Ich denke gegen die Hundehalter die jetzt zu Corona-Zeiten einen Hund angeschafft haben weil sie schon lange darüber nachgedacht haben und jetzt eben durch eventuell mehr Zeit der Zeitpunkt einfach passt ist nichts einzuwenden.
Auch wenn ich hier schon mehrere Beispiele kenne bei denen der Hunde vor ca. 9 Monaten angeschafft wurde, der Hund nie das alleine sein gelernt hat weil die Besitzer im Homeoffice / Job verloren haben. Vor einigen Wochen ging das Arbeiten wieder los, der Hund machte zuhause Terror, die anderen Mieter habe sich beschwert und inzwischen wurde einer der Hunde wieder abgegeben.
Ich bin seit Jahren im Tierschutz aktiv, mache Vorkontrolle für einen Tierschutzverein, führe Gespräche mit Interessenten usw. Aber ich muss sagen, was ich im letzten Jahr erlebt habe das geht auf keine Kuhhaut. Die Anfragen sind teilweise so krass, so naiv, so "erschreckend". Klar, es gab auch vorher immer mal wieder Anfragen die mehr als kurios waren, aber jetzt ist die Anzahl der dieser Anfragen einfach enorm hoch. Unser Tierschutzverein ist deshalb dazu übergegangen dass wir seit fast 1 Jahr keine Direktvermittlungen mehr machen. Alle Hunde kommen erst auf Pflegestelle und jeder Interessent muss 2 x zu Besuch kommen bevor der Hund auszieht, vorausgesetzt natürlich die Vorkontrolle ist positiv.
Man hört ja auch fast wöchentlich von Transporten gerade aus Osteuropa die gestoppt werden bei denen dann die typischen Vermehrerhunde beschlagnahmt werden...klar gab es auch früher, aber in der Häufigkeit habe ich das nicht in Erinnerung.
Ich denke da wird in den nächsten Monaten noch einiges nachkommen, zum Leid ganz vieler toller Hunde ![]()