Beiträge von Regula

    Wir haben auch einen Roomba, die pet Version. Die Hunde moegen es nicht besonders, wenn das Ding in sie reinfaehrt und verziehen sich dann meistens, aber Angst haben sie keine.
    Mich nervt es ehrlich gesagt mehr als die Hunde - in der Zeit, die der Roboter lautstark durchs Wohnzimmer faehrt hab ich schon das ganze Haus mit dem normalen Staubsauger gesaugt, und es sieht auch noch viel sauberer aus. Und grade jetzt mit zwei Hunden schafft der Roomba kaum ein ganzes Zimmer ohne dass man ihn ausleert.
    Und dann schlaeft er irgendwo unter dem Bett oder Sofa ein, weil er "fertig" ist und man muss ihn auf dem Bauch robbend da wieder rausfischen :P.

    Der Mann findet ihn allerdings super...

    Polyurie / Polydipsie (PUPD) kann noch viel mehr Gruende haben als nur Diabetes, und bei einem 5 Monate alten Hund waere jetzt Diabetes (mellitus) auch nicht an oberster Stelle der Differentialdiagnosen.
    Meistens ist es eine primaere Polyurie das heisst, der Hund muss viel pinkeln, weil er/sie den Urin nicht richtig aufkonzentrieren kann, und die Polydipsie (viel Trinken) ist sekundaer, weil der Hund den Fluessigkeitshaushalt damit ausgleicht.

    Differentialdiagnosen (keine vollstaendige Liste) koennen z.B.sein:
    - Nierenprobleme (z.B. chronische Niereninsuffizienz, nicht-ansprechen der Niere auf antidiuretisches Hormon, Nierentumoren, Pyelonephritis, interstitielle Nephritis, congenitale Nierendysplasie etc)
    - endokrine Probleme (z.B. Cushings, Hypoadrenocortizismus, Diabetes insipidus)
    - Hypercalcaemie (z.B. bei Tumorerkrankungen)
    - Pyometra
    - Leberprobleme

    Ich finde es etwas seltsam, dass Dein Tierarzt ohne weitere Untersuchungen sagt, es sei nichts Schlimmes. Es scheint ja bei Deiner Huendin doch recht ausgepraegt zu sein.
    Ich wuerde mal mit einer Unrinuntersuchung anfangen. Das ist nicht invasiv und billig. Das spez. Gewicht kann darueber Aufschluss geben, ob die Nieren ueberhaupt Urin konzentrieren koennen oder nicht. Glucosurie (Zucker im Urin) weist auf Diabetes hin, und Proteinurie auf Glomerulonephritis.
    Zusammen mit einer gruendlichen klinischen Untersuchung kann der TA dann weitere Untersuchungen einleiten, wenn noetig (z.B. Blutbild, Nierenultraschall, Untersuchungen des endokrinen Systems).
    Einem Hund, der Urin nicht konzentrieren kann (z.B. bei chron. Niereninsuffizienz) das Trinkwasser zu rationieren ist ueberhaupt keine gute Idee und kann grade so junge Hunde recht schnell dehydrieren. Da waere ich also etwas vorsichtig.

    Eine Ferndiagnose kann hier keiner stellen, aber so starke klinische Symptome bei einem so jungen Hund lassen einen angeborenen Defekt vermuten. Das wuerde ich abklaeren lassen, und wenn es sich bewahrheitet auf jeden Fall mit dem Zuechter Ruecksprache nehmen...

    Es ist schon so, dass Bulldogs / Bull & Terrier oefter mal Probleme mit anderen Hunden haben oder "prollig" sind. Klar, pauschalisieren kann und soll man nie, aber eben so wie man bei z.B. bei Jagdhunden und Katzen ein bisschen aufpassen muss (obwohl es viele gibt, die erfolgreich mit Katzen und/oder Kleintieren zusammenleben). Das ist z.T. Veranlagung und z.T. Sozialisierung / Erziehung. Es gibt viele Bulldogs, die vertraeglich sind, und es gibt auch viele Hunde anderer Rassen, die es nicht sind, aber wenn "Hundevertraeglichkeit mit allen" ganz oben auf der Liste der erwuenschten Eigenschaften steht wuerde ich vielleicht nicht grade einen Bulldog, dessen Vorgeschichte ich nicht kenne, auswaehlen.

    Das heisst aber keineswegs, dass "so sind Bullys eben" eine gueltige Ausrede ist. Jeder Hund - auch ein maessig sozialisierter - sollte in der Lage sein, z.B. ohne Theater an der Leine (ohne direkten Kontakt) einen anderen Hund zu passieren. Einen wirklich unvertraeglichen Hund wird man wohl auch mit guter Erziehung in den seltensten Faellen auf einer Hundewiese einfach sich selbst ueberlassen koennen, aber unter Kontrolle bringen laesst sich fast jeder Hund.

    Zitat

    Hallo Hummel,
    nicht aufregen. Bedenke aber auch bitte, daß es viele ältere Menschen gibt, die kein Inet haben,
    und nicht so informiert sind wie wir.
    Und gerade solche Leute werden dann über den Tisch gezogen. Oder glaubst du ein TA sagt denen
    freiwillig, daß ihr Tier nicht mehr jährlich geimpft werden müßte?

    Naja, von wem kommt denn diese Infotmation? Vom Weltverband der Kleintieraerzte... wenn "die Tieraerzte" nur Geld scheffeln wollten haetten sie das wohl kaum offiziell veroeffentlicht.

    Zur 'Titer-Diskussion': es ist tatsaechlich so, dass es Tiere (und auch Menschen) gibt, die auf bestimmte Impfstoffe nicht gut ansprechen, auch nach mehrmaligem jaehrlichen Impfen nicht. Deshalb wird z.B. auch beim Menschen nach der Hepatitis A/B oder Tollwut Impfung routinemaessig der Titer bestimmt und ggf (bei Nicht-Ansprechen) der Impfstoff gewechselt.
    Bei Lebendimpfstoffen wie Staupe und Parvo ist das Nicht-ansprechen ein bisschen seltener, kommt aber auch vor.

    Ob der Titer mit dem Impfschutz korreliert oder nicht ist von Virus zu Virus unterschiedlich und haengt stark davon ab, wie die Immunitaet gegen ein bestimmtes Virus gebildet wird (z.B. humoral vs zellvermittelt). Manchmal - wie bei Tollwut - sind auch nur die NEUTRALISIERENDEN Antikoerper aussagekraeftig und die Gesamtantikoerper nicht. Bei Staupe und Parvo korrelieren der Impfschutz und die Gesamtantikoerper ganz gut. Aber bei anderen Viren wie z.B. Circo werden durch die Impfung nur die klinischen Symptome reduziert, es kommt nie zu einer sterilen Immunitaet und der Ak-Titer hat praktisch keine Bedeutung.

    Das Immunsystem ist ein bisschen komplexer als Impfstoff - B-Zell-Antwort - Antikoerper - Memoryzellen...

    Ohohoh, vorsichtig.
    "Kampfhunde" sind fuer die Therapiehundearbeit gar nicht ungeeignet und werden in den USA und hier in Kanada auch oefter als solche eingesetzt. Ich habe mir das mit Nova, jetzt wo sie gesundheitlich wieder halbwegs auf dem Damm ist, auch mal angeschaut.
    Ich sage nicht, dass jetzt jeder einen Pit Bull aus dem TH als Therapiehund holen soll, aber geeignet sind diese Hunde oft durchaus. Wach- / Schutztrieb und Misstrauen gegenueber Menschen ist ueberhaupt nicht rassetypisch, und viele haben grundsolide Nerven.

    Ich sehe aber ein, dass das in Deinem Fall wohl vielleicht nicht die beste Wahl ist...

    Hier ist eine ganz ordentliche Zusammenfassung zum diagnostischen Verlauf und zu den Differenzialdiagnosen von Anaemien (der Artikel ist auch umsonst):
    https://s3.amazonaws.com/assets.prod.ve…eischman_CE.pdf

    Ferndiagnosen sind schwer, und keiner wird hier eine stellen koennen, grade weil sie ja schon in einer Tierklinik Deines Vertrauens in Behandlung ist. Ganz spontan wuerde ich vielleicht die Milz nochmal genauer anschauen / evtl ein zweites Mal schallen. Haemangiosarkome der Milz sind grade bei Hunden in dem Alter gar nicht selten.

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    Ich denke auch das es eine reine Erziehungssache ist. Warum sollte ein Hund nicht alleine bleiben können :???: ....hat man eine gute Hundeschule und weiß man wie man das von Beginn an richtig übt, sollte das kein Problem werden!

    Aber nun gut, unser Hund müsste ja nun auch gar nicht alleine sein bis er es wirklich kann!

    Die Illusion hatte ich auch mal - stimmt aber leider nicht ganz. Klar kann man allein bleiben ueben und trainieren, und meistens wird's auch besser. Es gibt aber Hunde, die sich damit einfach schwer tun, und wohl nie die 8 Std schaffen werden.

    Es gab dazu mal einen Sammelthread:
    https://www.dogforum.de/alleine-bleibe…ch-t164045.html

    Ja, das kann ich bestaetigen. Die Shar Peis, die ich kenne, haben mit Fremden eigentlich wenig am Hut. Sie sind auch recht eigenstaendig, und nicht besonders verschmust, ein bisschen aehnlich wie Chows in der Beziehung.

    Auch bei meinem Max (mit Shar Pei Anteil) ist der Unterschied zu Nova (Pit Bull Typ ohne Shar Pei) deutlich zu sehen. Nova ist sehr sozial und freut sich ueber fast jede Aufmerksamkeit von Fremden - typisch Pit Bull. Max ist gleichgueltig Fremden gegenueber, wird nicht besonders gern von Fremden angefasst, und ist auch deutlich territorialer.
    Was auch unglaublich auffaellt ist, dass er sehr viel weniger Gesichtsmimik hat als andere Hunde. Das liegt nocht nur an der Menge der Falten (Max hat gar keine). Er hat einfach keine Koerpersprache wie bei Zimen. Wenn man ihn kennt sieht man es ganz gut, aber fuer Leute, die ihn nicht so gut kennen ist er manchmal schwer einzuschaetzen und wirkt dadurch "unberechenbar". Andere Hunde haben mit ihm aber keine Probleme...

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    Bei Herdenschutzhunden, Hofhunden und Bulldoggen seh ich noch die Chance am größten, dass sie nicht das jagen anfangen.

    Kommt drauf an, was fuer Bulldoggen. Die amerikanischen - grade die aus Scott/Performance Linien - haben z.T. ganz gewaltigen Beutetrieb und werden auch zur Wildschweinjagd eingesetzt.