(r) @Boomerang deine Argumentation besitzt keinerlei Logik.
    KLAR kann ein Hund lernen mit solchen Situationen klar zu kommen. Nur muss dieses "Klarkommen" nicht unbedingt so aussehen, wie ich es mir wünsche.

    Jaaa, meine Große hat auch ein Unsicherheitsproblem aufgrund MASSIG schlechter Erfahrungen. Klar, die stampft einfach alles in den Boden, was sich ihr nähert. Jo - aus ihrer Sicht kommt sie nun mit den Begegnungen wunderbar klar. Sie hat sich selber geholfen und handelt selbstständig. Mit fast 35kg geht diese Theorie in den meisten Fällen auch erfolgreich auf.

    Genaaaau das, was man will.