Beiträge von souma

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    der Hund is zähnefleschend auf Emma los und fing die Beißerei an.

    Na dann kann man ja auch wenig machen, da Du Deine Emma sicherlich nicht einfach unter den Arm packen konntest und wegrennen. :D

    Wenn es allerdings zu ernsthaften Verletzungen inkl. TA-Besuch und Einschalten der Versicherung gekommen wäre, dann wärst Du sicherlich mit 50% der Kosten belangt worden (so unverständlich das ist).

    Ich persönlich hätte diese HH aber schon nach den ersten Begegnungen nur noch angeschrien und ihnen mit wer weiß was gedroht (auch wenn ich 80% nie umgesetzt hätte ;)), denn da bin ich seeehhhr empfindlich und lasse mir meine Hündin nicht von "Dahergelaufenen" binnen Minuten versauen.

    Von daher bin ich auch ein wenig zwiegespalten, ob es nur gut war, dass Deine Emma sich in Deiner unmittelbaren Gegenwart in einer Beißerei stürzen musste.

    Zitat

    Ich kann dir sagen mehrere Wochen Training sind wie ein Tropfen auf den heißen Stein.
    Gib dir mindestens 1 Jahr.

    Das kann ich auch nur voll und ganz unterschreiben. :gut:

    Das aggressive Verhalten kam ja sicherlich auch nicht von heute auf morgen, sondern hat sich langsam immer mehr hochgeschaukelt. Ich kann Dich zwar verstehen, dass das echt nervt, aber da heißt es eine unglaubliche Geduld und Konsequenz zu haben, da diese Leinenaggression mit einer der schwersten Dinge ist, einem Hund wieder abzugewöhnen bzw. zumindest in geordnete Bahnen zu lenken.

    Hier noch gute Tipps von staffy dazu: https://www.dogforum.de/viewtopic.php?…hlight=leine%2A

    Ich bin zwar eh Katrationsgegnerin ;), aber ich kenne auch einige Hunde, bei denen die Kastra richtig nach hinten losgegangen ist und sie nur noch "unausstehlicher" wurden.

    Hallo Björn,

    für mich hören sich die von Dir in Deinem Ausgangspost beschriebenen Verhaltensweisen nach einer typischer Entwicklung eines Herdenschutzhundes an. Ein HSH braucht ja Jahre, bis er richtig "erwachsen" ist und bildet in dieser Zeit nach und nach seine eindeutigen Freund/Feindbilder phasenweise aus (wobei er zu Schwarz/Weiß-Denken neigt ;)). Das heißt aber auch, dass es Dinge/Situationen/Mensche/Hunde gibt, die ihn gestern noch völlig kalt gelassen haben und ab heute plötzlich in die Kategorie "Feind" gesteckt werden.

    Ist aber nur eine Vermutung, da Du geschrieben hast, dass bei Emma ein Ca de Bestiar mitgemischt hat.

    Zazie gehört auch zu denjenigen, die wenig Blut verlieren. Daher gibt es auch kein Höschen, sondern nur kurzfristige Decken usw. an ihren für mich schützenswerten Lieblingsplätzen. :D

    In ihrer ersten Läufigkeit habe ich sie auch beständig gelobt, wenn sie sich geputzt hat.

    Hallo Alias,

    und erst einmal ein herzliches Willkommen hier im Forum. :hallo:

    Eine Wohnung, in der Hundehaltung erlaubt ist, zu finden ist sicherlich ein Ding, aber mach Dir bei allem weiteren mal nicht zuviele Gedanken über Deinen Hund. Denn auch sein Gedächnis ist nicht nur schlecht. :D

    Du hast doch schon einige Zeit mit ihm als älteren Hund richtig gut alleine gelebt und mittlerweile ist er sogar ein Senior geworden. Ich bin mir ziemlich sicher, dass er, wenn Du wieder alleine mit ihm lebst, er sich ganz schnell in die Situation wieder einfinden wird, da er sie ja mit Dir kennt (egal, was zwischendurch war).

    Hunde und Katzen träumen, was durch sehr gruselige Experimente in den 70er wissenschaftlich nachgewiesen wurde. :schockiert:

    Und, wie die anderen schon sagten, besser nicht wecken, denn bei richtig heftigen Träumen sind sie dann durchaus kurze Zeit völlig irritiert. Kennt man ja von sich selber, wenn man mitten in intensiven Träumen plötzlich z.B. durch den Wecker hochgeschreckt wird. ;)

    Hallo Amelie & Lilli,

    so ganz verstehe ich Deinen Beitrag nicht, denn wenn uns ein Hund minutenlang anstarrt, dann sind wir schon innerhalb dieser Minuten weiter gegangen und weit weg. :D

    Und wie die anderen schon sagten, allein dieses Fixieren macht keinen "bösen" Hund aus. Da Zazie ebenfalls gut sozialisiert ist, hebelt sie diesen Mechanismus meist von sich aus aus, in dem sie auf diese Hunde froh Gemut einfach zusprintet, um sie zum spielen aufzufordern. Und wenn mal nicht, dann startet dieser halt durch und Zazie geht dezent und ein wenig pickiert zur Seite, auf das dann das gegenseitige Beschnüffeln und Getobe losgehen kann.

    Ich habe das Gefühl, dass wenn Du von Gebrümmel und Gebell sprichst, Du bei diesen Hunden auf durchaus wenig sozialisierte stößt (was aber nicht unbedingt etwas mit den Hunden in Indianer-Stellung zu tun hat ;)), von denen ich auch Abstand halten würde. Selbst wenn die HH Dir da einen erzählen, dann ergreife eindeutig Partei für Deinen Hund und sage ganz klar, dass Du das nicht möchtest und bitte sie, ihren Hund wegzunehmen. Weiter Einschreiten würde ich allerdings nicht, denn ein Hund, der grummelt und bellt, muss der eigene Hund auch mal kurzfristig ertragen können, denn ein ernsthafter Angriff ist das nun auch nicht.

    Zitat

    ist es egoistisch sich einen anspruchsvollen Hund oder generell einen Hund zuzulegen um sich selbst ein wenig zu erziehen?

    Definitv ja, das ist egoistisch und ein zu kurzsichtiger Gedankengang. :D

    Man sollte sich den Hund holen, der zu einem in der momentanen Lebenssituation passt und dem man mit Sicherheit in dem nächsten Jahrzehnt gerecht werden kann, und nicht darauf spekulieren, was wäre wenn. Denn was ist, wenn dann doch nicht. ;)

    Um alltägliche eingeschliffene Rituale, die einen ärgern, bei sich nachhaltig zu ändern, braucht es eine gewisse Zeit und manchmal findet man bei der Gelegenheit auch heraus, dass sie eigentlich doch irgendwie seinem eigenen Charakter entsprechen und man sich nur auf Druck der Umwelt hat ändern wollen.

    Wie auch immer, ein neues Familienmitglied, erst recht, wenn es ein Welpe/Junghund ist, saugt derartig viel Energie in den ersten Monaten, dass man meist froh ist, wenn man seinen bisherigen Alltag noch genauso gut oder schlecht hinbekommt wie bisher. Sicherlich verändert ein Hund auch den bisherigen Lebensablauf, aber völlig neue Dinge, die man bisher nicht einmal alleine auf die Reihe bekommen hat, wird man auch da kaum schaffen bzw. erst recht nicht hinbekommen.