Beiträge von souma

    Zitat

    also mein hund der wohnt seit etwa 2 monaten nicht mehr bei uns. anfangs haben wir die jeweils in verschiedenen zimmern getan. aber das ging natürlich nicht mehr.

    Mmmh, die "Geschichte" wird für Aussenstehende immer undurchschaubarer, so dass wir Dir auch keine ernsthaften Tipps geben können.

    Falls Du an Tipps ernsthaft interessiert bist, dann wäre es echt gut, die gesamte Story, wer, wann, wie, was und wo genauer zu schildern. :D

    Zitat

    souma
    wie abbrechen? ich will ja auch nicht das wenn ich zu ihr hingehe das sie dann merkt so ala "aha schau sie kommt ja zu mir her" ok was ich evtl machen hätte können stückchen weiter hin und dann nochmal versuchen sie zu locken, was ja im endefekt meine schwester übernommen hat und Suri dann "animiert" war doch noch mehr zu laufen und zu mir zu kommen *g*

    aber wie soll ich sowas machen wenn ich alleine bin abrechen? wie hättest du das denn gemacht?

    Optimalerweise beginnt man ein Training ja nur, wenn der Hund auch hochmotiviert ist und man die Umgebung völlig unter Kontolle hat. Aber manchmal passiert es halt, dass man die Situation falsch eingeschätzt hat (weil Hundie gar keine rechte Lust, plötzlich was unerwartetes auftaucht oder man seinen Hund überschätzt hat) und dann kann man sich nur selber mit der Zeitung auf den Kopf hauen und für's nächste Mal was dazu gelernt haben. :D

    Wenn das Training "außer Kontrolle gerät" (mal überspitzt formuliert), dann sollte man am allerwenigsten auf die korrekte Ausführung des Kommandos bestehen, sondern zusehen, wie man da wieder mit möglischst wenig Verlusten raus kommt. Wie das gerade geschehen kann, ist sehr, sehr situationsabhängig.

    Z.B. hätte ich wahrscheinlich in dem Moment, wo die Frau Suri verdächtig nah kam, versucht, eher neben Suri zu sein als sie sie hätte ansprechen können (da ja eigentlich klar war, was kommt, selbst wenn die Frau kein Ton von sich gegeben hätte), um Suri das "Auflösungskommando" zu geben, auf dass sie sich von der Frau ümtüddeln lassen kann und auch ich sie loben kann, weil sie ja immerhin das "Auflösungskommando" richtig gemacht hat. :D

    Mal eine andere Situation: Ich trainiere mit Zazie Platz, auf das sie auch liegen bleibt, wenn ich mich entferne. Und obwohl ich das nur trainiere, wenn ich die Umgebung 20,30m weit rundum einsehen kann, schießt plötzlich ein Hund auf sie zu, um mit ihr zu spielen.

    Tja, mein Pech, denn sicherlich wird Zazie nicht weiter artig liegen bleiben, sondern auf die Spielaufforderung des Hundes reagieren und mit ihm rumtoben. Da kann und will ich auch nix machen, außer sie erst einmal rumhüpfen zu lassen und den anderen HH, wenn er denn endlich bei uns angelangt ist, nett aufzufordern, das Spiel auch abzubrechen, denn er ist uns gerade mitten ins Training rein gelaufen. Bisher waren alle HH da sehr verständig, denn sie kennen das ja auch ;), und so ist man dann ganz schnell in entgegengesetzte Richtungen gegangen. Und Zazie und ich konnten unser "Platz"-Training auf ein neues versuchen.

    Weitere Situation: Ich möchte gerne, dass Zazie ein Kommando, was sie noch nicht wirklich beherrscht, befolgt. Aber in dem Moment, wo ich es sage, gibt sie mir klar zu verstehen, dass dafür jetzt ihre Konzentration echt nicht mehr ausreicht. Dann schraube ich meine Erwartungen gleich um 'zig Schritte zurück und formuliere es um in ein Kommando, was ein kleiner Schritt in die richtige Richtung wäre und was sie auf jeden Fall kann. Und somit ein Erfolgserlebnis auf beiden Seiten ist.

    Und so weiter und so fort ....

    Sicherlich muss man aufpassen, dass Hundie nicht durch das Nichtbefolgen 'zig Erfolgserlebnisse hat, aber soweit ich es sehe, liegt die Ursache oft bei dem HH, der dazulernen muss, wie, wann, was man mit seinem Hund gerade trainieren kann. :roll:

    Und gerade bei dem sehr schwierigen und enorm wichtigen "Hier"-Kommando, dessen korrekte Ausführung Euch noch viele Monate begleiten wird, würde ich übermäßig darauf achten, dass es für Euren Wauzie prinzipiell immer machbar ist, wenn ihr es denn sagt.

    Um ausgeschlagene Zähne sind wir gsd noch drum rum gekommen, obwohl Zazie bei mir (und noch viel blöder) auch bei Freunden im aufgedrehten Spiel durchaus schon ein paar Mal so unglücklich und überraschend plötzlich hochgehüpft ist, dass ihr harter Dickschädel mit unseren Zähnen zusammen krachte. Wir kamen aber bisher mit einem kurzen Schreck unserseits "heil" davon. :gott:

    Solange sie ihre Milchzähnchen hatte, sahen meine Hände und Unterarme auch fast immer so aus, als würde ich ständig mit einer widerborstigen Katze kämpfen. Aber bis zur T-Shirt-Zeit waren dann endlich ihre "richtigen" Zähne alle da und ich konnte ärmellos rumlaufen ohne, dass mich alle entsetzt anstarren. ;)

    Die "schlimmste" Verletzung, die sie mir mal zugefügt hat, war eigentlich keine Verletzung sondern ein blaues Auge. Wir lagen wie so oft gemeinsam im Bett vor dem Fernseher, kuschelten und kasperten dabei rum und *batsch* hat sie mit ihrer Pfote besser gesagt einer Kralle voll mein Augenlid erwischt. Tat überhaupt nicht weh und ich habe sie daraufhin nur kurz zu einem etwas ruhigeren Spiel beordert.

    Aber was für ein Schock am nächsten Morgen beim Blick in den Spiegel: ich hatte ein tief violettes Augenlid, das aussah, als hätte ich mich mit irgendwem heftig geprügelt. :schockiert:

    Damit durfte ich dann ca. 10 Tage rumlaufen und allen erklären, wie das zustande kam. :ops:

    Zitat

    Vielleicht muss ich jetzt doch mal zu härteren Methoden greifen und das Ordnungsamt benachrichtigen.....

    Ich würde Deinem Nachbarn mit allem drohen, was mir in die Queere kommt :x, denn erstes ist es nicht sein Recht, einen bissigen Hund frei laufen zu lassen, (sicherlich gibt es bei Euch sowieso eine öffentliche Ordnung, wo die Leinenpflicht geregelt ist), zweitens ist es eine Unverschämtheit, die TA Kosten dann nicht zumindest zu 50% zu übernehmen, und ...

    Drittens ist es der Worst-Case für jeden HH, dass sein Hund von einem anderen gebissen wird. Welche mentalen Folgen das hast, siehst Du ja jetzt selber. Und es wird ein hartes Stück Arbeit, Deinen Hund wieder dazu zu bewegen, dass andere Hunde nicht alle so sind.

    Neben dem Training, dass er andere Hunde völlig ignoriert, würde ich mir ganz viele Hunde suchen, die richtig gut sozialisert sind und souverän genug, mit den "Macken" Deines Hundes umzugehen. Ich würde regelmäßige Treffen mit jeweils einen dieser Hunde organisieren, auf dass er sie erst einmal angeleint (und ohne direkten Kontakt) in seiner Nähe akzeptiert und wieder ein gewisses Maß an Selbstsicherheit und Vertrauen zu Dir gewinnt.

    Wenn das klappt, kann man sie ja mal miteinander spielen oder auch nur laufen lassen.

    Und wenn dieser Nachbarshund auch nur noch einmal freilaufend auf Deinen zu stürmt, um ihn zu beissen, würde ich, wenn der Nachbar es nicht einmal für nötig hält, in Sichtweise zu sein und auf ihn aufzupassen, ihn mir packen und ins nächste Tierheim verfrachten.

    Falls der Nachbar daneben steht und völlig ignorant zuschaut, wie Deiner wieder gebissen wird, würde ich die Polizei rufen, auf das der Fall aktenkundig wird und die Übernahme der TA-Kosten geklärt werden.

    Des weiteren würde ich ihn allein aufgrund der bisherigen Vorfälle und weil Dein Nachbar nicht in einem freudlichen Gespräch zur Einsicht gekommen ist, auf jeden Fall beim zuständigen Ordnungsamt melden und denen alle Unterlagen (TA-Rechnungen usw.) zur Verfügung stellen.

    Und ich würde einen Anwalt einschalten, der bei dem Nachbarn die TA-Kosten einklagt.

    Bei solchen HH platzt mir die Hutschnur und ich habe da überhaupt kein Verständnis für. Sollte ich auf so jemand Ignoranten treffen (egal ob Nachbar oder nicht), dann würde der mich mal kennenlernen :devil2:, denn ich habe überhaupt keine Lust, mir meinen Hund von so jemanden "versauen" zu lassen, womit ich dann eine Unmenge Arbeit habe und womit das Vertrauensverhältnis von meinem Hund zu mir über Monate/Jahre zerstört wäre.

    Wie die anderen schon sagten, Erfolgserlebnisse bei Herausforderungen sind klasse für das Selbstbewußtsein.

    Weiterhin würde ich Deine Maus nicht zu Hunden rennen lassen (bzw. umgekehrt), wenn sie davor richtig Schiss hat und sich nicht nur mal ganz kurz unterwirft. Für Dich mag die Situation harmlos gewesen sein, Deine Ronja hat das aber als sehr bedrohlich empfunden.

    Deswegen muss man ja nicht auf alle Hundekontakte verzichten, aber sie geeignet auswählen, denn als verantwortungsvoller HH sollte man nur solche Kontakte zulassen, in denen sich auch der Hund wohlfühlt. Je mehr sie solche positiven Kontakte hat und je weniger negative (bzw. je mehr Du sie vor letzteren "beschützt"), je mehr wird sie Dir vertrauen und sich ihr Selbstbewustsein stärken.

    Zitat

    ... suri hatte wohl keinen wirklichen bock mehr...

    Ja klar, war das in Ordnung, wie Ihr reagiert habt, denn was funktioniert ist o.k. ;)

    Ich würde nur mit einem Hund, der gerade eh keine wirkliche Lust mehr hat, nicht unbedingt anfangen zu trainieren und erst recht nicht das sooo schwierige Kommando "Hier".

    Und wenn man trainiert, dann sollte man aufpassen, dass man auch wirklich für die Zeit des Trainings ungestört ist (ich hätte Euren Versuch wahrscheinlich abgebrochen in dem Moment, wo die Frau verdächtig nahe an Suri gekommen ist und mir schnell was anderes überlegt, als auf das Kommen zu bestehen).

    Aber wie, wann, wo man am besten trainiert und wann eher nicht bzw. es schnell abbricht, dafür muss man ja auch erst ein Gefühl bekommen.

    Ich würde Deinen Jossi auch ganz weit weg von der mobbenden Anka halten auch auf die "Gefahr" hin, dass Euer Training auf dem Hundeplatz auf bestimmte Tage eingeschränkt ist.

    Bei meiner Zazie bin ich da ganz empfindlich. Sobald sie von einem Hund auch nur ansatzweise gemoppt wird, nehme ich sie sofort aus der Situation heraus, auch wenn das u.U. heißt, dass ich die Hundewiese verlassen muss. (Umgekehrt passe ich aber auch auf, dass sie keinen anderen Hund "nervt".)

    Sollte sich tatsächlich ein Hund als ständiger Mobber herausstellen und dessen Besitzer sich nicht wirklich darum kümmern (was bisher aber noch nicht vorgekommen ist), dann würde ich jegliche Begegnung vermeiden.

    Warum? Weil ich nicht will, dass meine Hündin sich mit unsozialen Hunden auseinandersetzen muss, sich gegen diese unverhältnismäßig heftig wehren muss, sich im schlimmsten Fall dieses Verhalten sogar "abguckt" bzw. angewöhnt und es u.U. auch auf andere Hunde, die eigentlich "artig" sind, überträgt (z.B. wenn sie ständig von einem DSH gemoppt werden würde, plötzlich meint, alls DSHs sind so und müssen gleich attackiert werden).

    Hast Du noch mehr Fotos sozusagen Kopfstudien von Deinem Hund?

    Auf diesem eher unklaren Foto könnten durchaus die eher weit auseinanderliegenden Augen inkl. die dazwischenliegende, angedeute Falte plus das Verhältnis Schnauze/Stirn auf einen Pitt oder Staff hindeuten.

    Wie ein reinrassiger Labbi sieht der Kopf auf diesem Foto für mich jedenfalls nicht aus.

    Zitat

    Den es kann ja nicht sein, dass sie Boxer-Mix angeben und es ist tats. ein Staff-Mix.

    Doch, das kann sein, weil sie ja auch nur getippt haben (Welpe wurde ja irgendwo auf der Straße aufgelesen).

    Da sie sie Pitti nannten, unterstelle ich ihnen mal, dass sie durchaus eine Ahnung hatten, dass ein Listenhund mitgemixt hat und nur versucht haben, durch den allseits bekannten "Trick" einerseits seine Vermittlungschancen zu erhöhen und andererseits den zukünftigen Besitzer so friedlich wie möglich mit seinem Hund leben zu lassen.

    Für die meisten bürokratischen Prozesse reicht ja der Übernahmevertrag der Tierschutzorga aus und da stand halt "Boxer-Mix" und gut war.

    Blöde nur, wenn das Vet-Amt des Ortes auf einen aufmerksam wird, denn die Aussage des Amtstierarztes hebt sämtliche Aussagen in vorherigen Dokumente auf und denen ist es auch ziemlich (zu recht) schnuppe, was irgendeine Orga meinte, was das für ein Mix sei.