Zitat
souma
wie abbrechen? ich will ja auch nicht das wenn ich zu ihr hingehe das sie dann merkt so ala "aha schau sie kommt ja zu mir her" ok was ich evtl machen hätte können stückchen weiter hin und dann nochmal versuchen sie zu locken, was ja im endefekt meine schwester übernommen hat und Suri dann "animiert" war doch noch mehr zu laufen und zu mir zu kommen *g*
aber wie soll ich sowas machen wenn ich alleine bin abrechen? wie hättest du das denn gemacht?
Optimalerweise beginnt man ein Training ja nur, wenn der Hund auch hochmotiviert ist und man die Umgebung völlig unter Kontolle hat. Aber manchmal passiert es halt, dass man die Situation falsch eingeschätzt hat (weil Hundie gar keine rechte Lust, plötzlich was unerwartetes auftaucht oder man seinen Hund überschätzt hat) und dann kann man sich nur selber mit der Zeitung auf den Kopf hauen und für's nächste Mal was dazu gelernt haben. 
Wenn das Training "außer Kontrolle gerät" (mal überspitzt formuliert), dann sollte man am allerwenigsten auf die korrekte Ausführung des Kommandos bestehen, sondern zusehen, wie man da wieder mit möglischst wenig Verlusten raus kommt. Wie das gerade geschehen kann, ist sehr, sehr situationsabhängig.
Z.B. hätte ich wahrscheinlich in dem Moment, wo die Frau Suri verdächtig nah kam, versucht, eher neben Suri zu sein als sie sie hätte ansprechen können (da ja eigentlich klar war, was kommt, selbst wenn die Frau kein Ton von sich gegeben hätte), um Suri das "Auflösungskommando" zu geben, auf dass sie sich von der Frau ümtüddeln lassen kann und auch ich sie loben kann, weil sie ja immerhin das "Auflösungskommando" richtig gemacht hat. 
Mal eine andere Situation: Ich trainiere mit Zazie Platz, auf das sie auch liegen bleibt, wenn ich mich entferne. Und obwohl ich das nur trainiere, wenn ich die Umgebung 20,30m weit rundum einsehen kann, schießt plötzlich ein Hund auf sie zu, um mit ihr zu spielen.
Tja, mein Pech, denn sicherlich wird Zazie nicht weiter artig liegen bleiben, sondern auf die Spielaufforderung des Hundes reagieren und mit ihm rumtoben. Da kann und will ich auch nix machen, außer sie erst einmal rumhüpfen zu lassen und den anderen HH, wenn er denn endlich bei uns angelangt ist, nett aufzufordern, das Spiel auch abzubrechen, denn er ist uns gerade mitten ins Training rein gelaufen. Bisher waren alle HH da sehr verständig, denn sie kennen das ja auch ;), und so ist man dann ganz schnell in entgegengesetzte Richtungen gegangen. Und Zazie und ich konnten unser "Platz"-Training auf ein neues versuchen.
Weitere Situation: Ich möchte gerne, dass Zazie ein Kommando, was sie noch nicht wirklich beherrscht, befolgt. Aber in dem Moment, wo ich es sage, gibt sie mir klar zu verstehen, dass dafür jetzt ihre Konzentration echt nicht mehr ausreicht. Dann schraube ich meine Erwartungen gleich um 'zig Schritte zurück und formuliere es um in ein Kommando, was ein kleiner Schritt in die richtige Richtung wäre und was sie auf jeden Fall kann. Und somit ein Erfolgserlebnis auf beiden Seiten ist.
Und so weiter und so fort ....
Sicherlich muss man aufpassen, dass Hundie nicht durch das Nichtbefolgen 'zig Erfolgserlebnisse hat, aber soweit ich es sehe, liegt die Ursache oft bei dem HH, der dazulernen muss, wie, wann, was man mit seinem Hund gerade trainieren kann. 
Und gerade bei dem sehr schwierigen und enorm wichtigen "Hier"-Kommando, dessen korrekte Ausführung Euch noch viele Monate begleiten wird, würde ich übermäßig darauf achten, dass es für Euren Wauzie prinzipiell immer machbar ist, wenn ihr es denn sagt.