Beiträge von souma

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    Dieser Ratschlag mit der Entspannungszone im Haus ist super! Das werd ich versuchen. Das kann sie nämlich schlecht. Ich weiss nicht ob das mit einer der Rassen zu tun hat, die in ihr drinn sind, aber sie ist dauerwachsam, scannt immer alles ab, ist immer mit einem Ohr wach.

    Versuch das mal, denn wie Terry schon sagte, ist Dein Hund mit dem "Allseits Bereit", weil Du keine klare Grenze gezogen hast, wann auch mal genug ist, völlig unglücklich und überfordert.

    Gerade Hütehunde (meine Zazie ist übrigends eine Colliehündin) brauchen tatsächlich diese sehr deutliche Entspannung. Sie brauchen auch intensive geistige Auslastung, aber ich war erstaunt, wie ruhig meine sein kann, nachdem Terry sie einige Tage in ihrem "Bootcamp" hatte (indem auch die geistige und körperliche Auslastung völlig ausgeschöpft wurde).

    Die Hunter-Geschirre sind ja richtig ausgereift und eigentlich optimal im Sitz. Selbst mit anderen Geschirren könnte ich mir nicht vorstellen, dass ein Hund dadurch irgendwie einseitg belastet wird und empfindlich reagiert.

    Ich würde Eure Beobachtung mal einem TA vorführen, denn dahinter könnte sich durchaus mehr verbergen.

    Auf jeden Fall ist es richtig gut, dass Du es bemerkt hast.

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    Ich würde gerne von euch wissen, in welchen Situationen ihr lieber keinen Hund hättet

    Wenn ich wegen dieses Köters mal wieder einen Großteil meiner Ersparnisse beim Tierarzt lassen durfte, wenn ich aufgrund einer Krankheit mir unglaubliche Sorgen gemacht habe, wenn er mir wochenlang meinen Schlaf geraubt geraubt hat, wenn er meine Wohnung und meine Klamotten nachhaltig zerstört hat, wenn er sich unmöglich benommen hat, wenn ... :D

    Aber alle meine Hunde waren/sind intensive Begleiter für mich, die ich niemals missen möchte, und da gehört dann wohl auch eine Phase des :explodieren: dazu. ;)

    Hallo Fläcki,

    ich habe auch eine sehr kommunikative arbeitswillige Hündin. :hust:

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    Kann es sein, dass diese Bellerei ein Ventil ist für ihre nicht ausgeschöpfte Energie und den Arbeitswillen (der super stark ist), der aber in letzter Zeit zu kurz kam? Zeigt sie ihren Unmut und reagiert sich ab. Sowas wie Triebstau loswerden?

    Ja, dass hast Du durchaus richtig interpretiert. Allerdings ist es ein ziemlich repektloses Verhalten, was sie da an den Tag legt. Und sie hat natürlich damit genau den Nerv Deines schlechten Gewissens getroffen. :D

    Hast Du ihr schon Bellen und Psst! auf Kommando beigebracht?

    Ansonsten hilft gnadenlosen Ignorieren und nix passiert, wenn der Hund bellt (dann wird das Essen wieder zurückgestellt und man geht aus der Küche, dann wird das Rad wieder angeschlossen und man geht wieder in die Wohnung, dann wird der Hund wieder aus den Garten verbannt, dann wird nicht gespielt, dann wird gerade das Gegenteil gemacht, was sie verlangt).

    Das Bellen ist kein freudiges Bellen, sondern eine Übersprungshandlung aus einer Anspannung heraus. Somit sollte Deine Hündin lernen, entspannt zu bleiben, egal was passiert. Sicherlich ist sie entspannt, wenn sie geistig und körperlich stundenlang ausgelastet wurde, aber sie muss begreifen, dass sie nicht den Ton angiebt, sondern Du für eine ausreichende Balance sorgst.

    Meine Tiertrainerin Terry hat in ihrer Wohnung für ein Entspannungstraining gesorgt und super Erfolge mit der folgenden Methode bei meiner Hündin erzielt: Meine Hündin durfte nicht ständig aufspringen, ihr überall hin folgen und alles begutachten, sondern wurde, solange sie unruhig war, in einen Bereich "gesperrt", aus dem sie durchaus sehen konnte, was Terry machte. Wenn meine Hündin entspannt war, wurde der Bereich wieder geöffnet. Wenn meine Hündin wieder angespannt war, wurde sie kommentarlos in den abgeschlossen Bereich geführt.

    Daneben kann ich meine Hündin auch prima geistig mit dem Clicker auslasten. Vielleicht wäre das ja auch eine Möglichkeit für Euch.

    Da muss man natürlich abwägen: Hund könnte Probleme mit den Gelenken bekommen, wenn er zu früh Treppen runter läuft (Treppen hoch laufen ist komischerweise weniger ein Problem) oder Frauchen bekommt Rücken- u.a. Probleme durch das Schleppen des Gewichts.

    Trag ihn einfach so oft runter und so weit hoch, wie Du kannst. Und wenn nicht, dann ist es auch gut. Dann pass nur auf, dass er die Treppen langsam geht und nicht runter/rauf stürmt.

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    Was ich in Kreuzberg und Fhain echt bemerkenswert finde, ist das fast alle Hunde überall ohne Leine laufen.

    Das ist ein spontaner Eindruck von jemanden, der in Berlin zu Besuch war. ;)

    Hier gibt es prozentual betrachtet genauso viele angeleinte wie unangeleinte Hunde und genauso viele unverträgliche wie verträgliche Hunde wie anderswo. Allerdings fallen die unangeleinten, verträglichen Hunde durch die Masse der Hunde, die in Berlin leben, durchaus auf.

    Und ein HH in Berlin ist bestrebt, seinen Hund möglichst perfekt zu sozialisieren, um ein Maximum an Auslaufmöglichkeiten für den Hund und sich zur Verfügung zu haben.

    Wie die anderen Berliner schon sagten, Berlin ist eine grüne Stadt mit sehr vielen Auslaufmöglichkeiten für Hunde und das selbst in den Innenstadtbezirken (in den Randbezirken herrschen gar ländliche Traumzustände).

    Wenn man hier nur als Tourist unterwegs ist, dann hat man durchaus eine völlig andere Wahrnehmung und kann sich wahrscheinlich nicht vorstellen, wie Hunde hier super glücklich leben können. Aber wenn man hier wohnt, hat man schnell die Vielzahl der grünen Wiesen, ruhigen Ecken und endlosen Freilaufgebiete ausfindig gemacht, auf denen sich ein Hund prima austoben kann.

    Eine Leinenpflicht gibt es nur in ausgewiesenen geschützten Grünanlagen (und Massenaufläufen etc.), wobei man allerding anmerken muss, dass Berlin sicherlich nicht seit einem Jahrhundert die Hundehauptstadt wäre, wenn sich alle daran zwingend halten würden. :D

    In den kühleren Jahreszeiten gehören die Parks den Hunden (sonst würde sie wahrscheinlich kaum einer nutzen) und mir ist auch noch nie zu Ohren gekommen, dass da dann das Ordnungsamt irgendwo unterwegs war. Ab 15 Grad aufwärts muss man dann allerdings durchaus ausweichen, was aber auch überhaupt kein Problem bei dem Angebot hier ist.

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    @ souma :lachtot: Wenn ich mir vorstelle wie ich meinem Mann Meerschweinchen als natürliche Wühlmausvertreiber schmackhaft machen soll, da kann ich gleich mit der Wand reden. Die Kaninchen mußten auch gaaaanz weit weg vom Haus, da er keine Ratten hier haben will ( was ich sehr gut verstehen kann). Ich denke, daß diese Lösung für uns nicht in Frage kommt ;) .

    Tja, so denkt ein Mann. :lol:

    Kaninchen tuen es aus, und die müssen nicht ganz weit weg vom Haus, sondern ganz deutlich auf Eure Wiese.

    Wie kommt Dein Mann darauf, dass sich andere Nagetiere in der Nähe von Euren Nienchen ansiedeln? Denn die Erfahrung der Halter sieht anders aus. :???:

    Bei Verletzungen gegen andere Hunde zahlt die Versicherung meist nur 50%, weil ein Eigenverschulden des anderen HH vorliegt (er hat seine Hund ja auch rumtoben lassen).

    Zudem würde ich mir die TA-Rechnung erst einmal geben lassen und überlegen, ob ich nicht selber die komplette Summe aus eigener Tasche zahle und sie nicht meiner Versicherung melde.

    Denn eine Haftpflicht ist eigentlich für richtig kostenintensive Unfälle da (z.B. wenn Dein Hund auf die Straße läuft und einen Auffahrunfall verursacht).

    Die Versicherung kann Dich, nachdem ein Schadensfall geregelt ist, einfach kündigen, auf dass Du es sehr schwer hast, eine neue Versicherung zu finden.

    Erstens ist es kein Freudenpipi, sondern dies zeigt unglaublichen Stress, und zweitens verwächst es sich zwar oft aber nicht immer (wie Du martina ja auch schon rausgefunden hast).

    Wie robust sind denn Dein Fussboden und Deine Nerven? :D

    Je nachdem würde ich handeln.

    Wenn Dein Fussboden einiges verträgt, würde ich ständig zur Tür gehen, die Leine anmachen, um sie dann unverrichteter Dinge wieder abzumachen und mich wieder mit der Wäsche o.a. zuzuwenden. Alles ohne jeden Kommentar zum Hund, egal wie er sich ziert, damit er versteht, dass es das Selbstverständlichste der Welt ist (und die kleinen Disaster nebenbei wegmachen).

    Wenn Du die Möglichkeit hast, ihn ohne Leine rauslaufen und auslaufen zu lassen, dann würde ich das machen (ihn auch durchaus ein Stück bis in Auslauf tragen), um das verhasste Leinenritual zu umgehen.

    Sicherlich ist Deiner ganz clever und lernt begierig, daher würde ich draußen auf jeden Fall ein Pipi-Kommando trainieren, damit ihr beide dafür ein Gefühl bekommt, wann es angesagt ist.