Hallo Fläcki,
ich habe auch eine sehr kommunikative arbeitswillige Hündin. 
Zitat
Kann es sein, dass diese Bellerei ein Ventil ist für ihre nicht ausgeschöpfte Energie und den Arbeitswillen (der super stark ist), der aber in letzter Zeit zu kurz kam? Zeigt sie ihren Unmut und reagiert sich ab. Sowas wie Triebstau loswerden?
Ja, dass hast Du durchaus richtig interpretiert. Allerdings ist es ein ziemlich repektloses Verhalten, was sie da an den Tag legt. Und sie hat natürlich damit genau den Nerv Deines schlechten Gewissens getroffen. 
Hast Du ihr schon Bellen und Psst! auf Kommando beigebracht?
Ansonsten hilft gnadenlosen Ignorieren und nix passiert, wenn der Hund bellt (dann wird das Essen wieder zurückgestellt und man geht aus der Küche, dann wird das Rad wieder angeschlossen und man geht wieder in die Wohnung, dann wird der Hund wieder aus den Garten verbannt, dann wird nicht gespielt, dann wird gerade das Gegenteil gemacht, was sie verlangt).
Das Bellen ist kein freudiges Bellen, sondern eine Übersprungshandlung aus einer Anspannung heraus. Somit sollte Deine Hündin lernen, entspannt zu bleiben, egal was passiert. Sicherlich ist sie entspannt, wenn sie geistig und körperlich stundenlang ausgelastet wurde, aber sie muss begreifen, dass sie nicht den Ton angiebt, sondern Du für eine ausreichende Balance sorgst.
Meine Tiertrainerin Terry hat in ihrer Wohnung für ein Entspannungstraining gesorgt und super Erfolge mit der folgenden Methode bei meiner Hündin erzielt: Meine Hündin durfte nicht ständig aufspringen, ihr überall hin folgen und alles begutachten, sondern wurde, solange sie unruhig war, in einen Bereich "gesperrt", aus dem sie durchaus sehen konnte, was Terry machte. Wenn meine Hündin entspannt war, wurde der Bereich wieder geöffnet. Wenn meine Hündin wieder angespannt war, wurde sie kommentarlos in den abgeschlossen Bereich geführt.
Daneben kann ich meine Hündin auch prima geistig mit dem Clicker auslasten. Vielleicht wäre das ja auch eine Möglichkeit für Euch.