Beiträge von souma

    Hallo Christiane,

    erst einmal ein herzliches Willkommen hier im Forum, wenn auch aus traurigem Anlass. :hallo:

    Das ist eine schwere Entscheidung und den richtigen Zeitpunkt kennst nur Du.

    Meine Souma hatte mit 12 Jahren Krebsgeschwüre an den inneren Organen, die nicht mehr behandelt werden konnten, somit war für uns der Zeitpunkt gekommen, einen Termin festzulegen, um sie über die Regenbrücke zu begleiten. Innerhalb von kürzester Zeit konnte sie kaum noch alleine aufstehen, nur noch wenige Meter spazieren gehen und ihre Körperfunktionen ließen sie nach und nach im Stich. Wir haben ihr noch wunderschöne letzte Tage bereitet.

    Aber dann kam das absolut erstaunliche: in der letzten Nacht sind wir noch mal alle gemeinsam spazieren gegangen; immer wenn sie stehenblieb, um sich kurz auszuruhen, dachten wir, gut, dann drehen wir jetzt wohl mal lieber wieder um; aber dann sah sie uns an und dann ganz sehnsüchtig in Richtung Park, den sie schon, seitdem es ihr so schlecht ging, nicht mehr erreicht hatte; wir taten ihr den Gefallen, weiter in diese Richtung zu gehen, denn im Notfall hätten wir sie ja auch zurücktragen können; aber sie ist gelaufen und gelaufen und hat tatsächlich noch eine riesen Runde mit uns durch ihren Park gemacht.

    Meinem Partner kamen daraufhin arge Zweifel, ob es wirklich der richtige Zeitpunkt ist. Und es hat mich einige Überzeugungsarbeit gekostet, dass er es für Souma war und sie sich so von uns verabschiedet hat.

    Ich drück Dich mal ganz fest und hoffe, Du hast noch eine wunderbare Zeit mit Deiner Hündin, und bin mir sicher, Du wirst wissen, wann der richtige Zeitpunkt ist, wenn er nah ist.

    Zitat

    Also als Splitten würd ich das auch nicht sehen - eher als "Weg da, mein Mensch"

    Ja, ähnlich würde ich es auch sehen. Das hat weniger mit CS zu tun, sondern eher damit, dass Deine Hündin (eigentlich völlig unberechtigt) meinte, die Situation für Euch alle lösen zu wollen.

    Du hast ein wenig zu spät reagiert, obwohl Du wußtest, was kommt, es Dir also durchaus bewußt war. Dann die junge Frau, neu im Training, und junger übermütiger Hund, der auch nicht wußte, wie nun, und schwupps meint Deine, naja, wenn Ihr es alle nicht wisst, dann kommt mein Auftritt dementsprechend....

    Optimalerweise wäre die Situation so abgelaufen, dass Du die junge Fau gleich darauf hingewiesen hättest, dass sie ihren Hund an der falschen Seite führt. Nächster Punkt wäre Dein ungutes Gefühl gewesen, wo Du gleich die Trainingssituation hättest abbrechen sollen.

    Nun gut, Deine hat auf "Aus" immerhin gleich reagiert, aber zu oft sollte man solche Begegnungen nicht so ablaufen lassen, wenn man sie selber provoziert hat. ;)

    Ja, schnauzermädel, Du hast sehr wichtige Dinge angesprochen.

    Am Entscheidensten finde ich, dass man einem Rüden sehr schnell unterstellt, dass Probleme mit seinen Hormonen zusammenhängen und dann logischerweise durch Kastra "abgeschafft" werden könnten.

    Aber auch Mädels können zu richtigen Zicken mutieren, ständig andere Hunde stressen usw.; nur dadurch, dass Hündinnen einen Zyklus haben (und wenn nicht eine Scheinträchtigkeit oder Diverses vorliegt, was sehr schnell durch einen TA festgestellt werden kann), hat man kaum die Möglichkeit als Hündinnenhalter ein beständiges Problemverhalten auf die Hormone "abzuschieben", sondern muß sich gleich fragen, was in der Sozialisierung/Erziehung schief gelaufen ist und wie man das irgendwie wieder hin kriegen kann. :D

    Der Hund ist doch erst seit kurzem da und dann auch schon ein gestandener Bursche, der sicherlich schon einiges in seinem Leben durchgemacht hat. Da darf man doch auch ab und an mal nachfragen (nachjaulen), ob er wirklich nicht vergessen wurde?! :D

    Den Hund nach so kurzer Zeit auch nur 3 Stunden alleine zu lassen, hätte ich nicht übers Herz gebracht, da er doch erst einmal nach seiner langen Odyssee in seinem neuem Zuhaus ankommen muss, was viele Wochen, wenn nicht sogar Monate dauern kann.

    Wenn Du einfach ab und an nach ihm sehen kannst (am besten, bevor er nachharkt), dann ist das doch schon des Rätsels Lösung, da er dadurch die Gewissheit hat, dass er nicht wieder alleine gelassen wird. Wenn er sich dann richtig eingelebt hat, wird das wahrscheinlich nicht mehr von Nöten sein.

    Oh ja, das ist eine anstrengende Zeit, erst recht, wenn Deine Kinder noch drumrum schwirren. Und ich kann Dir schon jetzt auf Verdacht und aus der Ferne prognostizieren, dass das mit dem Zahnwechseln in einigen Wochen nur noch schlimmer wird, wenn Ihr jetzt nicht den Dreh raus findet.

    Erst einmal zum Verständnis sind Welpen meist gar nicht so kuschelig süß, sondern können, wie Ihr ja schon bemerkt habt, richtig kleine Monster sein, die diverse Spuren in Kleidung und Haut hinterlassen, dass alle Aussenstehenden meinen, man hätte eine Mottenzucht und eine widerborstige Katze gleichzeitig. So richtig kuschelig sind sie eigentlich nur, wenn sie schlafen, Schiss haben und wenn sie erwachsen geworden sind. :D

    Aber nun muss sie lernen, dass das echt nicht geht, was aber nicht von heute auf morgen zu bewerkstelligen ist, sondern viel Geduld braucht. Auch gut so, denn sie wird Euch noch vor andere Herausforderungen stellen, somit könnt Ihr die nötige Geduld und Konsequenz, die Grundlagen jeglicher Hundeerziehung, dadurch und jetzt lernen.

    Wenn sie gleich so überdreht bei jeglichem Spiel, dann wird halt nicht ständig gespielt und getobt (so niedlich das auch wäre), sondern das Spiel wird gezielt als Training von Dir begonnen. Sobald sich ihre Zähne sonstwo wiederfinden, wird in den aller höchsten Tönen! gequietscht und sofort das Spiel abgebrochen, in dem Du sie richtig ignorierst (auch etwas, was man, so leid es einem tut, im ersten Lebensjahr ein A und O der Erziehung ist) z.B. allein dadurch, dass Du Ihr den Rücken zudrehst und quasi erstarrst. Wenn sie rumhüppelt, lass sie rumhüppeln, wenn sie dann nicht mehr weiter weiß und ruhiger wird, musst Du genau in dem Moment wieder auf sie zu gehen und das Spiel geht weiter.

    Wenn sie selbst dann kein Ende findet, ist die Auszeit für ein paar Minuten kein schlechter Gedanke, aber anstatt sie Einzusperren (in einen anderen Raum oder die Hundebox, beides muss sie ja erst lernen) ist das Aussperren aus dem Raum, wo Ihr gerade seit, wesentlich einfacher und wird auch wahrscheinlich nicht dieses Gejaule hervorbringen.

    Wie auch immer, Du darfst sie nicht schimpfen, noch sie im Nacken packen, wegziehen, wegschubsen oder einfach wegsperren. Denn dadurch lernt sie nix außer, dass sie ihr Spiel noch doller treiben wird.

    Ignoranz, Ignoranz, Konsequenz, dabei eine unglaubliche Geduld und das schrittweise Erlernen von Kommandos wie "Nein", "Aus" usw. hauptsächlich durch positive Bestärkung mittels Lob und Leckerlies in unverfänglichen Situationen wird helfen.

    Ich habe keine Kinder, daher kann ich Dir leider dazu keinen Tipp geben. Aber auf jeden Fall ist klar, dass Du in den nächsten Wochen für die Erziehung des Welpies zuständig bist, Dir auch ernsthaft dafür Zeit nehmen solltest und Deine Kinder anleiten könntest, wie denn nun, wenn es zumindest bei Dir funktionierst.

    P.S.: Ein Welpie im Haus ist fast wie ein Kleinkind, da läßt man doch auch keine Kleinteile wie Polly-Pockets rumliegen, oder? ;)

    Halsband sollten Welpies eigentlich schon von ihrem bisherigen Zuhause gewöhnt sein. Denn jeder verantwortungsvolle Züchter trainiert seine Welpen darauf in Anbetracht dessen, dass sie, wenn sie zu Euch kommen, zumindest das akzeptieren müssen, weil sie dann nicht drum rum kommen (außer Ihr habt einen Garten und sonstige traumhafte Umgebung, wo er sich auch erst einmal sträuben darf).

    Leine ist dann Eurer Part und wird Euch auch noch u.U. manch Nerven kosten in den nächsten Monaten. Wenn der Welpie stehen und sitzen bleibt, ist das doch eigentlich kein Problem. Denn er ist dann einfach überwältig von den Eindrücken und braucht seine Zeit, die Ihr ihm lassen solltet.

    Im Gegensatz zu Fantasmita würde ich aber, wenn ich mal meine, jetzt ist aber genug geguckt bzw. wenn ich meine, nee, die entgegengesetzte Richtung, durchaus auch den Welpie locken und mich völlig zum Kasper machen, auf dass er auch mal ein paar Schritte den Weg geht, den ich mir gedacht hatte. :D

    Meist reicht es, wenn man sich ein, zwei Meter weiter in die Hocke setzt und "Ohtüddeldüddeldütt" sagt und wupps, kommt Welpie angehüppelt, darf auf den Schoß krabbeln, bei einem Schutz suchen, wird geschmust und in höchsten Tönen gelobt und weiter gehts.

    Für die ersten Wochen hatte ich mir eine 3m-Minischleppleine aus einem dünnen Bergsteigerseil und kleinem Karabiner gebastelt, so dass meine Zazie sich zwar nicht wirklich "an der Leine" empfand, also rumlaufen konnte, wie und wo sie wollte, aber ich sie beständig unter Kontrolle hatte, damit sie nicht z.B. auf die Straße läuft. Der Vorteil war, dass ich ihren natürlichen Folgetrieb der ersten Wochen ausnutzen und gezielt mit Kommandos trainieren konnte ohne ein wirkliches Risiko einzugehen. Und ich sie auch einfach mal lassen konnte, um zu sehen, wie weit sie im wahrsten Sinne des Wortes geht.

    Natürlich kam es dann immer öfter vor, dass ich sie wegen diverser Dingen kürzer nehmen musste bzw. sie die Grenzbereiche plötzlich ausgetestet hat, so dass ihr die Leine immer bewußter wurde und ich dann auf eine "echte" 2m-Leine umsteigen konnte.

    Und dann kam das richtige Training, was, obwohl sie eigentlich nicht schlecht war, doch immer mal wieder bis zu ihrem 15. Lebensmonat ein Thema war in bestimmten Situationen, bis wir alle gemeinsam den Dreh raus hatten und der Bereich Leinenführigkeit endlich abgeschlossen war.

    Ich glaube, ich hatte Dir in Deinem anderen Thread auch schon geschrieben.

    Aber nun zu Deiner jetzigen Frage, was beachten: egal, ob Du nur 5 Minuten oder 5 Tage weg gehst, keine Abschiedsdramen Deinerseits, sondern Du gehst einfach, weil es das Selbstverständlichste der Welt ist. Und auch ein wenig Zurückhaltung Deines Willkommensgehüpfes. ;) Wenn Dein Welpie/fast Junghund sich zwar dann über Dich freut, aber kein riesen TamTam drum macht, dann weißt Du definitiv, dass es ihm nicht geschadet hat, sondern nur Du die 5 Tage sehr gelitten hast. :D

    Generell erlebt ein "normaler" Welpie (was das auch immer sein mag und tausend Ausnahmen bestätigen die Regel) eine Trennung von "seiner" Bezugsperson als nicht allzu gravierend, wenn er richtig gut aufgehoben ist; was er ja bei Dir ist, da er Deine Schwester kennt, sie voll und ganz instruiert wurde und sowieso bisher auch einbezogen war und dann noch in seiner Wohnung bleibt.

    Ist eigentlich eine ganz einfache Rechnung bei einem so jungen Hund: Du hast ihn doch erst seit einigen Wochen, er hat schon seine erste Trennung von Mama und Geschwistern, die ihn sicherlich durchaus mehr oder weniger schmerzte, durchgestanden, er hat Dich mittlerweile akzeptiert und zu schätzen gelernt, aber er hat wahrscheinlich noch nicht wirklich verstanden, dass Du für immer für ihn da bist. Wenn da Deine Schwester genauso toll ist wie Du (vielleicht sogar toller, da er da u.U. mehr darf ;)), naja, dann wird er sich auch gerne zeitweise völlig unproblematisch auf sie einlassen.

    Viele Hunde vertragen eine abrupte Umstellung des Futters nicht, sondern reagieren darauf mit mehr oder weniger Durchfall. Zumal MM ein kaltgepresstes Futter ist, ist die Umstellung für ihren Verdauungstrakt noch größer.

    Daher sollte man seinen Hund möglichst nach und nach vom alten auf das neue Futter umstellen. Gerade bei einer trächtigen Hündin würde ich da keine Experimente machen. Was habt Ihr denn bisher gefüttert?

    Ach mensch, Katharina, das ist wirklich eine Entscheidung. Aber ich hätte mich auch für die OP entschieden.

    Denn die andere Alternative sähe wahrscheinlich so aus, dass sie früher oder später richtig leidet und Ihr dann den schweren Weg gehen müsstet.

    Auf jeden Fall solltest Du homöophatische Medis auch mit Deinem Arzt absprechen, aber auch eine kundige Apotheke kann Dir erst einmal darüber Auskunft geben.

    Ich drück Euch ganz fest die Daumen, dass die OP Euch noch viele glückliche gemeinsame Stunden bescheert!!!

    Zitat

    Zufall, die Mason Pearson durfte ich gerade heute mal ausprobieren... Leider kommt man damit durch die Wollschichten auch nicht richtig durch; fürs Deckhaar ganz super, aber untendrunter... :???:

    Das kann natürlich sein, da Dein Collie nach dem englischen Typ kommt (hatte ich doch richtig in Erinnerung, oder?) und er vielleicht erst einmal einen Frühjahrsrundumputz braucht (und dann braucht man ein wenig Geduld beim Ausbürsten mit dieser Bürste). :D

    Kannst danach ja vielleicht noch mal das Mason Pearson-Modell antesten, vielleicht taugt es ja für den Alltag bei Euch.

    Aber auf jeden Fall berichte, was funktioniert hat!! Ist für mich als Colliebesitzerin ja auch höchst interessant.