Ich bleib bei sowas stehen, bis der Hund sich sicher beruhigt hat. Lasse Bossi aber abliegen. Wenn ers verdaut hat und weiter möchte, steht er auf, schüttelt sich (Streßabschütteln), gut mich an, sodaß es selbst ein Blinder versteht, daß er jetzt so weit ist, und wir können weiter - total ruhig, Hundi hat sich voll unter Kontrolle. Meine Trainerin sagte damals, das kann die ersten Male notfalls 2-3 Stunden dauern. Naja, ne Dreiviertelstunde war´s dann glaub ich beim ersten Mal (und das noch auf größeren Abstand)...... Inzwischen sind wir bei 5-10 Minuten, je nach Entfernung und Aufregungsgrad, mit dem er schon in die Situation reinging, und wie ausgelastet er zum betreffenden Zeitpunkt war.
Wenn er noch net so weit ist, scheint er nur leicht nervös, fiept mal ganz kurz, springt mal unaufgefordert auf und scannt, zappelt etc. - solang sowas kommt, bewege ich mich nicht vom Fleck. Zeichen kann z.B. sein, daß der Hund im Platz den Kopf ablegt, wenn die Entspannung groß genug ist. Oder sich einfach körpersprachlich von der Quelle der Aufregung entfernt (Umdrehen zu Dir o.ä., während er vorher mit Nase Richtung Wild lag). Oder Dich anstupst: "wie, Du stehst? Wasn los, kömmer weiter?" *gg Dann ruhiges (!) Lob und gechillt weitergehen.
Sollte Hund sich wieder reinsteigern, sofort stehenbleiben, wieder ins Platz, wieder warten......
Geht der Hund so aufgeregt aus der Situation, ist er bei der nächsten Begegnung sofort wieder auf 180.
Geht er ruhig aus der Situation, lernt er, sich selbst runterzufahren (also ohne Kommando --> größter Lerneffekt, wenn er selbst das schafft!), und wird auf Dauer eher "Wild = Entspannung" verknüpfen als "Wild = Aufregung"..
Nicht zu vergessen: ein anständiges Abbruchsignal, das in jeder Situation funktioniert.