Beiträge von souma

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    ich befürchte fast, für sowas sind nun die fronten schon fast ein wenig zu verhärtet.

    Naja, dann müßt Ihr ja eh erst für eine Kommunikation unter den HH sorgen, auf dass die Hunde irgendwie zur Ruhe kommen.

    Aber vielleicht kannst Du bei der Gelegenheit alle Beteiligten mal ansprechen, dass das nicht ein Trieb ist, den man einfach so hinnehmen muss, sondern durchaus trainieren kann. Kann ja sein, dass der ein oder ander HH sich dadurch durchaus in seinem Stolz verletzt fühlt (mein Hund hört immer!) und ins Grübeln kommt. ;)

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    Du hast Deinem Hund beigebracht, die Umwelt und andere Menschen nicht wahrzunehmen?

    Ja, ich habe Zazie beigebracht, in Menschenansammlungen, egal ob im öffentlichen Verkehr, einer Einkaufsstrasse, Shoppingmal oder wo auch immer sie nicht beachtet wird und viele Menschen auf einen Haufen sind, auch die anderen Menschen genauso zu ignorieren.

    Da Zazie eine will-to-please-Rasse ist, war das auch nicht wirklich ein Problem und war für uns auf jeden Fall unabdingbar, da wir mitten in Berlin leben und leicht und fluffig gemeinsam unseren Alltag erleben wollen.

    Und sie kann nun durchaus sehr gut unterscheiden, wann sie die Umwelt und Menschen wahrnehmen und gleich wieder richtig aufdrehen kann. :D

    Aber nun ist gut. :ops:

    Ahhh, :schockiert:, jetzt macht mich doch nicht alle wuschig!!!

    Welche Buhworte habe ich denn von mir gegeben, dass nun alle über mich herfallen müssen?! :lachtot:

    Nein, es war kein hartes Training, nein, Zazie ist eine derartig eigenständige Persönlichkeit, dass es mir durchaus auch manchmal zu viel Eigenständigkeit ist, sicherlich bin ich nicht der Nabel für sie zur Welt, da ich loslassen kann und muss ...

    ... aber mitten in Berlin muss ein Hund einfach einiges lernen, damit man ihn ganz alltäglich überall mit hin nehmen kann.

    Und überhaupt, habe ich 3 Jahrzehnte Erfahrung mit Hunden und rede nicht einfach so daher. Bitte, lasst mich aus diesem Thread wieder raus. :gott:

    Völlig o.k. undercover, Du siehst es so, ich sehe es so.

    Aber eigentlich ist auch nun Dein zweiter Beitrag nix anderes, als auf meinem Statement drauf rum zu hauen, oder? ;)

    Wie ich schon sagte, es ist leicht, andere User zu kritisieren, was auch durchaus gerne gesehen ist, aber wirklich nur, wenn man auch einen besseren Vorschlag für die Themenstarterin hat bzw. es in die Worte fasst, die man gerne stattdessen gelesen hätte. :D

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    Und wie lange hast du gebraucht bis das alles sicher saß bei deiner Zazie?

    Gute Frage??? :???: Da muss ich ehrlich überlegen, denn nach den anfänglichen Schwierigkeiten, ging es dann sehr schnell (sogar noch deutlicher beim Schlangestehen, wo sie sich einfach hingeschmissen hat und und mit mir nach und nach ganz selbstverständlich nachrückte)

    Also bis es einigermaßen saß (ein paar Patzer seien ihr bis heute verziehen ;)) war sie ca. 6 Monate.

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    Also bitte .. man kann es wirklich übertreiben.

    Mag für Dich stimmen, aber hier in Berlin ist es unumgänglich, dass ein Hund (besonders in der Rush-Hour ;)) keine Menschen als solche wahrnimmt, sondern nur auf mich fixiert ist und völlig entspannt.

    Soll nicht heißen, dass es nicht zu irgendwelchem Körperkontakt zu anderen kommt, aber dann ist es einfach eine unumgängliche Situation und es bleibt bei dem Körperkontakt und Zazie nimmt max. nur einen ganz kurzen Augenkontakt auf (vielleicht will der mich doch umtüddeln) und gut ist's. ;)

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    Aber wie hast Du Deinem Hund beigebracht alles um sich herum zu ignorieren?

    Das war ein hartes Stück Arbeit. Denn zuerst musste sie lernen, dass das Fahren mit öffentlichen Verkehrsmittel nicht bedrohlich ist, und dann musste ich lernen, wie ich auf die "Ahh, ist die süß!"-Angriffe reagiere, die mein Training druchaus massiv unterwanderten. ;)

    Und dann kam eins zum anderen. Sie hat gelernt, auf Fingerzeig sich exakt dahin zu legen, wo ich es für gut empfinde. Ich habe gelernt, wenn ihre Nase abschweift bzw. wenn sie irgendetwas plötzlich höchst spannend in der Bahn findet, sie mit einem entschiedenen, sehr leisen Ton sofort davon abzubringen.

    Darüber hinaus haben wir das aber nicht nur in den öffentlichen Verkehrsmitteln trainiert, sondern auch in diversen Läden, wo sie in einer Schlange mit mir artig warten musste, bis wir dran sind, egal, wie dolle diejenigen vor und nach uns auf sie einreden. ;)

    Das ist einfach eine Sache des Trainings, seinen Hund für diverse Stresssituationen zu desensiblisieren. Und wie immer, muss man natürlich genau auf seinen Hund schauen, was, wie, wo er mitmacht und verträgt.

    Aber um auch gleich mit der neu aufgekommenen Unterstellung aufzuräumen. Zazie ist überhaupt nicht abgestumpft, sondern ist immer noch genau so freudig, neugierig und lernwillig wie gehabt. :D

    Dank Dir für den ausführlichen Überblick!

    Na, da hast Du ja schon etliche Meilensteine erkannt und erledigt. :gut:

    Nichtsdestotrotz ist Mia immer noch unsicher, was vielleicht unter ferner liefen fallen würde, aber da Du sie auf Deine Klienten "los lassen" willst. :D

    Generell sollte Mia, wenn sie hektisch reagiert, von allen völlig ignoriert werden; dabei dreht man ihr am besten leicht den Rücken zu, stuppst sie entschieden weg, wenn sie zu aufdringlich wird, und alle beteiligten Personen schauen sich dabei intensiv in die Augen, um die Konzentration aufeinander und weit weg vom Hund zu halten und führen irgendeinen Small-Talk, aber beachten auf gar keinen Fall den Hund.

    Das blöde an dieser Übung ist, dass man mehr sein menschliches Gegenüber dazu erziehen muss als seinen Hund, weil dann doch der Blick abschweift, dann doch ein Ton über die Lippen kommt und man sich "Nein" zu seinen Freunden sagen hört. ;)

    Und natürlich sollte alle sie loben, wenn sie einigermaßen entspannt ist, falls sie dann nicht wieder aufdreht (denn dann dürfen sie alle auch gerne Stunden ignorieren).

    Wie schnell kriegt sich Mia denn trotzalledem ein, wenn Freunde bei Euch zu Besuch kommen?

    Draußen würde ich mich erst gar nicht auf diese Kaspereien einlassen. Sicherlich leichter gesagt als getan, besonders, wenn ein Bekannter plötzlich auftaucht. Aber dann heißt es, eisern sein Training zu verfolgen und während man dem Bekannten kurz erklärt, warum und weshalb er sie jetzt auf gar keine Fall ansprechen darf, wird Hundie in ein paar Metern Entfernung irgendwo festgemacht und abgelegt. Auf dass man sich ganz entspannt mit dem Bekannten unterhalten kann und anschließend seinen artig wartenden Hund wieder abholt und in den höchsten Tönen lobt.

    Hast Du eigentlich mit Ihr trainiert, dass andere ihr Kommandos geben können?

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    sind die Sitzmöglichkeiten nun nicht soo weit voneinander entfernt.

    Naja, dann hat man als HH entweder die Möglichkeit, sich da überhaupt nicht hinzusetzen oder seinen Hund soweit unter Kontrolle zu haben, dass er das Gegenüber überhaupt nicht zur Kenntnis nimmt (was sicherlich eine Weile dauert, bis er es begreift).

    Ich wohne in Berlin und auch hier gibt es diverse U-Bahnen mit genau dieser Sitzanordnung. Und hier gibt es diverse Menschen, die echt Probleme haben, wenn ein Hund ihnen ganz nah gegenüber sitzt und sie dann vielleicht auch noch regestriert.

    Bisher hat mich zwar noch niemand persönlich angemacht, aber das liegt sicherlich daran, dass ich sehr feinfühlig in solchen Situationen bin und schon an den großen Augen erkenne, dass ich diese Menschen in Bedrängnis bringe, wenn Zazie ihnen dadurch, dass ich mich dahin setzte, zu nahe kommt.

    Und Zazie darf auf gar keinen Fall nie und nimmer irgendwie die anderen Fahrgäste zur Kenntnis nehmen, auch wenn sie nur 5cm neben ihr rumhuschen. Sie darf auch nicht im Weg liegen. Ich sehe ich zu, dass sie den max. Bereich um sich herum zur freien Verfügung hat und wechsel auch durchaus den Platz und Standort während der Fahrt.

    Als sie klein war, haben sie natürlich immer wieder Leute gerufen (weil so süß), da war das nicht so ohne weiteres möglich. Aber dann habe ich ein Gespräch mit denjenigen welchen angefangen und wir haben beide Zazie umtüddelt und wenn es "Deppen" waren, auf die ich keine Lust hatte, dann habe ich halt bei der nächsten Station gewechselt.

    Wie gesagt, ich verstehe Dein Problem nicht wirklich. Denn eigentlich sollten wir froh sein, dass hierzulande Hunde überhaupt noch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren dürfen, und sollten unser möglichstes tun, um zu zeigen, dass es auch völlig unproblematisch machbar ist.

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    Dieser nette alte Herr, hat es nicht zu mir, sondern zu meinem Hund gesagt.

    Ist doch völlig schnuppe, wem er es gesagt hat, verstehen konntest es eh nur Du. :D

    Und ich persönlich kann wirklich nicht nachvollziehen, wo überhaupt Dein Problem war, dass Du einen Aufstand machen musstest, auf dass die ganze Bahn zu Euch schaut, Du diese Herrschaften dumm und resprektlos bezeichnest, noch, was Du überhaupt für Grenzen aufzeichnen musstest oder wo die Beschimpfung, Drohung oder Beleidung war.

    Dein Hund hat andere Mitfahrer überhaupt wahrgenommen und dadurch belästigt, das fanden die nicht so prickelnd, ist aber Deine Aufgabe und eine Sache Deiner Erziehung, ihm genau das abzugewöhnen. Ein kurzes Entschuldigung (meinetwegen auch nicht) und ein Meter weiter gehen hätte es doch getan, oder?

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    Anouk steht neben mir uns schnüffelt Richtung unseres Gegenübers.
    Plötzlich sagt der Rentner mit strengem Ton: "Schnüffel mich nicht an, sonst bist Du gleich tot!" :schockiert: Seine Frau pflichtete ihm bei.
    Ich war so schockiert und habe sofort reagiert und einen riesigen Aufstand in der Bahn veranstaltet, wie unmöglich ihr respektloses Verhalten sei.

    Ich kann jetzt nicht ganz nachvollziehen, warum Du so einen Aufstand gemacht hast?! Er hat ja nicht nach Deinem Hund getreten oder so. :???:

    Nun gut, die Wortwahl des Gegenübers war sicherlich unglücklich, aber Dein Hund hat sich im öffentlichen Verkehr für NIEMANDEN zu interessieren. Das ist Deine Aufgabe, dass Du ihm das beibringst, und bis er es perfekt beherrscht, kannst Du nur auf viel Verständnis bei den anderen hoffen und Dich eher entschuldigen als Dich aufzuregen.

    Hinzu kommt, dass ich persönlich auf jeden Fall und immer Respekt gegenüber älteren Menschen habe. Vielleicht hat der ältere Mann in dem letzten halben Jahrhundert schlechte Erfahrungen mit Hunden gemacht, die ihn zu dieser Aussage bewegten. Die muss er nicht mit mir diskutieren, sondern es gehört sich für mich, ein gewisses Maß an Höflichkeit aufzubringen, dass ich seine Ablehnung zur Kenntnis nehme und mein möglichsten als Jüngere tue, dass alle aus dieser bedränglichen Situation schnellstmöglichst und ohne großes Aufhebens raus kommen.