Beiträge von souma

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    aber trotzdem wird es sicher schwer für ihn.

    Wie schon gesagt wurde, haben Hunde damit wesentlich weniger Probleme als man denkt. Sie denken nicht wie wir nach dem Motto, oh, jetzt werde ich blind, sondern gehen da eher pragmatisch ran, so eine Sch**, jetzt wird alles immer finsterer. Gut, dass ich meine Umgebung im Blindflug erkennne und erstaunlich, dass die anderen damit klarkommen, dann halte ich mich doch mal an die.

    Dazu hat er auch noch richtig gute Kumpels (Deine anderen zwei), an denen er sich mit Sicherheit orientieren wird.

    Ich drück Dir auch ganz fest die Daumen, aber falls doch, sieh das nicht so pessimistisch, sondern Ihr werdet da sicherlich einen guten Weg finden.

    P.S.: Ich habe letztens eine Reportage über einen Collie gesehen, der in der Tierklinik vorgestellt wurde, weil er scheinbar schlecht sieht. Dabei stellte sich heraus, dass er blind ist und das schon seit einiger Zeit. Das war den Besitzern nicht wirklich aufgefallen.

    Ich denke, es gibt keinen richtigen oder falschen Zeitpunkt, und die Unsicherheit wird Dich auch weiterhin begleiten (denn wer hat denn heute noch einen Job, in dem er sicher die nächsten Jahrzehnte bleiben kann :D).

    Allerdings sollte man, wenn sich schon in absehbarer Zeit Veränderungen abzeichen (und eigentlich nicht nur dann), sich sehr genau Plan A-Z überlegen, was wäre wenn .... in allen Facetten, allen denkbaren und undenkbaren.

    Um einmal was spontan rauszugreifen, was bei Dir z.B. zu bedenken sein könnte: Was wäre, wenn Du Deinen Hund nicht mit zur Uni nehmen kannst (in Berlin handhaben das die Uni's z.B. ganz unterschiedlich)? Was wäre, wenn Du keine bezahlbare Wohnung an dem Studienplatz, für den Du eine Zusage bekommst, mit Hund bekommst? Was wäre, wenn sich Euer Senior nicht mit Deinem Hund versteht? Was wäre, wenn sich Dein Hund zu einem Problemhund entwickelt? Was wäre, wenn Deine Eltern Dich nicht unterstützen können? Was wäre, wenn sich das Studium als sehr zeitintensiv herausstellt? Was wäre, wenn Du einen Partner findest, der auf Deinen Hund allergisch reagiert? ;)

    Je mehr Erfahrung man hat, d.h. auf eigenen Beinen gestanden, Berufung gefunden, Partner gefunden, Ersparnisse hinterlegt, Hundeerfahrung gesammelt usw., insgesamt einen realistischen Überblick über die eigenen Möglichkeiten, je weniger Notfall-Pläne muss man machen. Und umgekehrt muss man sich mehr Situationen durch den Kopf gehen lassen. :D

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    Wenn man das alles neu schreiben will, wirds ein Buch. Vielleicht reicht es, die längst im DF versteckten tollen Texte hierher zu verlinken.

    Wow, da ist ja eine Menge zusammengekommen. :schockiert:

    Im DF sind wirklich tolle Texte versteckt und ich versuche mal, einen Vorschlag zu machen, wie auch die Verlinkung vielleicht halbautomatisch funktionieren kann (anstatt über PNs und Mails und hin und her).

    Es gibt ja schon die Funktionitäten, dass ein Beitrag gemeldet wird, weil er den Regeln widerspricht bzw. das "alte" Bebömmelungssystem.

    Ähnlich könnte ich mir vorstellen, dass ein richtig guter Beitrag gemeldet wird, der dann von den Mods natürlich noch abgesegnet wird.

    Der Vorteil wäre, dass die Kategorie, für den der Beitrag wichtig ist, schon feststeht (durch die Kategorie, wo der Beitrag eingestellt wurde) und das Schlagwort in etwa durch die Überschrift des Threads.

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    Üb mit ihm, dass er melden darf und sich dann zurückziehen soll. Das heißt, Du belohnst ihn fürs melden (bellen)

    Auch sein Zuhause wird ein Rotti nicht über Gebühr "beschützen", wenn man dieses Verhalten nicht unterstützt. Wenn ich ihm jedes Mal ein Leckerlie gebe, weil es etwas meldet, dann ist abzusehen, worauf das hinausläuft.

    Eigentlich sollte man ihn jedes mal belohnen, wenn er eigentlich hätte was melden können und es nicht gemacht hat. :D

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    ich denke ich weiß was ich tue.

    Das hoffe ich doch. Dein erste Beitrag war halt nur ein Erlebnisbericht in fast derselben Situation wie die TS.

    Aber wie sich ja nun herausstellt, hast Du sehr viel mehr Erfahrung, durch Deine Hunde/Kinder sehr viel mehr Verantwortung und hast Dir das Ganze sicherlich sehr genau überlegt.

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    Üb mit ihm, dass er melden darf und sich dann zurückziehen soll. Das heißt, Du belohnst ihn fürs melden (bellen) und schickst ihn dann auf einen bestimmten Platz (das musst Du vorher schon so gut geübt haben, dass er es perfekt beherrscht ohne Ablenkung).

    Da muss ich hartnäckig widersprechen!!! :explodieren:

    Das würde ich niee, nieeee, nimmer machen, erst recht, weil es ein Rotti ist. Das sind solche Knutschkugel und lieben alle, die ihnen in die Quere kommen, wenn daran gewöhnt, da würde ich ganz entschieden alle Leute, die ich bei mir ein und ausgehen als herzlich willkommene Familienmitglieder integrieren wollen.

    Sein Schutzinstinkt dürfte er anderweitig ausleben.

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    Am liebsten würde ich die Sitz-Sache bei Herrchen erstmal komplett streichen

    Und ich würde mich erst einmal darauf einlassen, wie die beiden es hingekriegt haben. Warum nicht dem Hund einen kleinen Hinweis geben, immerhin haben sie damit eine erste Kommunikation aufgebaut und erste Erfolge gehabt.

    Vielleicht lernt Herrchen schneller über direkte Berührungen, dann kann man auch darauf Platz usw. aufbauen und nach und nach die Berührungen in Handzeichen umlenken. Ein Hund muss ja keine Hörzeichen lernen, wenn er Sichtzeichen kann, tut's das ja auch. :D

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    Nur dieses animieren löst bei Puma einfach puren Stress aus...und bei uns natürlich auch.

    Dann würde ich sagen, habt Ihr gute Chancen.

    Sobald Missy anfängt, Puma aufzufordern, wisst Ihr ja, dass sie das nicht mag und Ihr sagt Missy ganz klar "Nein!" und lenkt sie mit einem Spielzeug ab.

    Dann könnte auch Puma feststellen, dass Ihr sie beschützt und sie immer noch die Nr. 1 ist.

    Auf Dauer soll Missy natürlich nicht das Ärgern von Puma mit Aufkmerksamkeit von Euch assoziieren, daher wird sie, wenn sie es gelernt hat, durchaus auch auf ihren Platz geschickt. Und es wird für genügend anderes Hundegetobe im Alltag gesorgt. ;)

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    Ich merke gerade, ich müsste wohl viel häufiger mit Hund und Herrchen rausgehen.

    Ich finde es klasse, dass Du Dich um den Hund kümmerst! :gut:

    Aber wie Du gerade selber festgestellt hast, liegt es eigentlich weniger am Hund sondern ganz viel am Herrchen. Genau deswegen gibt es ausgebildete Hundetrainer, die wahrscheinlich mehr die Herrchen trainieren als die Hunde. ;)

    Wenn Du diese Aufgabe übernehmen möchtest, dann sei Dir bitte, bitte im Klarem, auf was Du Dich da einläßt. Diese Bitte ist vorangig für den Hund, denn er muß unter Eurem Hin und Her, was nun losgehen wird, enorm leiden und ist arg gestresst. Überleg Dir, was machbar ist und handle im Sinne des Hundes, auch wenn Ihr nur ganz kleine Schritte machen könnt.