Hallo liebes DogForum,
ich habe das Internet nach Hilfe in einer heiklen Geschichte durchsucht. Letztendlich dachte ich mir, dass der "direkte" Kontakt zu anderen Hundebesitzern am besten ist.
Gern schildere ich erstmal die Situation:
Wir sind Besitzer einer 1 1/2-jährigen Mopshündin namens Elli. Sie ist im April bei uns eingezogen. Zuvor hatte sie kein so tolles Leben. Bereits Anfang des Jahres hatte sie das erste Mal Nachwuchs, nur eins ihrer Kinder überlebte. Zu der Zeit war sie knapp ein Jahr alt. Von den direkten Vorbesitzern wissen wir, dass sie zuvor schon bei zwei anderen Familien gelebt hat, sodass wir recht wenig über ihre Vergangenheit wissen. Die Verkäufer von ihr konnten uns keinerlei Informationen zu ihren vorherigen Läufigkeiten geben, sodass wir, nachdem wir die erste Läufigkeit mit ihr "überstanden" hatten davon überzeugt sind, dass sie außer der Läufigkeit in der es gleich zum Nachwuchs kam bei ihnen keine Läufigkeit hatte. Wie wir darauf kamen? Wir haben damals nachgefragt und uns wurde gesagt "neee, sowas ist uns nicht aufgefallen, da kann ich niiiichts zu sagen!!!". Bei uns waren dann allerdings heftige Blutungen über 3 Wochen der Hauptbestandteil ihrer Läufigkeit, das hätte jeder noch so unaufmerksame Mensch bemerkt.
Zu allem Überfluss war ihre erste Läufigkeit bei uns grade vorbei und sie hat aufgehört zu markieren und für die anderen Hunde übermäßig spannend zu riechen. Nichtsahnend fuhren wir 3 Wochen nach dem "Ende" in den Urlaub. Am ersten Tag hinterließ sie feuchte Flecken, die leicht rötlich aussahen. Daraus entwickelte sich keine, wie zu Anfang befürchtete, Blasenentzündung, sondern gleich die nächste Läufigkeit! Wieder Zuhause ging es direkt zum Tierarzt unseres Vertrauens, der uns dringend zu einer Kastration riet und nach wie vor rät. Jetzt muss ich sicher nicht schildern, was für Nachteile häufige Läufigkeiten auch und vor allem für den Hund mit sich bringen.
Unsere Angst ist allerdings die, dass ihr junger Organismus durch die frühe Schwangerschaft durcheinandergebracht wurde. Der Arzt hat uns dazu auch gesagt, dass es eventuell sein KÖNNTE, dass es daran liegt, dass sie solch ein kurzes Intervall hat. Er befürchtet allerdings, wenn wir abwarten würden, wann die nächste Läufigkeit kommt, dass sich durch die lange Öffnung der Scheide Bakterien einfinden und sich ihre Gänge entzünden, das Risiko ist natürlich nicht von der Hand zu weisen. Er möchte eben, grade bei Kurzschnäuzern, lieber einen gesunden Hund operieren, als einen kranken. Für viele Bekannte war dann klar, dass die Gebärmutter eben raus muss. Für mich ist das nicht so einfach. Ich bin niemand, der die "Vorteile" einer Kastration bei Hündinnen als sinnvoll ansieht (Vorbeugung vor Krebs und Verwucherungen - dies kann alles auch bei anderen Organen entstehen und deswegen fängt niemand an alle Organe aus dem Tier rauszuholen, ...). Ich habe also die Angst, dass dieser, doch recht große Eingriff, umsonst ist. Allerdings habe ich natürlich auch Angst, dass die nächste Läufigkeit in 2 Wochen wieder vor der Tür steht (sie hat grad vor einer halben Woche aufgehört Ausfluss zu haben und sollte demnach in 1-2 Wochen operiert werden) und sich dann eine Scheinschwangerschaft mit bösen Folgen ankündet oder was eben alles passieren könnte. Oder dass sie die Narkose nicht übersteht oder was alles passieren könnte..
Ich würde mir wünschen, dass jeder, der eine Meinung zu dem Thema hat und mich unterstützen will (ob mit OP-Unterstützung oder Nicht-OP-Unterstützung) sich hier äußert. Das würde mir wirklich helfen. :)
Vielen Dank im Voraus!