Beiträge von souma
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Hallo allerseits,
nun muss ich auch mal meinen Zorn von der Seele schreiben. :veg:
Hier mitten in Berlin begegnet man des öfteren Welpen und Junghunden, die ohne Leine an viel befahren Straßen rumlaufen. Die teilen sich eigentlich in zwei Gruppen: diejenigen, die echt hartnäckig bei ihren Besitzern bleiben und kaum rechts und links schauen (was mir ehrlich gesagt auch suspekt ist), und denjenigen, die rumhüpfen und sich durchaus in Gefahr bringen könnten.
Eben bin ich mal wieder mit meiner einem der letzteren Gruppe begegnet. Meine hat sich natürlich riesig gefreut über einen Mini-Tobekumpel auf unserer Abendrunde und wenn ich es auch nicht mag, wenn meine an der Leine spielt, habe ich sie mal ein bisschen mit dem ca. 10 Wochen altem Vizsla rumhüpfen lassen, zumal auch der Besitzer keine Anstalten machte, irgendwie weiter zu gehen.
Der Kleine ist natürlich richtig rumgeflipppt, zog immer größere Kreise und größere und ich sah das Unheil schon kommen ... aber keine Reaktion des Besitzers und schon hatte der Kleine auch die parkenden Autos umrundet und stand mitten auf der Straße.

Einzige Reaktion des Besitzers, auf ihn einzureden, dass er denn doch wieder auf den Gehweg zu kommen hat, was er denn dann auch nach einiger Zeit gemacht hat. Und er ist ihm auch artig weiter gefolgt, als ich sagte, jetzt ist aber gut und weiter gegangen bin.
Ich kann es einfach nicht verstehen, wie man einen Welpen/Junghund ohne Leine an der Straße frei laufen lassen kann! Vielleicht liegt es daran, dass ich von einigen jungen Hunden weiß, die überfahren wurden, vielleicht liegt es daran, dass meine das absolut nicht kann (und ich sicherlich die HH bewundere, deren ausgewachsene Hunde völlig easy mitten im Straßenverkehr ohne Leine mitlaufen ;)).
Wie seht Ihr das, wie handhabt Ihr das bzw. wie würdet Ihr reagieren?
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Wenn sie daran Spass hat und Du es gezielt zur geistigen Auslastung machen möchtest, würde ich durchaus in Erwägung ziehen, mich mal von einem Trainer anleiten zu lassen.
Inwieweit Du da gleich irgendwelchen Vereinen beitreten musst, weiß ich nicht, aber vielleicht findest Du ja auch einen Trainer, der Dir eine Grundeinführung gibt und Euch ab und an ein wenig "auf die Sprünge" hilft.

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Zitat
Kann man dem Hund diesbezüglich ein Kommando beibringen?
Ja, Du kannst es Deinem zukünftigen Hund mit z.B. "Mach Pippi" und "Mach Haufen" beibringen. Diese Kommandos bewähren sich einerseits, wenn Hundie vor lauter Aufregung vergisst, beim Spaziergang sich zu lösen, und, wenn er in ungewohnter Umgebung unterwegs ist und nicht recht weiß, wo denn nun.
Sie halten ihn aber nicht davon ab, irgendwo, wo er es gut findet, hinzumachen.

Denn das ist wesentlich anstrengender, ihm das beizubringen, da man einerseits genügend "Übungsmöglichkeiten" schaffen muss (Du wirst vielleicht nicht tagtäglich bei Deinen Freunden im Garten sein) und andererseits muss man sehr konsequent hinter seinem Hund her sein, dass er nicht in die Bedrängnis kommt und sich nicht davon stibitzt. Aber auch dann kann man es ihm durchaus beibringen.
Da Du Hundeanfänger bist, rate ich Dir auch zu einer Hundeschule. Denn als Anfänger macht man leider tausend Fehler (hier gibt es sicherlich niemanden, der das bestreiten wird, da wir alle mal Hundeneulinge waren und ... :D) und je eher und besser man korrigiert wird, je toller und angehenemer wird es für alle Beteiligten. Auch liebevolle Konsequenz will trainiert sein, denn Du wirst wahrscheinlich selber schnell feststellen, wie schweeer das wirklich rund um die Uhr umzusetzen ist.
Und diese kleine Biester reagieren wirklich auf die kleinste Körperregung, da ist man ab und an richtig baff, wenn einem jemand sagt, stell Dich doch mal so, guckt dahin, beweg Dich derartig, und haste nicht gesehn, der kleine Wicht, der einem eben noch auf der Nase rumtanzte, hört 1a (naja fast ;)). Ich trainiere meine gerade auf meine Augenbewegungen.

Aber Du solltest Deine Trainer richtig gut auswählen. Nicht alles, was sich so schimpft, ist auch perse gut. Aber wenn Du Deinen gefunden hast, würde ich solange mit ihm trainieren, bis Ihr beide das erreicht habt, was für Euch wichtig ist. Und selber üben musst Du eh die ganze Zeit neben her und werdet es auch in der ganzen Zeit, wo Ihr zusammen seit, selbstverständlich weiter machen.
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Zitat
Frage mich halt nur wieder, wie man auf die Idee kommt jemanden einfach so anzulabbern, keine Ahnung von nichts hat und dann noch nicht mal zuhört?
Ja, das ist wirklich erstaunlich!
Während einem es wahrscheinlich nie passieren wird, dass ein Wildfremder einen anspricht und einem sagt, dass die Frisur nicht wiklich zu seinem Typ passt oder dass einem die Klamotten nicht stehen, fühlen sich irgendwie manche berufen, ihre neugewonnen Weisheiten in die Welt hinaus zu posaunen. Meistens sind es auch die Hundeneulinge und nicht diejenigen, die zeit Jahrenzehnten Hunde haben. 
Mir sind die auch schon oft genug auf die Nerven gegangen, insbesondere, wenn sie mitten in mein Training mit ihren "Supertipps" reinplatzten. :kopfwand:
Um ehrlich zu sein, unterhalte ich mich auf meinen Hunderunden richtig gerne mit "Wissenden" und tausche Erfahrungen aus, aber wenn ich merke, aaaaahhhh, schon wieder SO EINER, dann lasse ich mich auf keine Diskussion ein, rechtfertige mich in keinster Weise und gehe völlig ignorant weiter (hat man ja gelernt bei der Hundeerziehung). Alternativ gibt es noch die Variante "Völlig naiv": Ach echt! Mensch, gut, dass sie mir das mal erklärt haben!!" (Auch damit kann man manche schnell ruhig stellen) oder "Hund ist krank": Vorsicht, meiner hat eine ansteckende Krankheit!!! (spätestens damit wird man sie los).

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Hallo,
erst einmal ein herzliches Willkommen.

Und auch ein herzliches Willkommen in der merkwürdigen Denkweise der Welpenwelt.

Ein Welpe muss nicht nur morgens, mittags und abends raus, sondern rund um die Uhr alle 2 Stunden. Das ist anstrengend und richtig anstrengend wird es dadurch, dass Welpie keine Lust hat, draußen zu machen, sich aber 5min, nachdem man wieder rein gekommen ist, sich seiner Klamotten und Schuhe entledigt hat, ein wenig "auffallend" benimmt, rumschnuffelt und guckt und sich seine "Lieblingsecken" verzieht. Da man seinen Welpen ja keine sec aus den Augen läßt, weiß man, ahhhhh, jetzt muss er doch, und schon steht man wieder draußen und hofft.

Warum sie nicht draußen macht? Weil sie es nicht gewohnt ist, alles ist ganz neu und fürchterlich aufregend, da vergisst man selbst das Pipimachen (was einem dann erst einfällt, wenn man wieder zurück in der gewohnten Umgebung ist).
Und warum sie nicht mitgehen will? Weil halt alles so neu und ungewohnt ist und da sie die große weite Welt noch nicht kennt, fürchtet sie sich und würde sich lieber in ihrer kleinen Höhle verstecken. Es ist an Dir, ihr nach und nach durch viel Geduld die Sicherheit zu geben, dass diese Welt um Euch herum super klasse ist.

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Ach mensch, das tut mir natürlich sehr leid, dass Ihr Eure Nala wieder abgeben musstet und dass Deinem Vater die Tränen gelaufen sind ....
Zitatund erzählte mir das sich die nala(so heißt der welpe den wir hatten) sich total verändert hat und nix mehr mit seinen geschwistern zu tun haben möchte...
... aber das ist völlig normal und hängt damit zusammen, dass Welpen eigenständig werden. Warum Euer Züchter da andere kontaktieren musste und dafür dort "auch mal einen Fall" gefunden hat, ist mir ein wenig rätselhaft. War es sein erster Wurf?
Auf gar keinen Fall würde ich Euch raten, Eure Nala in nächster Zeit zu besuchen. Denn damit macht Ihr es ihr nicht leichter (Euch übrigends auch nicht), sondern nur schwerer. Kleine Welpen vergessen schnell, wenn sie neue tolle Herausforderungen haben. Und es ist nun am Züchter und nicht an Euch, diese zu schaffen.

Was Euren Brutus angeht, müsst Ihr vielleicht nicht gleich zum Psychologen. Veilleicht könntet Ihr beim nächsten "Versuch" ihm ein Veto-Recht einräumen, in dem Ihr Euren auserwählten Hund mehrfach besucht, die beiden auf neutralem Gelände zusammenführt und öfter gemeinsam spazierengeht, bevor Ihr ihn bei Euch einziehen lasst.
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Es gibt zweierlei Arten von Wolfskrallen.Diese Erklärung war richtig klasse!
Unser Kaukase hatte auch doppelte Wolfskrallen an den Hinterfüßen. Drei waren knöchern und nur eine hing an einem Hautlappen. Und gsd hatte er mit dieser einen nie Probleme (da sie auch kleiner war als die anderen), so dass wir davon absahen, diese eine entfernen zu lassen.
Dafür wurden uns ab und an beim Spaziergang Horrorgeschichten erzählt, was passieren kann.

Die "erschreckenste" und die, die mich echt ins Grübeln gebracht hat, kam von einer zierlichen Seniorin, die seit Jahrzehnten Doggen züchtete. Wir begegneten ihr mit zwei ihrer Doggen und als sie die Wolfskrallen sah, blieb sie gleich stehen, um uns zu warnen.
Leider hätte sie auch einmal eine Dogge gehabt, die Wolfskrallen hatte. Da es damals ihre erste Dogge mit dieser Anomalie war, hat sie sich nix dabei gedacht. Aber als ihre Dogge knapp ein Jahr war und wesentlich mehr als ein Zentner wog, ist natürlich der Worst-Case eingetreten. Sie war mit ihren Doggen rausgefahren und mitten beim Spaziergang im Nirwana ist der Dogge eine Wolfskralle beim Umhertollen abgerissen.

Die Dogge hat geblutet ohne Ende. Sie hat versucht, diese Blutung durch einen gezielten Pressverband zu unterbinden, aber eigentlich wäre ihr das nicht wirklich geglückt. Und da ihre Dogge wie am Spieß schrie und nicht mehr dazu zu bewegen war, auch nur einen cm zu gehen, hat sie sie über ihre Schulter gewuchtet (die Frau wog wesentlich weniger) und hat sie irgendwie einige km bis zum Auto geschleppt. Bis sie in der Tierklinik war, hatte die Dogge enorm viel Blut verloren und war nur noch apathisch. Die Ärzte haben gleich alles Notwendige unternommen und da die Züchterin sich so ins Zeug gelegt hatte, konnte die Dogge gerettet werden.
Aber sie meinte, seitdem kommt ihr kein Hund mehr mit "losen" Wolfskrallen ins Haus bzw. diese würde sie sofort amputieren lassen.
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Hallo Frankly,
ohh ja, das kenne ich auch, wenn auch nicht ganz so krass wie bei Dir.
Auch ich hatte mich von einem langjährigen LG getrennt und jeder hat "seinen" Hund behalten. Tja, nur sahen es unsere Hunde so überhaupt nicht ein, dass sie auf den anderen verzichten sollten, wobei sie mehr uns als HH als das Hundegegenüber vermissten. Wir hatten nicht bedacht, dass wir sie beide von klein auf gemeinsam groß gezogen haben, und wenn uns auch klar war, wer wo "im Ernstfall" bleibt, kannten sie uns ja nur zusammen.
Die Beiden sind uns nach der Trennung derartig auf der Nase herum getanzt, hatten auch diese "Wesensveränderung" und waren teilweise schwer zu bändigen, da echt zickig (und ihren Frust reagierten sie dann an allem, jedem und etwas ab).
Wir haben dann in den sauren Apfel gebissen und haben zugunsten unserer "Scheidungswaisen" einen Weg gefunden, uns zumindest so weit zu vertragen, dass unsere Hunde eine Möglichkeit haben, sich langsam an die Trennung zu gewöhnen. Wir haben sie regelmäßig ausgetauscht bzw. abgestimmt, wann wer mal beide hat. Das haben wir zwei/drei Monate durchgezogen und in der Zeit es langsam ausschleifen lassen. Und dann war auch gut und jeder konnte seines Weges gehen.
Du schreibst zwar ...
ZitatBevor es jemand schreibt , die Möglichkeit beide Hunde , wie damals , wieder zusammen zu halten , gibt es nicht , auch dieses habe ich versucht
keine Chance... aber vielleicht gibt es doch noch einen Weg, Deinen langsam daran zu führen?!

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Zitat
kann ja dann mal ein Link reinstellen ,wenn er zur Vermittlung frei ist.
Du, da bin ich mir ziemlich sicher, dass der nie auf den TH-Seiten auftauchen wird, falls er nicht irgendwie krank oder anderweitig schwer vermittelbar ist. Auf den Seiten des Berliner THs stehen nur die Kandidaten, die irgendwie schwerer unterzukriegen sind.
Zitat
Was mich nur wundert das wenn man einen Hundi aussetzt, das man Halsband, Täschchen, Steuermarke /Hundemarke dran lässt.
Ja, das finde ich auch komisch. Daher denke ich eher, dass dem Besitzer einfach nicht bekannt ist, dass das TH die erste Anlaufstelle ist.
Zitat
hätte ich ihn doch mitgenommen etc. aber es ging nun mal leider nicht.Du hättest ihn so oder so abgeben müssen, da auch ein Hund eine "Fundsache" ist, die man nicht einfach behalten kann. Und da unser örtliches TH auch genügend freie Kapazitäten hat ....