Beiträge von souma

    Hallo Julia,

    erst einmal ein herzliches Willkommen hier im Forum. :hallo:

    Na, das ist mal eine Anfrage auf der Suche nach einem Hund, von jemanden, der sich scheinbar wirklich mit Hunden auskennt und zu dem zur Abwechslung mal ein echter Powerhund passt. :D

    Obwohl ich einen Australian Cattle Dog nicht persönlich kenne, würde ich eher davon abraten, da es doch eine Rasse ist, die durchaus noch sehr an ihrer ursprünglichen Aufgabe hängt und vielleicht nicht unbedingt nur mit den Dingen, die Du gerne machen möchtest, zufrieden zu stellen ist (aber hier gibt es ja eine Besitzer, die Dir vielleicht mehr darüber erzählen können).

    Wie wäre es mit einem belgischen Schäferhund wie den Malinois oder Laekenois?!

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    oder jemandem Angst macht dadurch, dass sie so hektisch und stürmisch ist.

    Hektisch und stürmisch sind natürlich schon nicht die besten Ausgangsbedingungen, um sie mitzunehmen, zumal sie ja auch ruhig bleiben muss, wenn Ihr irgendwelche "merkwürdigen" Verrenkungen macht und ganz komische Geräusche von Euch gebt. :D

    Ich habe Deine persönlichen Beiträge bisher nicht sonderlich verfolgt :ops:, daher weiß ich recht wenig über Mia. Wie alt ist sie denn eigentlich? Wie kannst Du sie auslasten, dass sie mal zur Ruhe kommt? Und was hast Du bisher unternommen, um ihr "Defizit" in Bahnen zu lenken?

    Ansonsten muss sie nach und nach lernen, dass, wenn Du sie auf ihren Platz schickst, sie da liegen zu bleiben hat, komme was wolle. Und sie auch ganz gelassen bleibt, wenn sie völlig tolpatisch begrapscht wird.

    Beides kannst Du in Deiner Wohnung, teilweise mithilfe von Freunden, klasse trainieren. Auf dem Platz liegen bleiben kann Deine sicherlich schon.

    Und nun kannst Du das steigern, in dem Du, wenn sie in ihrem Körbchen liegt, völlig schräge Geräusche oder auch nur die Anweisungen, die Du bei einer Ergotherapie von Dir gibst, vor Dich hin säuselst. Und Mia einflechtend lobst, wenn sie weiterhin ruhig und entspannt bleibt.

    Und mit Deinen Freunden eine Ergotherapie vor Mia's Augen vollführst, damit sie sich an dieses "Rumgekaspere" (sehe ich nicht so, aber Mia bestimmt ;)) gewöhnt und sie es nicht als Startschuss sieht, um wieder hektisch zu werden.

    Des weiteren kannst Du Deinen Hund durchaus mal öfter übermäßig überall knuddeln und auf ihn in bedrohlicher Körperhaltung "losgehen", bis Du sie tatsächlich bedrängst. Sobald sie sich bedrängt fühlt und entsprechend reagiert, hörst Du abrupt auf, sagst "Nein" und drehst Dich leicht weg (wenn sie Dich anspringt bzw. zwicken will, wehrst Du sie noch ganz kurz und entschieden ab). Wenn sie dann sofort aufhört, wird sie richtig dolle gelobt.

    Bei der Gelegenheit wirst Du sicherlich herausfinden, welche Annäherung Mia richtig stresst und kannst sie auch nur rein positiv, in dem Du genau einer ihrer "Schwachstellen" nach und nach angehst und Du Dich ihr näherst, trainierst.

    Ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig helfen, auch wenn ich nur absolutes Laienwissen dazu habe.

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    bei uns im reitstall haben wir ein recht nettes "hunderudel".

    Diese Diskussion gab es schon öfter hier. :D

    Auch wenn es zum guten Ton gehört, dass man als HH mit einer läufigen Hündin nicht in jedem x-beliegen Hundefreilauf rumstolziert und dann auch noch selbstverständlich erwartet, dass die HH der intakten Rüden gefälligst auf ihre Hunde aufzupassen haben, liegt bei Euch die Lage ja ein wenig anders. Denn so wie ich es verstanden habe, seit ihr mehr oder weniger eine feste Hundetruppe im Pferdestall (und diese Hündin ist die einzige, die nicht kastriert ist?).

    Auch den meisten Rüden kann man beibringen, läufige Hündinnen in einem gewissen Rahmen wie Euren Pferdestall weitgehends zu ignorieren. Da gehört wie immer ein gewisses Training zu (auf beiden Seiten, denn auch die läufigen Hündinnen müssen lernen, die Rüden nicht zu "nerven").

    Halt wie immer, sicherlich haben die Hunde einen gewissen Trieb zu irgendwas (Leinengezerre, Quatsch fressen, rumkläffen), aber nur, weil dies ein sexueller Trieb ist, heißt das nicht, dass man diesen nicht in gewisse Bahnen lenken kann. Jeder User, der sowohl eine intakte Hündin als auch einen intakten Rüden zuhause hat, wird das sicherlich bestätigen. :D

    Daher würde ich Dir raten, Euch gemeinsam zusammen zu setzen, um Pläne für das Training auszuhecken, und um zu schauen, wer, wann, wie zuhause bleiben muss. Per se sollte es jedenfalls nicht die läufige Hündin sein. Da Deiner eh nicht ganz so darauf anspringt, würde ich die Situation als willkomme Trainingseinheit sehen, um Deinem Rüden genau das evtl. beizubringen.

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    Unser Lehrer an der Hundeschule bringt uns immer bei, dass wenn wir den Namen unseres Hundes rufen, er uns in die Augen schauen soll, bzw. einfach zu uns gucken soll.

    Da hast Du bzw. Deine Lehrer vollkommen recht. Eigentlich ist der Name das Kommando, dass der Hund zu einem schauen soll.

    Aber gerade Ersthundebesitzern fällt das sehr schwer; sie verwechseln ganz leicht den Namen mit einem "Hier" bzw. "Komm" bzw. es kann in einer "Nein", "Aus", "Pfui"-Situation ganz schnell dazu kommen, dass der Name auch fällt und evtl. falsch verknüpft wird. :roll:

    Daher ist ein extra Kommando auch nicht schlecht, um das alles auseinander zu halten. :D

    Ich z.B. benutze nicht den Namen meiner Hündin, weil der zwar klasse ist, aber ich ihre Aufmerksamkeit mit einem Kommando, was wesentlich markantere K's (Cookie/Guckie) enthält, viel besser bei dieser schwierigen Aufgabe auf mich lenken und halten kann als mit den säuselnden S's (Zazie). ;)

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    Lilly wurde uns als reinrassig verkauft

    Eure Lilly kann nicht reinrassig sein, weil Ihr keine Papiere eines anerkannten Vereins für sie bekommen habt (warum eigentlich?! :???:).

    Hört sich jetzt vielleicht komisch an, aber auch ein Hund, der keine eigenen Papiere hat, obwohl von reinrassigen Eltern derselben Rasse mit offiziellen Papieren ist ein Mischling. Das ist leider Fakt und warum und wieso das so ist, findest Du heraus, wenn Du die Suchfunktion hier bemühst.

    Ein Grund ist, dass jede Nachzucht möglichst immer mehr dem Rassestandard entspricht. Da Du schreibst, dass es einen Riesenwelpen gab und zwei Winzlinge und Deine TÄ Deinen Welpie eher als Mix sieht, denn als Labbi, war diese Nachzucht vielleicht nicht ganz so optimal im Sinne des Standards.

    Was nicht heißen soll, dass die "Zieheltern" von Lilly nicht ihr bestes gegeben haben, Deine Lilly nicht eine klasse Kinderstube hatte und sie kein Labbi ist.

    Aber bei solch Größenunterschieden, die eigentlich jeder Züchter versucht, zu vermeiden, da sie ein erstes "Aus-Kriterium" für die Weiterzucht mit seinen Zuchthunden ist, drängt sich schon der Verdacht auf, dass irgendwann, irgendwo in der tiefsten Ahnenreihe eine andere Rasse mitgemixt hat. :roll:

    Kopien der Elterntiere sagen leider überhaupt nix aus, denn die kann auch ein Laie in nullkommanix mit der heute verfügbaren Software erstellen (nicht, dass ich das denjenigen unterstelle, aber so ist es nun mal). ;)

    XXtra: Sicherlich gibt es in fast jedem Wurf ein sehr starken Welpen und einer, der eher mäckelig ist. Aber dennoch müssen beide in einem gewissen Rahmen bleiben, um mit diesen Hunden weiter zu züchten.

    Sicherlich gäbe es da noch was zu lernen. :D

    Aber die Frage ist, wie möchtest Du denn Deinen Hund in Deine Arbeit integrieren? Denn zwischen Hund zur Arbeit mitnehmen (im weitesten Sinne Bürohund) und Therapiehund besteht ein riesen Unterschied mit allen Facetten dazwischen. ;)

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    und wir wollten ihm durch die Kleine Lebensfreude einhauchen.

    Oopps, ich hoffe, dass war nicht Euer einziger Beweggrund, denn der ist ja nun sehr schnell nach hinten losgegangen.

    Wie fischli66 schon sagte, nun habt Ihr ein mehr oder weniger großes Problem. Immerhin habe sie draußen ja auch gespielt, aber Euer ist ein Senior, der wahrscheinlich mehr Zipperlein hat, als Ihr bisher mitbekommen habt.

    Ich glaube nicht, dass er eifersüchtig ist (hoffentlich hat er auch keinen Grund dazu ;)), sondern dieser kleine Wildfang ist in gewissen Situationen einfach viel zu viel für ihn, er merkt selber, dass er nicht mehr ganz so kann, wie er eigentlich möchte, und ist streckenweise völlig überfordert.

    Wie gesagt, ich könnte mir gut vorstellen, dass er schon das ein oder andere Schmerzempfinden in den Knochen usw. hat (hattest ja geschrieben, dass er Polyarthritis hat, was sicherlich weh tut) und was ihn veranlasst, so böse zu knurren. Ich würde ihn nochmals beim TA durchchecken lassen, damit dahingehend eine gewisse Klarheit besteht und u.U. durch Medikamente es ein wenig gelindert werden kann.

    Ich würde auch überhaupt nicht versuchen, Deinem Senior klarzumachen, das kleine Welpie zu akzeptieren, denn er ist alt, hat wahrscheinlich Schmerzen und ist sicherlich nicht mehr soo lernfreudig. Sondern ich würde meine ganze Energie für die Erziehung des Mädels einsetzen, das sie versteht, dass sie den alten Herrn in Ruhe zu lassen hat, wenn er nicht will (und sei es, dass sie im extremsten Fall rausfliegt, wenn sie ihn nervt).

    Einzige Ausnahme: er bedrängt das Mädel durch Pfotengepatsche übermäßig und sie kann sich nicht wirklich wehren. Dann wird natürlich auch er mal zu "Sitte und Anstand" gerufen.

    Solange er knurrt, ist doch alles wunderbar. Denn dann gibt er Dir klar zu verstehen: "Frauchen, das DING nervt!! Nimm's weg!". :D

    Das solltest Du auch gleich beherzigen und Partei für ihn ergreifen, denn ansonsten wird sicherlich er irgendwann unverhältnismäßig heftig eingreifen.

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    Für meinen Hund brauche ich einen "Eignungstest", aber Kinder darf jeder Voll***** in die Welt setzen.

    OT: Da habe ich letztens Bekannte, mit denen wir (Partner und Hündin Zazie) uns getroffen hatten, mit einer "unbedachten" Aussage zum herzhaften Lachen gebracht. Sie kamen auf die Idee, im Park um die Ecke spazierenzugehen und dass das doch auch für Zazie klasse wäre. Darauf ich: "Habt Ihr eine Ahnung, was da an einem schönen, sonnigen Sonntagnachmittag los ist?! Wenn es auch eine Leinenpflicht für Kinder gäbe, hätte ich ja kein Problem damit, aber so ist das eher Stress für mich und Zazie!". :lachtot:

    Und nun zur eigentlichen Frage: Ich finde diese Kurse auch nicht wirklich sinnvoll. Sie erinnern mich ein wenig an den Hundeführerschein, der ja mancherorts gemacht werden muss. Und wenn man sich da die Fragen durchliest bzw. eher die zulässigen Antworten (was ja auch oft hier diskutiert wurde), dann kann man nur den Kopf schütteln und sich fragen, wer diese Fragebögen denn bitte erstellt hat.

    Ich finde, ein Gesetz kann nur die Mindestanforderungen an die Tierhaltung festlegen, die es wissenschaftlich nachgewiesen gibt. Daher ist z.B. ja gsd die Kettenhaltung hierzulande nur sehr eingeschränkt erlaubt.

    Aber warum benötigt eine Katze Räume, die 2m hoch sind? Ich würde zwar nicht auf die Idee kommen, eine Katze in Räumen zu halten, wo selbst mir die Decke auf den Kopf fällt, aber die wissenschaftliche Begründung dafür sehe ich nicht. :ka:

    Ich denke auch, dass ein Hund nicht unbedingt einen Tag die Woche fasten muss.

    Ich persönlich lasse Zazie einen Tag ca. alle 10 Tage fasten, da sie echt eine richtige Futtermäklerin ist, mich schon zwei Mal mit einem fast vollen Sack TroFu (ich barfe nicht) im Regen hat stehen lassen, da half dann nix mehr.

    Nun haben wir eine neue Sorte, die ihr richtig gut schmeckt und bei der sie richtig klasse (Fell und so) aussieht, gefunden, aber auch da fing sie nach den ersten zwei vielversprechenden Wochen wieder an zu mäkeln.

    Also greife ich ihr vor, lass sie einfach einen Tag hungern, bevor sie überhaupt auf die Idee kommt, zu mäkeln, und bisher ging mein Konzept auf und sie ist danach immer wieder ganz verrückt nach dem TroFu. ;)

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    Hab nämlich das Problem das Molly wenn ich ihr was sage immer nur auf meine Hände achtet weil ja dort die leckerchen herkommen :roll:

    Das machen die meisten Hundies, daher "versteckt" man ja auch die Leckerlies in der Hosentasche bzw. in einem Futterbeutel und läßt sie nicht in der Hand. :D

    Übrigends kann man Welpies/Junghunde oft leichter auf Sichtzeichen (also Handzeichen) als Hörzeichen trainieren. Vielleicht hast Du ja Lust, ihr auch zeitgleich Handzeichen beizubringen.

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    Wie bring ich ihr denn das "Schau mich an" am besten bei?

    Das ist schon ein eher anspruchsvolles Kommando und ich würde noch ein wenig warten, bis Du anfängst, es ihr beizubringen.

    Aber dann brauchst Du erst einmal ein eingängiges Wort. "Schau mich an" ist definitiv zu lang, daher vielleicht nur "Schau" (bei uns heißt es "Cockie/Guckie" ;) und das Handzeichen ist mein rechter Zeigefinger über meiner Nasenspitze).

    Und dann gibst Du ihr in der Wohnung und auch draußen immer das Kommando, lobst sie und sie bekommt ein Leckerlie, wenn sie Dich von ganz alleine! anschaut.

    Nun kann man ja nicht den lieben langen Tag sein Hundie bei jedem Blickkontakt loben. Weiterhin muss man aufpassen, dass der Welpie/Junghung nicht ein aufmerksamkeitserheischendes Verhalten (gerade in der Wohnung) an den Tag legt.

    Daher wird jede Trainingsphase von Dir begonnen (z.B. durch ein "Sitz"/erhobener Zeigefinger) und auch von Dir durch ein Auflösungskommando beendet (z.B. "Und los!"/rechte Hand im Schwung von unten nach oben vom Körper weg).

    Aber auch diese Kommando's wollen erst gelernt werden. Wie Du liest, hast Du noch viel Arbeit vor Dir. :D

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    LACH, ich stell mir gerade vor, wie ich das leckerlie in meinen Mund nehme, um ihr diese Kommando "schau mich an" beizubringen

    Hört sich zwar wirklich lustig an, aber genau diese Methode habe ich hier durchaus schon öfter gelesen. Ist aber nur sinnvoll, wenn ein erwachsener Hund für eine Prüfung vorbereitet werden soll und echte Probleme hat, den Blickkontakt lange genug zu halten, obwohl es die Prüfungsordnung bei gewissen Kommandos vorschreibt.