Ohh, hibbel, hibbel, hibbel! 
Der Tag vor dem Abholen war wohl der aufregenste für mich.
Denn der Tag, wo wir sie abgeholt haben, war durchaus der anstrengenste für alle Beiteiligten. Denn unsere Kleine ist bei einer Züchterin in 550km Entfernung groß geworden. Die vorherigen Besuche hatten wir ein wenig amüsanter mit Urlaub oder Besuchen bei Freunden in der Umgebung gestaltet.
Aber genau beim Abholungstermin mussten wir die Strecke an einem Tag hin und zurück fahren. Mein Partner hat sich die 1100 km zugetraut und ich habe da lieber keinen Widerspruch eingelegt. Allerdings fing der Tag damit auch gleich "prima" für uns an, viel zu frühes Aufstehen für uns beide und Stau, wo auch immer es ging.
Endlich bei der Züchterin angekommen, waren wir eigentlich schon völlig neben der Spur. Aber was heitert einen so eine kleine Maus gleich wieder auf, die man in seinen Armen mitnehmen darf.
Kaum ins Auto verfrachtet, passierte, was eigentlich kommen musste, der Züchterin laufen die Tränen und unser Prinzesschen sieht aber mal gar nicht ein, dass sie in ihrer Box bleiben soll. Super, genau das brauchten wir nach xx h Fahrt ohne wirklich ausgeschlafen zu haben und im Hinblick auf weitere xx h Fahrt. :/
Die Züchterin hat abgewunken (da sie uns schon vorher oft genug erzählt hatte, dass sie einfach um jedes ihrer Babies weint und es ihr sehr schwer fällt, jedes einzelne gehen zu lassen) und auch wir haben ihr daraufhin nur noch zugewinkt (wobei mich dieses Bild ehrlich gesagt nie wieder verlassen wird), aber diese störrische Maus, die einfach überhaupt nicht da bleiben wollte, wo sie sollte, hat es geschafft, innerhalb von sek mal klarzustellen, wer ab jetzt im Mittelpunkt steht: SIE!

Nach einigen ** km haben wir aufgegeben und sie durfte nicht nur auf meinen Schoss krabbeln, nein, sie hat die restliche Fahrt halb bei mir halb auf Herrchens Arm verbracht, um dann endlich seelig tief und fest einzuschlummern.
Die Pausen, die wir brauchten, hat sie denn auch mitgemacht, man muss ja auch sein Gescherge bei Laune halten ;). Aber erstaunlich war, dass sie weder Laster oder sonstige geräuschintensiven Dinger schockten, die an ihr vorbeidonnerten, da sie ja eigentlich vom platten Land kam, und sie schon auf dieser Fahrt "Mach mal Pipi!" einigermaßen verstanden hat.
Irgendwann in den frühen Morgenstunden sind wir endlich in B angekommen, haben unser kleine Maus auf den Gehweg gesetzt und, da sie ja schon irgendwas begriffen hat, habe ich wieder "Mach mal Pipi!" gesagt. Sie machte es auch artig und ihre erste Strassenbahn donnerte an ihr vorbei. SOOO große Augen beim Pipimachen habe ich nie vorher und nachher gesehen. 
Und soooo kleine Augen hat sicherlich auch niemand bei uns gesehen wie nach diesem Tag. Ich habe keine Ahnung, wie der Tag danach war.
DER Tag war eigentlich noch schöner, als wir uns ihn eigentlich hätten vorstellen können. Denn wir waren uns zwar bewußt darüber, dass wir aufgrund der Streckenlänge an unsere Grenzen gehen, aber dass diese kleine Maus innerhalb von Minuten mit ihrem Dickkopf entscheidet, dass sie nur richtig glücklich ist, wenn wir alle zusammen sind (und sie damit auf beiden liegen kann), damit hätten wir nicht gerechnet.