Beiträge von souma

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    Klingt hart, aber da muß sie dann wohl durch.

    So würde ich das auch sehen, ein Jungspunt wird sich schon nicht verletzen und schnell wieder lernen, wie man mit den glatten Böden zwischen den Teppichen geeignet umgeht.

    An der Nase in Deinem Avatar erkenne ich eine Colliehündin? :???: Die sind Meisterinnen des Zierens und "kleine Prinzessin auf der Erbse spielen". :D

    Ich würde ihrem Getue keine weitere Beachtung schenken, sie ständig damit konfrontieren und sie in Shoppingcenter mit einem anderen wichtigen Kommando, was sie gerade lernt wie z.b. guck mich an, geh bei Fuß oder aber auch so was Banalem wie Sitz und Platz ablenken, auf dass sie nicht einmal bemerkt, dass da gerade ein rutschiger Boden unter ihr ist.

    Der Tipp von Trainerin ist aber auch klasse, weil sie somit keine Chance mehr hat, sich zu verweigern (und ihr keine Chance, sie zu "bemuttern" ;)).

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    als jmd., der sich informiert und versucht, einem HSH das richtige Ambiente zu bieten und weiß, worauf er sich einlässt?

    Ich denke, dass man die Haltung eines HSH nicht alleine aus der grauen Theorie der Bücher erlernen kann, sondern zumindest schon mal einige Hunde aus der Praxis genau kennen sollte, um ungefähr zu wissen, wie man blitzschnell reagieren kann.

    Denn das ist das arttypische Gefahrenpotential dieser Rassen. Sie sind lammfromm, folgen einem in unbekannte Gefilde, ohne dass man überhaupt ein Wort verlieren muss, reagieren selbst auf Kommandos und kleinste Reaktionen wie selbstverständlich, ohne dass sie ihnen jemals beigebracht wurden.

    ABER sie reagieren auf die kleinste Abweichung im Alltag, die nicht in ihr aktuelles Weltbild passt, blitzschnell, aus der Transuse wird innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde ein unglaublich behender Hund, der aus dem Liegen einige Meter springt und eine unglaubliche Beißkraft hat. Das sollte man nicht unterschätzen und ich denke, dass unterschätzt jeder Anfänger auf jeden Fall.

    Ich habe meine Souma und ihren Bruder mit knapp drei Wochen mit der Hand aufgezogen. Natürlich verpassen die Kleinen was, wenn sie zu früh von der Mama getrennt wurden, aber es kommt auch auf den Charakter der Welpen an.

    Während der Bruder von Souma schon als Welpe/Junghund sehr souverän war und man ihm seine "Kinderstube" nie anmerkte, hatte meine Souma in den ersten Jahren richtig Probleme im Umgang mit anderen Hunden und es hat lange gedauert (und uns viele Nerven und sehr viel Training gekostet :/), bis sie das verpasste Sozialverhalten zumindest einigermaßen aufgeholt hatte.

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    Was mich so geärgert hat, war die Tatsache, dass diese Hunde einem unbedarftem Anfänger als IMMER gefährlich und nicht händlebar dargestellt wurden. Was aber mind. im Fall meines BB nicht stimmt.

    Mit dem BB kenne ich mich nicht aus, aber ein HSH gehört wirklich nicht in Anfängerhände, egal wie gut sozialisiert er ist. Denn das sind spezielle Hunde, mit denen man völlig unüblich zusammen lebt (von Erziehung kann man da gar nicht sprechen). Und die selbst eine kleine Unachtsamkeit seitens des HHs nie vergessen und sehr gefährlich werden können, obwohl sie nur arttypisch reagieren.

    Ein Border Collie reagiert auf Erziehungsfehler des HHs z.B. völlig anders und läßt sich auch meist schnell umtrainieren, wenn der Fehler erkannt wurde.

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    souma: Wie lange wartest du da bis der Matsch abfällt? Das wär natürlich auch ne Alternative :D : Hund warten lassen, Gatsch wird locker, einfach rausfrisiert oder abgerubbelt und fertig ist die Reinigungsaktion! Hört sich zu schön an... irgendwo gibts sicher nen Haken :hust: :lol: Aber das werde ich sicher das nächste Mal ausprobieren!

    Je nachdem, wie durchnässt das Fell noch ist, wenn wir zuhause ankommen. Meine "trocknet" sehr langsam (innerhalb von 1-2h), aber meist kann es ja schon auf dem Nachhauseweg ein wenig antrocknen. Oder ich rubbel sie ein wenig ab, um die Trocknung zu beschleunigen.

    Der Haken ist nur, dass sich die Lehmkrümmel munter in der Wohnung verteilen und dann weggesaugt/gewischt werden müssen.

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    Das solch ein Hund nun nicht unbedingt für eine 20qm-Einzimmer-Stadtmittewohnung geeignet ist, sollte jeden klar sein.

    Auch das kann man nicht pauschalisieren. Ein HSH, der in der Stadt geboren und schon in der Kinderstube gut auf das Leben mitten in der Stadt sozialisierst wurde, läßt sich auch mitten in einer Großstadt halten. Und eine riesige Wohnung benötigt er auch nicht (naja, größer als 20qm sollte sie schon sein ;)), weil diese Hunde zuhause hauptsächlich genüßlich rumliegen und es bei ihnen vielmehr darauf ankommt, was man mit ihnen außerhalb der Wohnung unternimmt.

    Allerdings muss ich Dir recht geben, ein HSH, der nicht von klein auf daran gewöhnt ist oder bei HH landet, die diese Rassen unterschätzen, wird man nur schwerlich mitten in der Stadt auf Dauer halten können.

    Ich habe zwar keinen Bodennahen, aber dafür eine Weiße, Langhaarige, die nach einem Waldspaziergang auch total "vermascht" aussieht. Am besten war auch noch zufällig eine Pfütze im Weg. :lol:

    Meine wird aber nicht gleich nur deswegen geduscht, denn ihr Fell hat einen unglaublichen Selbstreinigungseffekt: Kaum ist der Matsch trocken, schon fällt er von alleine ab und sie sieht aus, wie mit Persil gewaschen. :smile:

    Und die abgefallenen Sandkörner lassen sich bei meinem Boden prima schnell wegsaugen und -wischen. Und wenn sie mal zu dolle den Lehm liebte, dann muss sie halt im Flur warten, bis sie wieder trocken und sauber ist. :roll:

    Wie die anderen schon sagten, probiert es aus und schaut, wie es dem Hund bekommt.

    Wir haben auch zwei Wohnungen und unsere Hündin ist von klein auf gewohnt, sowohl bei meinem Partner als auch bei mir zu sein, sowohl nur mit einem als auch mit beiden von uns. Und sie kommt prima damit klar und hält sich auch an die unterschiedlichen "Regeln" in den Wohnungen (bei mir darf sie z.B. ins Bett, bei meinem Partner nicht).

    Als Welpe/Junghund hat sie zwar gerne versucht, uns gegeneinander auszuspielen ("Bei Herrchen/Frauchen darf ich das aber!" :lol:), aber durch intensiven Austausch und auch dadurch, dass mein Partner gelernt hat, wie man Hunde erzieht (sie ist sein erster eigener Hund), konnten wir sie austricksen. ;)

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    Da ich bisher nur Labrador Retriever hatte, kannte ich solch eine starke Bindung bisher noch nicht!

    Die Hündin ist ein Golden-Retriever, da ist eigentlich kein Unterschied zum Verhalten beim Labrador Retriever. :???:

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    Ich werde die Hündin nun am Wochenende bei mir aufnehmen!

    Dann ist doch echt schnuppe, da Du den Hund sicherlich nicht ableinen wirst.

    Bei einem 17 Wochen alten Welpen würde ich es als völlig normal sehen, dass er eine gute Bindung hat, und nicht gleich einen starken Bindungstrieb oder Angst dahinter sehen.