Beiträge von PinguinEmmi

    Zu 1. Gibt es. Würde da mit dem Kinderarzt drüber sprechen. Die oft übrigens auch schon sehr viel machen können.

    2. Die Sorge hatte ich bei meinem Sohn im Kindergartenalter, bevor wir die Autismusdiagnose hatten auch sehr stark, weil er wirklich teilweise extrem war. Meine Strategie war da und ist es auch heute noch, immer mit allen im Gespräch zu bleiben, Erzieher, Lehrer, Trainer im Sportverein etc. Wüsste jetzt im Nachgang auch nicht, wieso man da hätte das Jugendamt rufen sollen, denn es bestand keinerlei Verwahrlosung, es wurde sich gekümmert etc und so ist es in deinem Fall ja sicher auch. Nicht verrückt machen lassen, aber offen bleiben gegenüber allen Stellen

    3. Familienhilfe, Kinderarzt, evtl. Psychologe. Es wird ja schon viel gemacht. Ob und was noch helfen könnte liegt dann eher an der genauen Situation: Wie empfänglich ist das Kind noch für Input von aussen. Kann das Thema mit dem Kind offen besprochen werden, damit es selber Wünsche äußert, was ihm helfen könnte, die Situation zu verarbeiten. Mit 10 konnte ich mit meinem Sohn schon viel besprechen, aber das liegt natürlich auch immer ein wenig am Thema

    Für mich klingt es, nach lesen des Artikels, so, als wäre der deutsche Tierschutzverein zu keinem Zeitpunkt Eigentümer des Hundes gewesen.

    Und genau das ist doch die Argumentation des Gerichts mit Besorgungsvertrag etc.

    Der deutsche Verein hat den Hund nur zur HH transportiert quasi wie ein Paketdienst eine Ware. Und ist deswegen natürlich nicht haftbar für irgendwelche Mängel.

    Wenn ich mir aus Rumänien etwas bestelle und der Verkäufer schickt mir defekte Ware mit DPD, habe ich doch auch keine Ansprüche gegen DPD, höchstens gegenüber dem eigentlichen Verkäufer.

    Stimmt. Und in dem Fall, wenn es wirklich so eine Orga war, die sich quasi nur um den Transport kümmert (so verwerflich ich solche Vereine dann finden würde, bzw. finde), liegt von der Verantwortung ganz viel beim Besteller, in diesem Fall bei der aktuellen Halterin. Dennoch war sie immerhin, und das erstaunt mich schon in einem gewissen Maße, dann so konsequent und hat die vollen Kosten offenbar getragen. Mich hätte es nicht gewundert, wenn dieses Tier letztlich eingeschläfert worden wäre. 15.000 € sind kein Pappenstiel.

    blöd nur, dass man unterscheiden muss ob er langweile hat oder raus muss.

    Das hatten/haben wir hier auch. Ich gehe daher konsequent raus mit dem Hund, sobald sie fiept, wenn sie dann draußen im Garten nur Blödsinn macht, geh ich direkt wieder rein. Zu Beginne bedeutete das, dass ich bis zu 15 mal insgesamt (also auch die normalen nötigen Male) Treppe runter, rein in den Garten, raus aus dem Garten, Treppe rauf bin. Meine Fitnessuhr hats gefreut, mich manchmal nicht so, aber das Fiepen ist deutlich weniger geworden und tatsächlich mittlerweile meist ein Anzeichen für: Uhhh, jetzt ist es aber dringend.

    Mal sehen, ob mein Plan gänzlich aufgeht :smiling_face_with_horns:

    aber von zuhause weg läuft sie nicht so richtig mit

    Das war bei meiner Hündin zu Beginn auch so. Es schien, als sei es für sie so gar nicht nachvollziehbar, warum man von Daheim WEG sollte. Ich habe sie tatsächlich die erste Zeit bis zur nächsten Ecke getragen, ab da lief sie alleine mit und diese Distanz hab ich nach und nach verringert. Mittlerweile läuft sie problemlos mit. Bei uns hat das so geklappt. Ich hatte das Gefühl, es half ihr, erstmal auf diese Art von mir begleitet zu werden.

    Bin ich Alleinunterhalter hier? :D

    Hund hat Hummeln (im Hintern). Draußen wird extra alles total spannend gefunden. Man kann auf keinen Fall zum Frauchen näher als 1 m rankommen, sie könnte ja vorhaben, anleinen zu wollen. Man ist manchmal auch absolut taub, also so richtig taub und blind auch. Frauchen ruft? Es wird in jede Richtung geschaut, auch in Frauchens, aber kein Frauchen entdeckt, also hüpft man weiter vor sich hin, fängt Blätter, zieht Äste ein Stück mit, man muss sich verhört haben, da ist kein Frauchen. Das ist auch kein Problem, irgendwo wird sie schon sein, kümmert man sich später drum, jetzt wird erstmal erkundet. Pfeilschnell losgepest, dann wieder in Beobachtungsstarre verfallen, kurz vom Wegabgebogen, aber wieder zurückgegangen. Wild.

    Gut, dass da, wo ich laufe, vor allem bei der aktuellen Kälte, nichts los ist :see_no_evil_monkey:

    Parasiten kann sich Hund leider überall auflesen, insofern tangiert sowas Einfuhr von Tieren nicht und Herz-, Nieren- und sonstige organische Krankheiten sind nunmal nicht ansteckend.

    Das stimmt schon. Ich dachte jetzt eher, wenn ein Hund offensichtlich krank aussieht, dass dann eine ärztliche Untersuchung bescheinigen sollte, dass es sich nicht um mögliche Seuchen handelt und im besten Fall eben worum es sich handelt. Dann hätte in diesem Fall der Herzfehler auffallen müssen und ein Weiterverkauf nur mit diesen Infos stattfinden dürfen.

    Und genau, grundsätzlich sollten derlei Verträge als das benannt werden, was sie sind: Käufe.

    Und bei diesem Absatz aus dem Artikel gehe ich voll mit:

    "Es sei unzumutbar, so äußerte sich das Frauchen, dass schwer kranke Tiere ohne Untersuchung aus dem Ausland geholt und unter Ausschluss jeglicher Haftung weitervermittelt würden."

    Ich finde dieses Urteil ein stückweit gefährlich. Denn es öffnet in meinen Augen dem grenzüberschreitenden unkontrollierten Handel mit Hunden Tür und Tor. Ein offensichtlich krankes Tier hätte meiner Ansicht nach gar nicht erst eingeführt werden dürfen. Im Zweifel allein aufgrund des Seuchenschutzes.

    Ich vermute, dass die Fragestellung hier einfach falsch war. Das Gericht hat als erstes die Art des Vertrags geprüft, wahrscheinlich aufgrund der Klageformulierung. Nach meinem Empfinden hätte aber geprüft werden müssen, ob das Tier überhaupt hätte eingeführt werden dürfen, bzw. ob hier eine Pflichtverletzung seitens des Vereins vorlag.
    Ich weiß natürlich nicht, ob man juristisch so eine Fragestellung hätte formulieren können.

    Und ganz allgemein gehört für mich beim Tierschutz endlich eine gescheite Form her, im Bezug auf die Verträge. Es sollte hier keine schwammigen Arten von Übernahme, Adoption (völlig wild), Eigentum ja oder nein etc. geben. Für mich wäre die einzig richtige und sichere Variante, dass hier ein Kauf (Eigentumsübertrag) stattfindet. Nichts anderes. Wenn es da Fristen einzuhalten gibt, weil sich eventuell jemand melden könnte, der Eigentumsansprüche durchsetzen will, dann kann so ein Tier halt vorher nicht in die Vermittlung gehen und es kommen nur Pflegestellen in Frage, bei denen die Kostenlast dann auch vorab geklärt werden muss.