Cousin meines Mannes heiratet. Er war damals zu unserer Hochzeit eingeladen. Da wohnte er noch zuhause (ist nicht weit von uns und wir hatten losen Kontakt) und natürlich lädt man zur Hochzeit halt die eigene Tante nebst Anhang ein. Seit Jahren gibt es aber gar keinen Kontakt mehr, weder zu ihm, noch zur Mutter (Tante meines Mannes). Wir kennen auch die holde Verlobte nicht. Zwar war er mal ein paar Mal hier, aber nur, um Schwiegermutter (also seine Tante), die unten im Haus wohnt zu besuchen. Bei uns wurde er nie vorstellig.
Was auch völlig okay ist, wir haben komplett verschiedene Leben.
Genau aus dem Grund hab ich zum Mann gesagt, dass ich keinerlei Veranlassung sehe, warum wir auf diese Hochzeit gehen sollten. Dass ich auch davon ausgehe, dass er gar nicht unbedingt mit uns rechnet, sondern uns nur einlud, weil wir ihn halt damals auch eingeladen hatten (kennt ihr diese Sitte der Gegenseitigkeit?) und vllt auch deswegen, damit seine Tante (Schwiegermutter) eine Mitfahrgelegenheit (und) hat. Letzteres wurmt mich noch mehr, denn ich hab keinen bock, ihren Fahrdienst zu spielen (Würde sie nicht hier wohnen, hätten wir auch zu ihr keinerlei Kontakt).
Mein Mann will hin. Ich glaube, er druckst da ein wenig rum, aus reinen Pflichtgefühlen. Ich sehe das nicht ein.
Habt ihr Perspektiven, Sichtweisen? Ich hatte mir mal geschworen, keinerlei Konventionen mehr zu folgen, nur weil "man das halt so macht". Wenn ich nicht dahinter stehe und keinem aktiv schade, will ich es nicht tun. Aber ich fürchte, ich komm diesmal aus der Nummer nicht raus.