Zitat
Ich weiß nciht was für Hunde ihr habt, was für Erfahrungen.
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Hallo Sarah,
ich habe 2 sehr menschenbezogene Hunde die niemandem etwas tun,
aber einer davon ist ein Jagdhund.
Was bedeutet das?
Das bedeutet, dass mein Beaglemix nur zu etwa 30% abgeleint werden kann, in der Brut-und Setzzeit fast gar nicht.
Sie ist an der SL oder im Dunkeln an der Flexi.
Diese Verantwortung bin ich meiner Umwelt und auch ihr schuldig, denn sie könnte unerlaubt jagen gehen und dabei z.B. einen Unfall verursachen, oder von einem Jäger erschossen werden.
Was will ich damit sagen:
Ich weiss zu gut wie es ist wenn man seinen Hund auslasten und ihm ein glückliches Leben ermöglichen möchte!
Ich weiss auch wie es ist wenn man unbedingt erreichen möchte dass der Hund abgeleint werden kann.
Ich habe trotz unendlich langen Trainingsphasen lernen müssen, dass es Hunde gibt die man nun mal absichern muss.
Das wurde mir schon in der 1.Traingsstunde von der Trainerin als Prognose dargestellt als sie Bonny kennenlernte, aber ich wollte es fast 2 Jahre lang nicht wahrhaben.
Mittlerweile haben meine Bonny und ich gelernt damit zu leben.
Wir gehen 2 mal die Woche auf den Hundeplatz, wo sie sich
auf 5.000 qm richtig austoben kann, ansonsten beschäftige ich sie z.B. mit Dummytraining.
Ich denke, dass sie sich trotz Leine wohlfühlt und ein gutes Leben hat.
Meine Meinung ist, dass Dein Hund an die Leine gehört, sobald auch nur die Möglichkeit besteht, dass ein fremder Mensch in seine Nähe kommt!
Was glaubst du was passiert, wenn er mal richtig zubeisst?
Das kannst Du nur ausschliessen, in dem Du ihn anleinst.
Zum Schutz der Menschen die evtl. gefährdet wären, und zum Schutz Deines Hundes.
Denn wenn er jemanden ernsthaft verletzen sollte und angezeigt wird, wären Leinen-und Maulkorbzwang das Harmloseste was auf Euch zukommen kann!
Denk bitte mal darüber nach.
Es gibt Schlimmeres als seinen Hund anzuleinen.
Da kann ich Dir nur Mut machen.
Für uns Jagdhundhalter ist es was Selbstverständliches unseren Hund abzusichern wenn wir ausschliessen wollen dass was passiert, warum also nicht für Dich?
Ich finde es sehr gut, dass Du zu Deinem Hund stehst und hier nachfragst was Du tun kannst.
Ich wünsche Dir, dass Du es mit weiterem Training schaffst, Dein Ziel
zu erreichen und dass es Dir bald besser geht.
Viel Glück!