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Also bitte .. man kann es wirklich übertreiben.
Mag für Dich stimmen, aber hier in Berlin ist es unumgänglich, dass ein Hund (besonders in der Rush-Hour ;)) keine Menschen als solche wahrnimmt, sondern nur auf mich fixiert ist und völlig entspannt.
Soll nicht heißen, dass es nicht zu irgendwelchem Körperkontakt zu anderen kommt, aber dann ist es einfach eine unumgängliche Situation und es bleibt bei dem Körperkontakt und Zazie nimmt max. nur einen ganz kurzen Augenkontakt auf (vielleicht will der mich doch umtüddeln) und gut ist's. 
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Aber wie hast Du Deinem Hund beigebracht alles um sich herum zu ignorieren?
Das war ein hartes Stück Arbeit. Denn zuerst musste sie lernen, dass das Fahren mit öffentlichen Verkehrsmittel nicht bedrohlich ist, und dann musste ich lernen, wie ich auf die "Ahh, ist die süß!"-Angriffe reagiere, die mein Training druchaus massiv unterwanderten. 
Und dann kam eins zum anderen. Sie hat gelernt, auf Fingerzeig sich exakt dahin zu legen, wo ich es für gut empfinde. Ich habe gelernt, wenn ihre Nase abschweift bzw. wenn sie irgendetwas plötzlich höchst spannend in der Bahn findet, sie mit einem entschiedenen, sehr leisen Ton sofort davon abzubringen.
Darüber hinaus haben wir das aber nicht nur in den öffentlichen Verkehrsmitteln trainiert, sondern auch in diversen Läden, wo sie in einer Schlange mit mir artig warten musste, bis wir dran sind, egal, wie dolle diejenigen vor und nach uns auf sie einreden. 
Das ist einfach eine Sache des Trainings, seinen Hund für diverse Stresssituationen zu desensiblisieren. Und wie immer, muss man natürlich genau auf seinen Hund schauen, was, wie, wo er mitmacht und verträgt.
Aber um auch gleich mit der neu aufgekommenen Unterstellung aufzuräumen. Zazie ist überhaupt nicht abgestumpft, sondern ist immer noch genau so freudig, neugierig und lernwillig wie gehabt. 