Beiträge von souma

    Ich habe meinen Hündinnen auch das "Schüttel Dich" beigebracht. Allerdings mehr durch ein Handzeichen und ohne Clicker.

    Ich habe sie nach einem Unwetter oder nach der Dusche im Bad (am See war nie die Notwendigkeit) ganz leicht im Nackenfell genommen, leicht geschüttelt, um ihren intuitiven Reiz sich zu schütteln zu unterstützen, und das Kommando gesagt. Und solange sie sich nicht geschüttelt hatten, wurde nicht in die Wohnung gegangen bzw. durfte man nicht aus dem Badezimmer raus.

    Also eine eher repressive Erziehungsmethode, die aber auch funktioniert hat. ;)

    Mit dem Clicker könnte ich mir vorstellen, dass der Hund es schneller lernt, denn meine haben da durchaus länger für gebraucht, um einzusehen, dass mir das sehr ernst ist. Allerdings muss man da wohl genau die Sekunde abpassen, indem er anfängt sich zu schütteln (und dann auch den Clicker parat haben). Bei mir war die Sekunde dadurch bestimmt, dass ich ihr Nackenfell losließ.

    5 Würfe würde ich nicht gleichsetzen mit Geldgier. Wenn die Züchter die Rahmenbedingungen haben und ganz in ihrem Hobby aufgehen, warum nicht?!

    Um nochmals mit dem Vorurteil aufzuräumen: Eine verantwortungsvolle Zucht ist meistens ein Draufzahlgeschäft, d.h. die Züchter zahlen wesentlich mehr, als sie jemals durch Welpen- oder Hundeverkauf einnehmen. Denn Zucht ist wesentlich mehr, als nur Welpen aufzuziehen und bedarf jahrelanger Vor/Drumrumarbeit mit unglaublichen Kosten.

    Als Züchter muss man wohl den ideellen Wert vor Augen haben, indem man eine Rasse gemäß dem Zuchtstandard deutlich weiter bringt und sich dadurch einen Namen macht.

    Und mit soviel Zuchthündinnen sind sie auch gewerblich sowohl vom Finanzamt als auch vom Veterinäramt meistens gut überwacht. ;)

    Trost, Trost, ganz viel Trost .... :streichel:

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    2 Jahre Training für den Arsch,absolut umsonst,alles weg,alles total sinnlos....

    Deine 2 Jahre waren sehr wertvoll :gut:, was Du, wenn Du wieder "back to the roots" anfängst mit ihr zu trainieren, sicherlich sehr schnell feststellen wirst. Weil es einfach sehr leicht fallen wird, sie wieder bis zum Stand vor dem "Disaster" aufzubauen. Und Dein Selbstbewußtsein auch. :D

    Denn ein ängstlicher Hund wird nie angstfrei sein, ein Kläffer nie still sein, ein Jäger nie nie jagen, aber man kann es schaffen, dass ein ängstlicher Hund zu 99,9% keine Angst mehr hat, ein Kläffer 99,9% ruhig bleibt und ... ;)

    Naja, nur nett ist das nicht immer. :???:

    Auch wenn er nicht auf den anderen Hund losspurtet, kann diese Lauerstellung durchaus eine ungeheure Anspannung ausdrucken. Denn wie Du schon geschrieben hast:

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    Er ist so fixiert auf den anderen Hund!!!

    Wie man darauf reagieren sollte, hängt m.E. davon ab, warum der eigene Hund das Verhalten zeigt: Angst, Attacke, rassebedingt, .... und wie die anderen Hunde darauf meist reagieren.

    Hier im Forum wird das "Indianer" genannt ;) (und da kannst Du auch einige Threads dazu finden).

    Hallo Finni09,

    nicht jeder Hund mag es, wenn er auf dem Arm genommen wird.

    Gerade für einen kleinen Welpen kann das durchaus auch "Angriff" bedeuten, denn er wird gezwungen, sein aktuelles Verhalten sofort zu unterbrechen und stattdessen still zu halten. Da wehrt er sich natürlich und je nachdem, was er in seiner Kinderstube mit Mama, Geschwisterchen, anderen Hunden oder auch Menschen erlebt hat, kann die Gegenwehr auch richtig heftig aussehen.

    Nur weil ein Welpe noch klein genug ist, um unerwünschtes Verhalten durch Wegreißen/heben zu unterbinden, ist das nicht unbedingt die passende Methode. Denn er soll ja auf Euch (irgendwann ;)) hören und es durch Ansprache/Kommando unterlassen.

    Falls Du Schmerzen für dieses Verhalten ausschließen kannst, würde ich Euch raten, der Kleinen die Kommandos "Aus!" und "Nein!" (oder wie Ihr das auch immer nennen wollt) beizubringen und zwar in Trainings- und nicht nur in Konfliktsituationen. Da gibt es viele Möglichkeiten, z.B. kann man ihr das "Aus!" im Spiel mit einem Gegenstand beibringen: erst wird gespielt, dann wird das Kommando gesagt und erst wenn sie das Spielzeug loslässt, wird sie ganz dolle gelobt und dann geht das Spiel weiter; oder "Nein!": sie darf einen bestimmten Bereich nicht betreten ....

    Nehmen wir noch einmal die Löcherbuddelsituation: Da würde ich sie auf gar keinen Fall hochnehmen, sondern sie zuerst mit dem gelernten Kommando versuchen, von ihrem Vorhaben abzubringen (wenns klappt, riesiger Freudentanz). Wenn nicht, dann würde ich sehr entschieden auf sie zugehen, bedrohlich, aber nicht erschreckend, noch einmal das Kommando deutlich wiederholen, um sie genau in der Sekunde, wenn sie verblüfft hochguckt "Was macht Frauchen denn da jetzt!" abzuholen und sie auf ein Spielzeug umzulenken bzw. sie damit zu belohnen, dass sie, wenn auch nur für eine Sekunde, abgelassen hat.

    Das Auf-den-Arm-nehmen würde ich zwar auch trainieren, aber nur in entspannten Situationen und um ihr klar zu machen, dass das angenehm ist. Auch gestreichelt werden will gelernt sein. :smile:

    Ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig helfen.

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    Meinem Freund macht das rumgebeiße nichts aus, die beiden spielen täglich wie wilde kleine Kinder miteinander.

    Eigentlich gewöhnt man das den Junghunden spätestens im Zahnwechsel entgültig ab und bringt ihnen den Umgang mit Zähnen und Haut durch "Aua!!!" und Spielabruch bei.

    Aber wenn Dein Freund ihm genau das Gegenteil beibringt, dann kann man sich nicht beim Hund beschweren. :D

    Eher würde ich mich mal mit meinem Freund zusammen setzen und die weitere Hundeerziehung für die nächsten Jahre besprechen, denn nun kommt er in die Pubertät und wird Euch beide richtig austricksen, wenn Ihr nicht an einem Strang zieht.

    Sein täglicher Spieltrieb ist auch übermäßig lang. Wie lastet Ihr ihn denn geistig und körperlich aus?

    Dein 2. Problem wirst Du sehr schnell unter Kontrolle kriegen, wenn Du Deinen Hund und Deinen Freund unter Kontrolle hast. ;)

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    Allerdings ist sie immernoch komplett auf mich geprägt.

    Das würde ich an Deiner Stelle nicht gleich mal so felsenfest annehmen, denn sie ist erst seit 2 Monaten bei Dir und hat schon einiges hinter sich.

    Sie orientiert sich sicherlich sehr an Dir, aber eine innige Bindung habt Ihr wahrscheinlich noch nicht aufbauen können, da sie sehr schlechte Erfahrungen gemacht zu haben scheint (bzw. vielleicht überhaupt nicht wahrgenommen wurde) und daher ein unglaubliches Aufholungsbedürfnis hat.

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    doch nun wird bald meine damalige Hündin wieder zu mir kommen.

    Sie ist noch kein Jahr alt,

    Was sind das denn für chaotische Zustände? Du hattest eine Hündin, hast sie in jungen Monaten verlassen, Dir dann irgendwann eine neue Hündin zugelegt und nun soll die alte Junge wieder abgeschoben werden, auch wenn zu Dir, dafür zu der neuen Hündin, die auch nicht gerade einfach ist.

    Habe ich das in etwa richtig zusammengefasst?! :D

    Das kann doch nicht funktionieren, weil beide Hündinnen jung, ein wenig traumatisiert und gar nicht wissen, wo sie hingehören und wo es lang geht.

    Ich würde Dir raten, Dich erst einmal auf eine der beiden zu konzentrieren und diese richtig liebevoll zu erziehen und eine Bindung aufzubauen. Das kann einige Zeit dauern, so dass für die andere erst einmal ein anderes gutes Zuhause gefunden werden sollte.

    Oh ja, das kenne ich auch.

    Allerdings muss ich sagen, dass meine Hündinnen (meine jetzige Zazie und meine vorherige Souma) sehr sensibel sind/waren, so dass sie mir eigentlich nur einen Spiegel meiner Laune vor Augen halten/gehalten haben. :headbash:

    Souma, die ich mit 3 Wochen hochgepäppelt habe, wußte sogar vor mir, dass ich heute eine richtige sch*** Laune habe. :roll:

    Bei Zazie ist es manchmal auch einfach so, dass sie den Tag total unausgelastet ist, weil ich zu viel zu tun hatte, um sie ausgiebig zu beschäftigen, und dann zickt sie gerne mal rum.

    Allerdings hatte ich auch mal einen Kaukasen, der zwar auch sehr feinfühig war, dem allerdings die Launen von meinem damaligen Partner und mir überhaupt nicht interessierten. Und wenn der schlechte Laune hatte, weil ihm der Tagesablauf überhaupt nicht in den Kram passte oder was auch immer ihm gerade nicht gefiel, dann half auch kein gutes Zureden mehr, sondern am besten geendete man den Tag, auf dass er sich gemütlich und langgestreckt ausruhen durfte. :D

    Eine Erkrankung könnte natürlich auch dahinter stecken wie z.B. Schmerzen bei Bewegungen. Wenn diese Launen sehr auffällig sind und ziemlich überraschend für Dich aufgetreten sind, dann kann ein TA-Besuch nicht schaden.

    Welcher kleiner Hund wird schon gerne mal das erste Mal an die "Kette" gelegt. :D

    Ich weiß ja nicht, an was für eine Leine Du sie legst, aber z.B. ist eine 1m-Leine ist für den Anfang definitiv zu kurz. Ich habe für meine für die ersten 1-2-3 Wochen aus einem Mini-Karabiner von einem Katzengeschirr und einem dünnen Bergsteigerseil eine 3m-Schleppleine gebastelt, die meine kaum registriert hat, mir aber die Sicherheit gegeben hat, dass sie nicht auf die Straße läuft.

    Das Leinentraining fängt damit an, dass die Kleinen überhaupt "so ein Ding" an ihrem Halsband/Geschirr akzeptieren. Wenn Deine jammert, dann wird "das Ding" halt tausend mal am Tag in der Wohnung dran gemacht, sie kann damit rumlaufen, sie kann damit auch stocksteif sitzen bleiben, sie kann auch weiter jammern, was alles völlig ignoriert wird, und Du entscheidest spontan, wann es wieder abgemacht wird. Alles ohne jeglichen Kommentar.

    Innerhalb der nächsten 4 Wochen hätte sich zwar das Thema Leine auch von alleine erledigt, aber dafür ist die o.g. Taktik auch schon ein gutes Training für Dich, was Ignoranz angeht, welche Dich mind. für ein Jahr begleiten wird. ;)