Ich war 9 Jahre alt, als ich eeeendddlich meinen ersten Hund haben durfte.
Vorher hatte ich meine Zuverlässigkeit und geschickten Umgang mit Tieren schon an diversen Kleintieren gezeigt. Und mein Taschengeld in allen Hundebüchern gelassen, die mir in den Weg kamen. Ich habe kleine Bücher geschrieben, die mein Wissen über Tiere zusammenfassten (auch wenn sie nie jemand wirklich gelesen hat ;)), detaillierte Pläne erstellt, wie, was, wann, wer, und alle genaustens gesagt, was sie zu tun und zu lassen haben.
Und dann kam mein kleiner Viktor, ein Cockerspaniel, und alles war anders als meine Theorie. 
Nun gut, das ganze ist 30 Jahre her, auch meine Familienmitglieder, die mich tatkräftigt unterstützt haben, lebten in der Vorstellung der Hundeerziehung von vor 30 Jahren. Summa sumarum war es für die menschlichen Beteiligten eigentlich ein einziges Disaster, nur Viktor hat zeitlebens glücklich und zufrieden gelebt. 
Seitdem hat ein Hund, eher mehrere, mich begleitet, aber es waren alles Hunde, die durchaus ihre Problemchen hatten und ich nur weiter dazu lernen konnte.
Und dann kam der Knickpunkt meiner Hundehaltung, als ich meine geliebte Souma über die Regenbrücke begleiten durfte und für ein Jahr aus beruflichen Gründen keinen neuen Hund neben mir liegen haben durfte.
Aber nach knapp 30 Jahren Erfahrung wußte ich, jetzt ist der richtige Zeitpunkt gekommen, und konnte mein ganzes Wissen endlich bei meiner jetzigen Hündin Zazie umsetzen.