Beiträge von souma

    Die Suche eines Hundes aus privater Hand über Kleinanzeigen der üblichen Internetportale finde ich persönlich für Hundeunerfahrene eher problematisch.

    Wenn ein reinrassiger Hund von Privatleuten abgegeben wird, dann bedeutet dies, dass er wahrscheinlich aus einer nicht so tollen Zucht stammt. Denn gute Züchter haben eine "Rücknahmeklausel" in ihren Verträgen, was bedeutet, dass der HH ihnen den Hund zurückgeben soll, falls er nicht mehr gehalten werden kann (und die Züchter kümmern sich dann um die Vermittlung).

    Das selbe gilt für Hunde aus dem Tierschutz. Auch sie dürfen nicht einfach weiter gegeben werden, sondern müssen "zurückwandern".

    Also bleiben eigentlich nur die "Unfallwürfe" übrig. D.h. natürlich nicht, dass die Welpen nicht optimal aufgezogen wurden, aber wenn die Hunde nun über eine Anzeige schon in jungen Jahren gleich wieder weitergereicht werden sollen, dann wäre ich da sehr skeptisch, denn Du wirst nie sicher sein, was der Kleine schon alles durchgemacht hat (und ob er sich mittlerweile nicht schon Wanderpokal nennen darf).

    Somit gestaltet sich die Suche über Anzeigen zu einer Suche nach der Nadel im Steckhaufen mit enorm vielen Fallstricken.

    Ich würde Dir auch zu Tierschutzorganisationen oder auch Züchtern, die durchaus auch ältere Hunde abgeben, raten. Da hat man zwar auch keine 100% Sicherheit, aber auf jeden Fall mehr Unterstützung. ;)

    Sowohl für die Suche nach dem richtigen Hund als auch für die "Begutachtung" sollte man sich sehr viel Zeit nehmen. Da darf man auch mal einen Kurzurlaub nach xxx einplanen und sich trotzdem nicht verpflichtet sehen, dass der Hund bei einem einziehen muss. Denn ein Hund ist eine Lebensabschnittsentscheidung, die sehr gut überlegt sein muss, denn er soll ja dann bei Dir endlich ein super tolles Zuhause für immer haben. :D

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    Erst meldet sich die Organisation bei mir nicht mehr und heute morgen steht der Hund als vermittelt drin.

    Da wäre ich nicht allzu entsetzt. Ich kann Dich zwar verstehen, denn Du hast Dich in den Hund verguckt, aber Du solltest auch die andere Seite betrachten.

    Die Mitarbeiter einer Orga kümmern sich ehrenamtlich um die Hunde. Wenn sie nun jedem möglichen HH umgehend antworten würden, für einen Hund, der dazu schon vermittelt ist, dann würden sie sich teilweise mehr um die Menschen als um die Hunde kümmern. Alleine die Updates der Seiten geht auf Kosten der Tiere.

    Daher würde ich es an Deiner Stelle positiv sehen, für die entgangene Mail an Dich wurde sich um ein Wauzie gekümmert. Und weiter geht die Suche ....

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    da stellt sich mir langsam wirklich die frage nach kinderersatz :???:

    Meine Meerschweinchen haben einen riesigen Käfig, den ich selber mit Unterstützung eines Freundes, der die Kreissäge bedienen konnte, gebaut habe, und dieser hat ca. 500 Euro und ca. 100h Basteln gekostet.

    Meine Hündin hat Baby-Stofftierchen von Steiff/Sigikid, weil ich die richtig süß finde, die echt lange halten (und man die auch recht günstig bekommen kann).

    Und meine Tiere sind sicherlich kein Kinderersatz, soweit kann ich denn nun auch noch differenzieren. ;)

    Aber sie sind eine tolle Freizeitbeschäftigung, in der ich inkl. Shoppen völlig aufgehen kann und Muße nach einem anstrengenden Tag finde.
    Dem Hobbyeisenbahner ergeht es wahrscheinlich ähnlich. :lachtot:

    Zu Weihnachten gibt es die Lieblingsleckereien: Salat und Würstchen.

    Ich würde bei einem 14 Wochen alten Welpie gar kein so großen Trouble drum machen. Wahrscheinlich hat sie entdeckt, dass es viel schöner ist, im Haus Pipi zu machen. :D

    Und wenn sie nicht alleine raus gehen will, dann würde ich sie mir schnappen und 100m vom Haus weg erst absetzen und den Spaziergang beginnen.

    Ein Welpie muss ja eigentlich noch nicht richtig gekämmt und gebürstet werden, durch diese wuschelige Babyfell kommt man eh nicht durch und es ziiieeeppt unglaublich. Übrigends sollte man auch seinen ausgewachsenen Hund nicht ständig bürsten, denn dies regt die Talgproduktion nur übermäßig an. Weniger ist da oft mehr. :roll:

    Aber man kann ihn schon daran gewöhnen. Ich habe meiner die Bürste nicht als Spielzeug überlassen, denn dann wäre davon nix mehr übrig geblieben. ;)

    Ich habe abgewartet, bis sie das "Nein!" und das "Platz!" einigermassen verstanden hatte. Dann habe ich sie ablegen lassen und ihr die Bürste vor die Nase gelegt. Wenn sie sie in Ruhe gelassen hat, gab es einen kleinen Freudentanz und Leckerlies, wenn sie sich auf sie stürzen wollte, gab es ein "Nein!" (und dann einen kleinen Freudentanz und Leckerlies). In dem Moment, wo sie nun endlich eingesehen hat, dass Bürste ignorieren sich echt lohnt, habe ich sie in die Hand genommen, hat sie sie dann auch weiter ignoriert, habe ich sie ein wenig damit gestreichelt, wo sie es gerne hat. Um dann gleich wieder aufzuhören und sie mit einem "Fertig!!!!" zu erlösen (inkl. Freudentanz und Leckerlies).

    Dieses Training habe ich dann ganz langsam nach und nach ausgedehnt und mit einem Steh, Sitz und auf dem Boden hin und her Gedrehe kombiniert. Und sie hat solange einigermassen ruhig zu halten, bis das Auflösungskommando kommt.

    An die Bürste darf sie bis heute nicht, denn wenn man mal Knüddel rausschneiden muss, ist das echt ***, wenn Hunde mit seiner Schnauze dazwischen funkt. Allerdings darf sie mich putzen und ablecken, wenn es zu arg ziept. ;)

    Nööh, da kannst Du wahrscheinlich nix machen, um den Hund wieder zu bekommen. Hast Du den Hund auf Deinen Namen beim Amt angemeldet, ist er gechipt und auf Dich im Ausweis eingetragen?

    An Deiner Stelle hätte ich ihn nicht herausgegeben, hätte hysterisch geschrien, und das wäre leider auch Deine letzte Chance gewesen, ihn zu behalten.

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    Wenn ich meinen Freund darauf anspreche, dass er seit Minuten nur meckert, ...

    :lachtot:

    Ach ja, die Papies!:D

    Du scheinst ja die Welpieerzieherin zu sein, von daher mach Dich richtig kundig, wie es geht, weihe Deinen Partner ein, lass die Beiden ihren Level finden und wenn er sich nicht hundegerecht benimmt, dann weise ihn zurecht.

    Das ist durchaus richtig niedlich, wenn man selber eine klare Vorstellung davon hat, wie der Hund erzogen werden soll. Denn dann wird der Partner wie der Hund mit kurzen Ansagen in seine Schranken gewiesen. Und der Partner wird auch nur gelobt, wenn er die richtigen Kommandos gibt, die fruchten. :D

    Naja, mit 5,5 Monaten kann man schon einiges erwarten. :D

    Das der Kleine fast stubenrein ist, auch mal eine zeitlang alleine bleiben kann und auch seine Zähnchen ein wenig unter Kontrolle hat, auf dass Frauchen nicht ständig aussieht, als hätte sie eine wilde Katze zuhause. ;)

    "Nein" und "Aus" sollte er auch langsam verinnerlicht haben und auf Rückruf durchaus ansprechen und freudig kommen.

    Und auf die Umwelt, die Euch tagtäglich gegegnet, gut geprägt sein und sie selbstverständlich mitmachen.

    Mehr muss ein Junghund eigentlich nicht können, denn das ist schon eine richtige Aufgabe. :roll: