Beiträge von PinguinEmmi

    Das verwirrt mich. Bei der Erklärung lernt der Hund doch etwas völlig anderes. Er verknüpft das Wort "nein" mit einer Belohnung. In Erwartung dieser wird er zwar wahrscheinlich sein grad aktuelles Tun abbrechen, aber nicht, weil er versteht, das "nein" heissen soll: Lass das, was du gerade tust, sondern dass "nein" bedeutet, ich werde jetzt (für was auch immer) belohnt. Da sehe ich die Gefahr der falschen Verknüpfung dann doch recht groß. Und irgendwie liest sich das für mich auch für den Hund schwammiger und unfairer.

    Eben war ich mit meiner Junghündin draußen, ich habe Fleisch reingeholt welches im Stall liegt und das sie drinnen fressen darf nachdem wir lösen waren. Also ich in den Stall, zwei Stücke fleisch genommen. Sie steht dann natürlich dabei und ja nu, am liebsten würde sie mir die aus der Hand stibitzen, klar. Ja, das darf sie halt schlicht nicht, ich sage dann „Nein“ und sie lässt es. Versucht sie es doch korrigiere ich das. Ich meine, das ist doch Zusammenleben. Mir wäre es wirklich zu anstrengend mir da nun 1000 Gedanken drum drum zu machen wie ich sowas ohne Abbruch mit Belohnung lösen könnte. Zu mal es dem Hund doch null ausmacht da eine Grenze gesetzt zu bekommen. Die sagt da „Ok“ und das wars, sie lässt es dann halt.

    Was macht ihr denn da wenn ihr ohne Strafe arbeitet?? Oder habt ihr einfach Hunde die sowas nicht versuchen?

    Finde das ein gutes Beispiel. Wie würden denn andere hier vorgehen? Mal ganz konkret (irgendwie scheitert es immer am Konkretisieren hier, hab ich das Gefühl).

    Bei diesem Beispiel hier:

    Ich nehme mal ein ganz konkretes Beispiel. Tag 1 Momo Einzug. Fütterungszeit. Momo fraß ihre eigene Portion und stürzte sich dann zu Lillys Portion, um die zu klauen. Habe ich unterbunden, war natürlich erstmal nur akute Verhinderung.

    Tag 2 wussten wir ja schon Bescheid. Jetzt gabs zwei Möglichkeiten: 1. Wir gehen den Konflikt nicht ein, sondern füttern die Hunde räumlich getrennt. 2. Wir bereiten uns darauf vor, dass Momo versucht zu klauen, unterbrechen das und rechnen damit, dass wir den Abbruch auch durchsetzen müssen.

    Beinhaltet doch das hier:

    Was ist denn mit Möglichkeit 3:

    Den Hund davon abhalten hinzulaufen und ihn für richtiges Verhalten wie zb warten zu belohnen?

    Möglichkeit 2 komplett und fügt dann eben noch das Belohnen hinzu, welches aber bei Phonhaus ja durchaus auch im Anschluss noch gekommen sein könnte, es wurde vllt nur nicht erwähnt, weil es darum ging, dass eben die 2. Möglichkeit ein Abbruch wäre. Hund von etwas abhalten kommt doch einem Abbruch gleich, oder irre ich da?

    Elna hat die Silvesternacht auch großartig gemeistert.
    Den Abend über waren wir immer mal wieder mit Geschirr (und auch mit Flexi, sind einfach praktisch für Situationen, in denen man Zugriff haben will, der Hund aber nicht so drauf fokussiert wird, weil nichts sichtbar um einen herumschleift) im Garten und sie hat bei dem Geböller gar nicht reagiert. Zu Mitternacht waren wir dann drinnen und zum Knallen kamen die Lichter, die aber auch nur kurz interessant waren, Hund hat fast komplett geschlafen.
    Meine Emmi war bei Silvester auch recht cool, auch wenn sie lieber draussen war, statt im geschlossenen Raum, aber richtige Angst hatte auch sie nicht.

    dass er als Warnung gepfiffen hat?

    Der kennt meinen Namen, er wohnt direkt neben mir. Warum sollte er gezielt meinen Pfiff nachahmen, um mich zu warnen?

    Anstatt kurz zu warten, bis er hört, daß sich hier die Tür wieder schließt? Ich habe extra "Geräusche" gemacht, damit er hört, daß ich mit Hund im Garten bin...

    Die stehen ganz stumpf glotzend auf einer Stelle (3 Erwachsene und 1 Kind) und schmeißen Knaller auf die Straße. Wirklich ganz großes Kino.

    Ja, hab befürchtet, dass ich mal wieder sinnlos das Gute im Menschen versuche zu sehen. Ich verstehe diese Leute einfach nicht. Kommt noch gut durch die weitere Nacht :kleeblatt:

    Hier hat mich der Nachbar gerade im Garten mit dem Hund reden und pfeifen hören, ahmt mein Pfeifen nach, Monchi bleibt irritiert stehen, dreht sich um und der Arsch wirft einen Böller, der zuerst heult und dann kracht?!

    Warum, zur Hölle? Das ganze Jahr über scheissfreundlich und nun? Die wissen ALLE, daß hier Hunde wohnen, die behindert, alt und krank sind.

    Ich hasse Menschen, erwähnte ich das? Ich hasse Rücksichtslosigkeit und Egoismus.

    Könnte es sein, vor allem, weil du schreibst, er sei sonst sehr nett, dass er als Warnung gepfiffen hat? Damit der Hund nicht völlig überrascht wird?

    Edit: Also unabhängig davon, dass das natürlich dennoch eine blöde Idee von ihm war.

    Und sobald ich in irgendeiner Weise eingreife, durch die Schleppleine, Anstupsen, Gegenstände werfen etc., dann ist das negative Bestrafung?

    So wie ich das verstanden habe, wäre das eine positive Bestrafung, denn es wird etwas hinzugefügt. Positiv und negativ sind in dem Kontext mathematisch zu verstehen. Positiv fügt etwas hinzu, negativ nimmt etwas weg.
    Wobei ich jetzt bei der Schleppleine auch überlegen würde, ob es doch zu der negativen Strafe gehört, weil ich den Freilauf wegnehme :denker: Gar nicht so einfach.

    Daher: Guter Thread :)