Huhu,
also ich finde die Theorie, dass nur einer den Hund erzieht, ziemlich daneben. Erstens aus praktischen Gründen, wie schon mehrfach angesprochen (Hundesitting, ungeplante Abwesenheiten). Aber es geht mir vorrangig um etwas anderes:
Ein Hund, der sich von vornherein auf eine Person besonders "einschießt", und eine Person, die das sogar fördert und richtig findet, KÖNNEN zu einem gefährlichen Team werden. Der Hund KANN anfangen, die Person abzugrenzen, es KANN zu einem "wir zwei gegen den Rest der Welt"-Gefühl kommen. Und dann wird es lustig: mit Besuch, mit dem Partner, mit Bürokollegen... Das geht vom Anknurren, wenn einer reinkommt, bis zum demonstrativen Querstellen vor Frauchen, wenn ein Bürokollege sich nähert.
Natürlich hängt das auch stark von der Veranlagung des Hundes ab. Einer mit Wach- und Schutztrieb und Veranlagung zum Kontrollfreak wird da leichter reinschlittern als ein gemütlicher Molosser (sag ich jetzt mal so). Trotzdem würde ich NICHTS in der Richtung fördern.
Ich würde es eher gegenteilig machen. Wir zwei (Menschen) sind alles, und wenn du nicht mitmachst, stehst du arme Wurst ganz alleine da. Der Hund MUSS merken, dass ihr beide ihn führen könnt. Er muss eure --ich nenn das mal so-- mentale Stärke fühlen. Es kann ja sein, dass eure Talente in punkto Hundehaltung unterschiedlich sind - also der eine rauft gerne spielerisch mit dem Hund, der andere hat das bessere Händchen, um ihm etwas beizubringen - aber es sollte immer so sein, dass Hund deutlich merkt, dass er es mit Führungspersonen zu tun hat. Der "Raufer" beginnt und beendet das Spiel, kann den Hund auch ggf wieder beruhigen; der "Trick-Trainer" kann sich auch durchsetzen, wenn gefestigte Gehorsamselemente abgefragt werden.
Ich würde euch auch eine Hundeschule empfehlen.
Grüßle
Silvia
EDIT: bei uns war es ungleich verteilt, und es war Mist, ua aus oben beschriebenen Gründen. Aber unser Hund ist auch ein wenig "anders" ![]()