Beiträge von souma

    Ihm das wieder abzugewöhnen, kann ein wenig dauern und da benötigt man eine gehörige Portion Geduld und Konsequenz.

    Zuerst einmal, KEINEN Kontakt mehr zu anderen Hunde an der (Schlepp-)Leine, sondern tagtäglich nur noch ein/zwei/drei Mal kontrollierten freilaufenden Auslauf mit anderen Hunden z.B. auf der Hundespielwiese für eine gewisse Zeit. In der restlichen Zeit sind alle Hunde tabu und Dein Hund beim zufälligen Auftauchen eines anderen umgehend angeleint. Ebenso werden die HH entschieden darauf aufmerksam gemacht, ihre Hunde zurückzuhalten, da Ihr beide Euch gerade im Training befindet.

    Dann muss unbedingt ein Super-Leckerlie her, für das er (fast) alles vergisst. Bei meiner sind es Wiener-Würstchen-Stücke. :D

    In der Wohnung und auch auf den Spaziergängen, wo er nicht abgelenkt ist, trainierst Du mit ihm ein "Schau-mich-an"-Kommando. Immer, wenn der Hund von alleine guckt, gibst Du ihm das Kommando, lobst ihn und es gibt ein Leckerlie. Irgendwann gehst Du dann nach und nach dazu über, das Kommando zu geben, wenn er gerade rumschnüffelt, Riesenlob, Leckerlie.

    Und schon kann das Hunde-Training losgehen. Anstatt Hunde zu meiden, suchst Du nun jeden Hund, der sich als Trainingsdummy eignen könnte (bevorzugt die angeleinten, dann laufen sie Dir nicht in Dein Training rein). Die solltest Du optimalerweise vor Deinem Hund entdecken. Sobald Du einen Hund gesehen hast, der gleich Euren Weg kreuzen wird, gehst Du ein wenig abseits von dem Gehweg, falls möglich, läßt Deinen Hund absitzen, fixierst seinen Blick mit dem oben genannten Kommando auf Dich und lobst ihn und stopfst ihn mit den Leckerlie voll solange bis der andere Hund an Euch weit vorbei ist.

    Das wird am Anfang sicherlich so aussehen, dass Dein Hund, sobald er den anderen Hund auch entdeckt hat, wieder wie wild rumhüpft. Aber einfach nicht beirren lassen, dort ruhig stehen bleiben, zusehen, dass Deinem Hund an kurzer Leine nicht ein "Ausbruchsversuch" glückt, und den anderen Hund weiterhin ignorieren. Sobald Dein Hund ein wenig runter gekommen ist und Du das Gefühl hast, er ist wieder ansprechbar, läßt Du ihn wieder absitzten, Dich anschauen, es gibt Lob und Leckerlies.

    Wenn Du das einige Zeit konsequent und mit viel Geduld durchhälst, wird der Erfolg sicher nicht allzulange auf sich warten lassen, und Du kannst nach und nach Dein Training ausbauen und versuchen, laufend an anderen Hunden vorbei zu kommen. :D

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    Ich hab ihr sogar ein Nachtlicht in die Steckdose gesteckt :ops:
    Trotzdem hat man ein echt schlechtes Gewissen.

    Das ist ja total süß zu lesen, welche Mühe Du Dir gibst, um es ihr zu erleichtern. Man liest richtig in Deinen Beiträgen, wie schwer es Dir fällt. :herzen3:

    Aber mach Dir mal nicht zuviele Gedanken und ein schlechtes Gewissen brauchst Du schon gar nicht zu haben. Je gelassener Du mit der neuen Situation umgehst, um so einfacher wird es auch für Deine Hündin sein.

    Eigentlich kann man nicht zu früh auf Adultfutter umstellen, nur zu spät. :D

    Denn gerade für einen größeren Hund (also keine Fusshupe ;)) sind da auf Dauer zu viel Proteine drin, so dass er u.U. zu schnell in die Höhe schießt und dadurch Probleme mit seinem Knochenbau bekommen kann.

    Ich habe meine zwar erst einige Wochen später umgestellt, aber wenn Deiner mit dem jetztigen Futter nicht ganz so zurecht kommt, also warum nicht. :???:

    Ich würde mir ein gutes Adult-Futter besorgen und den Hund langsam darauf umstellen, bis der Welpenfuttersack leer ist.

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    Suma du hast natürlich recht, aber schwer ist es bei so ner Rakete

    Ja klar, so hatte ich Dich auch verstanden. :D

    Aber ich wehre mich immer dagegen, wenn manche sagen, bestimmte Rassen hätten in der Stadt nix zu suchen. Bei meiner Züchterin, die auf dem platten Land wohnt, war ich vor dem ersten Gespräch auch nicht so sicher, ob sie ihre Hunde in die Großstadt überhaupt abgibt. Sie meinte, sie würde sie, durch Erfahrung klug, sogar lieber in die Stadt geben, denn diese HH beschäftigen sich oft wesentlich mehr mit den Hunden, Hundi muss ja ständig Gassigehen, es gibt Spielwiesen und viele Parks (der tagtägliche Sozialkontakt ist gesichert) und die Hunde würden auch entschiedener erzogen, weil ein gut erzogener Hund einfach unabdingbar in der Stadt ist. Im Gegensatz dazu neigen HH mit Garten öfter dazu, ihren Hund dort einfach "abzustellen".

    So pauschal kann man das sicherlich nicht stehen lassen, aber ein Fünkchen Wahrheit ist sicherlich dran. ;)

    Drücke Euch die Daumen, dass sich ganz schnell jemand findet, der genau so viel Power hat wie sie.

    Ich sehe da auch durchaus einen Bulli aufgrund des fast fehlenden Stopps und dem Haarkleid, und da beide Rassen eine Größe so um die 50cm haben, kann das schon hinkommen.

    Übrigends kann ein Border auch in der Innenstadt glücklich leben. Kommt halt immer darauf an, wie man ihn auslastet. ;)

    Hallo Nachtfalter,

    schön, mal wieder etwas von Euch zu lesen, und toll, dass Ihr von der Collie-Hündin derartig begeistert seid, dass sogar schon der nächste Hund in Planung ist.

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    - Wann wäre der beste Zeitpunkt einen Zweithund ins Haus zu holen?

    Generell sagt man, der 2. Hund soll optimalerweise einziehen, wenn der 1. Hund (fast) perfekt ist. Also so mit 1-2 Jahren.

    In Eurem speziellen Fall würde ich raten, dass sich Eure Familie erst den 2. Hund holt, wenn Ihr ausgezogen seid. Macht die Erziehung für alle Beteiligten wesentlich leichter und ...

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    - Wie kann man vermeiden, dass die Hunde nachher unter der Trennung leiden? Immerhin sehen sie sich zu Anfang ständig und wenn wir ausgezogen sind womöglich alle paar Tage?

    genau deswegen. Denn wenn sie in der ersten Zeit zusammen leben und sich prima verstehen, dann fällt es ihnen wesentlich schwerer, nachher getrennt zu wohnen. Zumal wird es auch Euch das Herz brechen, die beiden wieder zu trennen.

    Auf der anderen Seite könnte es passieren, dass die Hunde anfangs gar nicht so voneinander begeistert sind. Und dann fällt Euer Umzug vielleicht genau in die wichtige Phase der Gewöhnung aneinander.

    Wenn der 2. Hund erst später kommt, dann sind alle Fronten geklärt und sie können sich von Anfang an an die Rituale gewöhnen (alle paar Tage mal sehen), die sie in den nächsten Lebensjahren begleiten werden.

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    - Lieber einen Welpen oder einen erwachsenen Hund?

    Das müsst Ihr entscheiden. Bei einem erwachsenen Hund könnte nur die Gewöhnung an den 1. Hund länger dauern, dafür ist Eure Dame dann vielleicht nicht so abgenervt wie bei einem Welpen.

    Das hat alles Vor- und Nachteile.

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    - Falls Welpe: Ab wann kann unsere Collie-Dame im am besten "mit erziehen"?

    Gar nicht, denn 2 Hunde müssen hauptsächlich getrennt erzogen werden (der andere darf vielleicht zugucken ;)). Und 2 Hunde bringen sich gegenseitig eher Quatsch bei, d.h. z.B. auch, dass Eure Hündin wieder Rückschritte in der Erziehung machen kann, als dass sie sich was sinnvolles gegenseitig beibringen.

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    - Sollte es auch ein Collie werden oder auch eine andere Rasse?

    Das müsst Ihr auch selber entscheiden. Aber zwei Collies sind schon traumhaft. :D Zumal sie dieselben Bedürfnisse haben. Das wäre bei einem 2. Hund eben zu beachten, dass sie in etwa dieselben Bedürfnisse haben, halt nicht unbedingt einen gehfaulen Peki zu einem Collie dazuholen.

    Meine Collie-Hündin würde sich für einen kleinen mutigen Flitzer entscheiden, die liebt sie abgöttisch und läßt sich alles von ihnen gefallen.

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    - Rüde oder Hündin?

    Das hat auch alles seine Vor- und Nachteile, wobei nach meiner Erfahrung ein Pärchen meist besser harmoniert, dann hat man aber die Zeiten der Läufigkeit geeignet zu überbrücken.