Hallo ihr alle!
Ich versuche die Geschichte möglichst kurz zu fassen.
Als ich letztes Jahr im Juni mit meinem anderen Hund auf dem Hundeplatz war, ging ich mit zwei Hunde zurück. Mir ist bewusst,dass die Entscheidung für einen zweiten Hund übereilt und nicht durchdacht war, aber bei seiner Vorgeschichte wollte ich ihm einfach helfen... zu der Zeit war er 6Monate und hatte schon 5mal den Besitzer gewechselt, wurde teilweise lange zeit allein eingesperrt und getreten.
Ich wollte ihm ein gutes zu Hause geben und ihm ein schönes Leben bereiten. Er war sehr schüchtern, verstand sich aber auf Anhieb mit meinem Hund und schloss Vertrauen zu mir.
Zu dem Zeitpunkt hatte ich leider keine Vorstellung was es heißt einen Hund mit so einer Vorgeschichte wieder zu sozialiesieren. Im letzten Jahr nahm ich wöchentlich Stunden bei einem Hundepsychologen, hab so gut wie all meine Hobbies aufgeben und jede freie Minute mit ihm verbracht, lange spaziergänge, viel spielen und trainieren.
Es lief alles super, er lernt schnell. Er hat aufgehört Menschen auf der Straße anzubellen und zu schnappen und wurde langsam ruhiger und weniger ängstlich. Aber er ist immer noch unberechenbar. Es gibt Situation, die scheinbar schlimme Erinnerungen hervor rufen und ihn alles vergessen lassen was er gelernt hat. Lange Rede, kurzer Sinn: vor drei Wochen hat er, scheinbar aus dem nichts,meinen Freund in den Arm gebissen. Er kennt ihn, wir sind oft in seiner Wohung, mein Freund hat nur eine kleine Bewegung gemacht, die ihm wohl Angst gemacht hat und er hat zugeschnappt. Nicht sehr doll, aber so dass die Zähne im Arm zu sehen waren. Und seit dem Zeitpunkt is alles noch viel schlimmer geworden, als es jemals war. Er bellt jeden und alles an, kämpft mit meinem andern Hund, schnappt und ich hab bei allen Menschen, die ihm nah kommen Angst dass er wieder zuschnappt. Bei meinem Freund hat er es erneut versucht, als er einfach nur auf der Couch saß. Seit dem ersten Biss behalte ich ihn aber sekündlich im Auge und konnte ihn fassen bevor es böse enden konnte. Gestriffen hat er ihn trotzdem, so das es ein wenig blutete.
Ich bin seit einigen Wochen bei meinen Eltern auf dem Dorf in der Hoffnung, dass er hier wieder ein bisschen runter kommt.
Aber ich muss leider wieder zurück in die Stadt und meine Eltern sind überfordert.
Ich liebe ihn über alles, aber ich glaube es wäre besser für ihn einen anderen Besitzer zu haben. Am besten jemand der viel viel Zeit und Ruhe hat, ihm viel Liebe geben kann (er ist auch total verkuschelt und anhänglich), aber auch jemand der Konsequent sein kann und das Training Tag für Tag durchführt und ein geregeltes Leben hat. Er ist ein lieber toller Hund. Es tut mir so leid für ihn, dass sein Leben so schlimm beginnen musste.
ich hab schon alle Freunde und Familie gefragt, ob es sich jemand zutrauen würde ihn zu übernehmen. Aber er ist einfach viel Arbeit und für Familien zu unberechenbar.
Was sagt ihr? Kann man ihm das Beißen überhaupt wieder abtrainieren?
Der Hundepsychologe sagt ja,aber nur mit noch viel mehr training udn vorallem einem ruhigen Leben. Für mein Studium muss ich aber in der Stadt sein und da ist es leider selten ruhig. Ich bin völlig üerfordert mit der situation und bin über Lösungsvorschläge mehr als dankbar.
Vielen Dank, dass ihr euch Zeit genommen habt den ganzen Text zu lesen.