Beiträge von Cattahum

    @ Morrigan

    genauso ist es bei uns auch gelaufen. Meinen Terrier hab ich ja nun schon erwachsen bekommen und mit einer sehr guten Grunderziehung. Bei der ersten Rehsichtung (5m, im Sprung über den Weg) gab es einen kurzen Urschrei von mir (ich kann dann leider nicht freundlich rufen und die Pfeife war noch nicht konditioniert) er blieb stehen (meine Flat-Coated Hündin auch), ich rief freundlich, beide kamen an und als Belohnung durften sie einmal Bällchen hetzen.
    Hätte ich meine Hündin nicht auch so wie du deinen Welpen aufgebaut wäre sie vermutlich weg gewesen.
    Sie durfte nichts was sich bewegt jagen, wir haben z.B. Reizangeltraining gemacht und zwar so: Hund abgelegt neben mir, mit der Reizangel gewedelt (anfangs gesichert). Irgendwann durfte sie dann mit mir zusammen das Spielzeug packen und erlegen, und dann nach einigen Monaten auch hinter dem Spielzeug hersetzen und musste sich aber von mir abrufen lassen. Auch hier war sie anfangs gesichert an der Schleppleine. Zusätzlich Mantrailing und Dummyarbeit. Die Dummyarbeit fördert extrem die Impulskontrolle. Den Superpfiff hab ich erst so mit anderthalb aufgebaut und auch erst ab dann mit fliegendem Spielzeug bestätigt.

    Bei einem Jagdhund ist viel Konsequenz gefragt in der Erziehung. Du hast in deinen Posts geschrieben dass sie meistens hört, genauso hast du geschrieben dass ein Ausriss mal passieren kann, aber nicht einreißen soll. Das klingt für mich ein bisschen danach, dass dir die 1 Stunde zu viel war, aber wenn sie mal ein paar Sätze hinterher macht oder kurz weg ist scheint es nicht so das Problem zu sein.
    Du musst dir aber klar darüber werden, dass auch 30 Sekunden hetzen das Highlight des Tages für den Hund sind. Spätestens nach der Sache mit dem Vogel hättet ihr euch Gedanken darüber machen müssen. Immerhin tust du das jetzt, ich möchte nur dass du dir bewusst wirst, dass nichtmals der kleinste Ausflug gestattet ist.

    Also ich würde zur Frage auch "ja" schreiben.
    Ich bin auch ein absoluter Gegner des "ständig was tragen lassen". Klar darf meine Maus mal was tragen, wir machen ja immer mal ein bisschen Dummyarbeit oder nach einem Trail darf sie den Belohnungsball bis zum Auto tragen. Letztens hab ich nach dem Spaziergang ein Päckchen bei der Nachbarin abgeholt und sie durfte es hoch tragen.
    Aber ansonsten finde ich es echt grenzwertig wenn man sagt dass der Hund das ständig braucht, dann stimmt irgendwas nicht. Wenn man weiß warum und die Situation nicht verhindern kann ist es für mich ok dass er MAL den Stress abbaut.
    Ich würde also so vorgehen wie du: Dummyarbeit und fertig. Vielleicht nach und nach ein bisschen erweitern, dass er mal einen Korb reintragen darf o.ä. aber nichts dauerhaftes.

    (Mein Terrier knabbert übrigens wenn er gekrault wird. Wieso weshalb warum weiß ich nicht, ich verbiete es ihm gelegentlich, dann lacht er :D )

    Da wir in der Prüfung bis zu 1,8km laufen müssen müssen die natürlich auch trainiert werden. Ich mache auch mal Ausdauertrails bis zu 2,5-3km. In der Regel üben wir aber Schwierigkeiten. Sei es eine Riesen Kreuzung, Kreisverkehr, Pools, Auffindesituationen, viele kleine Kreuzungen, große Plätze, Brücken uvm. Je nach Hund gibt es eine Schwierigkeit oder mehrere und die Länge variiert. In der Regel zwischen 400 und 800 m

    Ich war heute in einem Waldstück wo wir gaaaaanz selten sind, weil ich die Hunde heute mit zur "Arbeit" hatte ausnahmsweise.
    Wir begegneten einem Halter, der so auf 10m Abstand stehen blieb (oder mehr, auf jeden Fall genug) und wartete bis ich meine Granaten bei mir hatte. Fand ich schon mal super nett, leider hatten wir beide den gleichen Weg vor uns, er ist vorgegangen ich in 30-40m Abstand dahinter. Irgendwann musste seiner doch mal in die Büsche (war übrigens angeleint) und wir waren am aufschließen. Da der Terrier sich nicht zusammenreißen konnte und ständig vorlaufen wollte habe ich ihn angeleint, der Mann sieht das und bedankt sich. Fand ich echt nett!

    Naja, für eine jagdliche Leistungszucht braucht es auch Jagdprüfungen die einem dann diesen Titel "erlauben".
    Bei den Flats gibt es nur eine Handvoll jagdliche Leistungszuchten und den Käufern ist nicht bewusst was dahinter steckt. Keine überdrehten Nervenbündel die nur jagen wollen sondern Hunde mit klarem Kopf die richtig eingesetzt werden wollen. Ich finde das runterspielen dieses Titels ehrlich gesagt fahrlässig, noch dazu zu behaupten die Hunde hätten Showhintergrund. Ich nehme einfach mal "meine" Züchter als Beispiel, die haben nicht mehr Ausstellungen als nötig mit ihren Hunden besucht und zwar die für den Formwert und zur Zuchtzulassung. Da reihen sich keine Schönheitstitel o.Ä. Dafür hören sie nicht auf mit jagdlichen Prüfungen. Sie übertreiben es nicht, aber sie versuchen die vielseitige Brauchbarkeit unter Beweis zu stellen. Sei es bei der VPS oder Langschleppe usw.

    Also ich fand Manus Beitrag gut zu lesen :???:
    Und noch dazu hat sie ja Recht, ich würde mir niemals einen Border holen, weil MICH die Verhaltensauffälligkeiten dieser Hunde stören würden. Da würde ich mir noch eher einen nervenschwachen Mali holen ;)
    Letztlich muss ja jeder selbst entscheiden was für ihn tragbar ist und was nicht, auch wenn ich bei manchen Dingen einfach nur den Kopf schütteln kann und mich frage wieso das jetzt so gewollt ist, aber mir steht es nicht zu zu urteilen. Das mache ich erst dann wenn Menschen und Tiere ungewollt in Gefahr geraten und das aufgrund der Unfähigkeit des Halters.

    @ kawaii
    Ich geb die Euphrasia Augentropfen und Euphrasia Globuli. Danach gibt's immer ein kleines Leckerchen und mittlerweile tanzen die Granaten freiwillig an.
    Außerdem versuche ich zu trockene Luft in der Wohnung zu vermeiden und Zugluft sowieso.

    @ Cruzado mir geht's nicht um tränende Augen sondern um knallrote Bindehäute und teilweise sogar Eiterausfluss. Problem beim Terriertier ist, dass man die Bindehaut nur sieht wenn man das Augenlid wirklich runterzieht. Bei meinem Flat kann man das jenachdem wie sie sitzt gut erkennen und beim Basset ja eh.

    Ich hab meinen Terrier ja erst seit Weihnachten, bisher ist die Bindehautentzündung auch immer mal wieder Thema, kriegen es aber mit Euphrasia immer gut in den Griff (nachdem ich letzten Winter mit den beiden anderen ganz viel Geld für Antibiose beim Tierarzt gelassen habe behandle ich das ganze jetzt homöopathisch). Bei meinen Großen ist es immer nur im Winter, bin mal gespannt wie Mr. Ares das handhaben wird.