Beiträge von Lilibet

    Hallo, zusammen!

    Ich bin neu hier und habe mich registriert, um zu fragen, ob jemand mit seinem Hund schon mal etwas ähnliches erlebt hat.

    Die Vorgeschichte:

    Kendera ist ein Toy-Terrier Mädchen, sie ist 8 Jahre alt und wir warem immer unzertrennlich. Sie ist extrem klein, selbst für einen Toy-Terrier (1,3 kilo). Viele kleine Hunde sind manchmal etwas hysterisch, sie aber nicht. Zuhause ist sie immer ruhig und gut gelaunt und wenn ich oder mein Freund nach Hause kommen, tanzt sie ihren wilden "Ich-werd-bekloppt-da-bist-du-ja-endlich-Tanz". Wenn wir allerdings unterwegs sind, oder wenn viele Menschen zum Besuch sind, oder wenn es laut wird (usw.) fängt sie an zu zittern und wird ängstlich: man sieht es öfter bei kleinen Hunden.
    Manchmal ist Kendera nicht brav (sehr selten, aber immerwieder pinkelt sie unter dem Tisch). Dann schimpfe ich mit ihr: sie zittert ganz fürchterlich, zieht sich zusammen, sodass sie davon fast umkippt. Nach dem Streit ist sie aber immer sehr schnell wieder sher gut drauf.

    Vor einem Jahr sind mein Freund und ich zusammen gezogen. Kendera hat ihn ganz gut akzeptiert, auch wenn sie nicht mehr im Bett schlafen dürfte. Das einzige, was immer wieder zum Problem wird, ist das Knurren. Wenn Kendera bei mir aufm Schoss ist und Marian (der Freund) zu uns kommt, fängt der Hund an zu knurren. Das führt dann immer zum Streit zwieschen den beiden: Kendera knurrt weiter, Marian klopft sie auf die Nase, das ganze wiederholt sich usw... Bis jetzt endete das immer gleich. Kendera wurde von uns ins Körbchen geschickt.


    Ich hoffe, ich könnte euch so ungefähr ein Bild von ihr verschaffen.

    Jetzt kommt die Frage/das Problem:

    Gestern Abend, wie ich das oben schon beschrieben habe, saß Kendera bei mir auf dem Schoss, wenn sie wieder Marian angeknurrt hat. Er nahm sie zu sich rüber, sie knurrte weiter. Das Klopfen an die Nase hat nicht geholfen, im Gegenteil: sie hat versucht, ihn zu beißen! Marian wurde sehr sauer und hat sie sofort auf den Boden gelegt (mit dem Bauch nach oben) und hat ihr einen Klaps verpasst (ich habe es nicht gesehen). Ich kann es mir aber nicht vorstellen, dass es für sie ernshaft gefärlich sein könnte, er ist immer sehr vorsichtig mit den kleinen.
    Danach rief er erschrocken nach mir:
    Kendera lag auf dem Boden, wie tot. Sie hat sich überhaupt nicht bewegt, nicht mal die Augen. Der Mund war offen und am Boden war viel Speichel von ihr. Sie lag einfach nur da. Ich habe mich zu tode erschrocken, hab sie gerufen und berührt. Sie zeigte keinerlei Reaktionen. Marian hat sofort die Notaufnahme angerufen. Während dessen versuchte ich Kendera zu "beleben". Da ich es mir nicht vorstellen könnte, dass ihre Wirbelsäule gebrochen war, habe ich versucht, sie vorsichtig hochzuheben. Sie hat sich nicht gewehrt, aber auch nicht mitgemacht. Die ersten drei Minuten könnte sie nicht stehen. Danach wurde es ein wenig besser: sie könnte stehen, aber nicht laufen. Genau so, wie nach einer Narkose.
    Als wir beim Tierarzt waren (in ca.30 min), hat er Kenderas Pupillen und Reflexe untersucht: sie waren unauffällig.
    Sie könnte schon ein bisschen laufen, viel aber immer wieder um oder lief gegen die Wand. Sie war auch emotional total gestört, leckte mich nicht (tut sie sonst immer), guckte nicht rum. Sie hing einfach auf meinen Armen, atmete schwer und stönte ganz leise.

    Der Tierarzt könnte uns nicht sagen, was sie hatte. Er meinte, es könnte an Trauma liegen (der Klaps von Marian), könnte aber auch Lüngenprobleme-Epilepsie-Wasserkopf oder was anderes sein.
    Kendera hat eine Spritze gegen Entzündung und gegen Schmerzen bekommen und wir sind nach Hause gefahren.
    Am Freiteg haben wir noch einen planmäßigen Termin bei unserem Tierarzt wegen der OP Kontrolle (vor einem Monat wurde Kendera einen kleinen Brusttumor entfernt. Das Labor zeigte, er war gutartig).

    Der Tierarzt meinte, es sollte wahrscheinlich morgen alles gut werden, wenn es nur eine Schockreaktion gewesen war.

    Das alles passierte gestern Abend. Heute morgen war der Hund immer noch ziemlich tapsig: beim Laufen hören ihre Hinterbeine quasi immer wieder kurz auf zu funktionieren, woraufhin sie dann stolpert. Sie geht außerdem sehr langsam und vorsichtig, die Beine zittern ein wenig. Kendera ist immernoch angespannt und ziemlich traurig, zieht sich zurück ins Körbchen und geht sogar von meinem Schoss weg. Heute im Laufe des Tages ist das nicht besser geworden. Also schon, im Vergleich zu gestern, aber nicht zum heute Morgen. Es wird nur dann für kurze Zeit besser, wenn man ihr was leckeres aus der Hand anbietet.

    Unsere Fragen sind:
    1. Weiß jemand, ob das immer noch eine anhaltende Stressreaktion sein kann? Dagegen spricht für mich die Tatsache, dass sie schon mal beschimpft wurde und dass sie sich noch nie in der Art wie jetzt verahlten hat. Ein paar leichte Klapsen hat es von mir auch schon gegeben (nicht zum weh tun, zum erschrecken. Ich habe aber später darauf verzichtet und klopfe nur neben dem Hund auf den Boden. Leider war mein Freund zu sauer, um daran zu denken...)
    2. Für mich sah das ganze nach einem Schlaganfall aus, aber der Arzt hat dazu nichts gesagt. Ist da was dran?
    3. Lungenentzündung/Wasserkopf - ??? So plötzlich? Verstehe überhaupt nicht, wie.
    4. Epilepsie: Kendera hatte aber keine Krämpfe.

    Ich wäre wirklich sehr dankbar, wenn jemand dazu was sagen könnte. Vielleicht kennt jemand sowas.

    PS: ich weiß, dass die meisten hier keine Tierärzte sind, darum frage ich nicht nach der Diagnose, sondern nach der Erfahrungen. Zum Arzt geht es übermorgen noch mal...