Beiträge von Akiko

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    Da sollte man das Kleingedruckte der Körpersprache lesen - denn nicht jeder Hinlegehund ist gleich. Und nur die wenigsten betrachten den andern als potentielle Beute. Solche, die dann plötzlich heranstürmen, wenn der andere näher kommt, treffe ich nur ganz ganz selten. Meist springen sie zwar irgendwann hoch, aber der Körperschwerpunkt bleibt rückverlagert, sie sind eindeutig defensiv. Oft fixieren sie auch nicht durchgehend, sondern wenden den Blick immer wieder kurz ab. Dies kann allerdings so dezent geschehen, dass viele HH das nicht wahrnehmen.

    Meine Naijra war ein Hinlegehund. Sie war grundsätzlich friedlich, und wollte keinen Ärger, und hat es nur bei bedrohlich wirkenden Hunden gemacht. Dann war sie aber nicht mehr hochzukriegen, ich hätte sie tragen müssen. Sie hat auch immer wieder diese kleinen beschwichtigenden Signale gesendet. Ist der andere Hund nicht auf die Deeskalation eingegangen, ist sie dann wirklich hochgesprungen und hat sich auch aufgebaut. Hat eigentlich immer dazu geführt, dass der andere dann gesagt hat, ok, lassen wir das, und sie sind auseinander. Zoff hat es nie gegeben. Hat der andere Hund auch versöhnliche Signale gesendet, ist sie entweder liegengeblieben, oder hat vor dem Aufstehen deutlich den Kopf abgewendet, und die Begegnung ist friedlich verlaufen.

    Auf den andern Hund zugestürmt ist sie nur, wenn sie ihn kannte und mochte. Das hatte dann eindeutig Spielcharakter, mit übertriebenen Sprüngen und Spielgesicht.

    Ich glaube übrigens nicht, dass das echtes Jagdverhalten ist. Es ist dem Jagdverhalten entnommen, wird aber in einem anderen Kontext gezeigt.

    Das stimmt schon, ich meinte aber tatsächlich den ununterbrochenen fixierenden Blickkontakt und diesen angespannten Körper, der entweder schleicht oder fast zum Liegen kommt, weil die Beine so eingeknickt sind. Und dann eben Lospreschen. Das ist Überfalldrohen. Ich treffe jetzt auch nicht viele von denen, die wirklich aus etwas größerer Entfernung von mehr als 5 Metern schon anstürmen, aber es kommt wirklich hin und wieder mal vor. Viele Akitabesitzer haben mit dem Problem zu kämpfen, gerade bei pubertierenden jüngeren Hunden.
    Natürlich gibt es auch unsichere "Hinlegehunde" :) Aber die enttarnt meine Hündin relativ schnell, da haben wir weniger Probleme mit.

    Das Hinlegen, Fixieren und dann auf das Gegenüber losstürmen ist eine Überfalldrohung.
    Ich finde es schwierig einzuschätzen. Nur negative Erfahrungen habe ich mit den "Hinlegehunden" nicht gemacht, denn manche bleiben auch liegen und rollen sich bei Ankunft des anderen Hundes auf den Rücken o.ä.
    Wenn meine von einem liegenden Hund fixiert wird, stolziert sie ganz normal im langsamen Schritt auf den zu und begrüßt ihn, sobald sie angekommen ist. Stürmt der liegende Hund allerdings ohne vorherige Begrüßung plötzlich los und direkt auf sie zu, stürmt sie ebenfalls ruckartig los, weicht aber nicht aus, also kommt es zum Frontalzusammenstoß, sofern der andere nicht ausweicht, was aber meistens der Fall ist.

    Alles in allem muss ich bei liegenden Hunden, die dann losstürmen, aufpassen, da sie auf dieses Spielchen manchmal sehr gerne eingeht. Einmal ist es auch sofort in eine Beißerei ausgeartet, als ein anderer Hund mit Gebell (ohne vorheriges Liegen) direkt in uns reinstürmte.

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    Darf ich fragen wieviel du deiner Hündin davon fütterst Akiko?

    Ich füttere es seit einer Woche auch dazu, und bin etwas unsicher mit der Menge.
    Bin bisher seeeehr sparsam mit einem TL bei 7 kg Hund :/ .

    Bei mir steht drauf 1 TL für kleine Hunde, 1 EL für Große. Also ich fütter 1 EL :)

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    bin zwar (wie leider immer) viel zu spät mit dem Antworten, tu es aber trotzdem.

    Akiko. Danke, irgendwie hast du mir Mut gemacht. Mein Akita ist jetzt innerhalb von einer Woche sogar auf 21kg runter ) : Sie ist sehr aktiv und frisst obendrein schlecht. Vielen Dank für deinen Tipp mit dem Fett, damit sollte sogar Megumi mal etwas zunehmen. Ich finde es ja gut, wenn sie schlank und sportlich ist, aber sie ist eben schon etwas extrem. Ich werde sie auch noch einmal gründlich von der TÄ untersuchen lassen, ob tatsächlich alles in Ordnung ist. Und danke noch einmal.

    Ach ja, und das Fell bei Akitas täuscht wirklich. Es ist auch viel plüschiger, als es aussieht. Meinen Shiba hatten deshalb manche für dick gehalten, dabei war sie schlank. Wenn sie Sommerfell hatte, dachten sie, sie hätte abgespeckt... XD


    Hey,

    du kannst ihr Rinderfettpulver dazu füttern, das ist für die meisten Hunde auch nochmal zusätzlich ein Appetitanreger.
    Meine hat damit in den letzten Wochen zugenommen. Von 31kg auf momentane 34kg.

    Ich würde den Akita in ihm nicht ganz auf die leichte Schulter nehmen. Sobald der Hund geschlechtsreif ist, kann es ganz schnell vorbei sein mit der Verträglichkeit bezüglich männlichen Geschlechtsgenossen. Akita neigen dann gerne dazu, anderen Hunden ein paar japanische Höflichkeitsfloskeln einzutrichtern. Aber bei ihm kommt es entscheidend darauf an, was man draus macht. Nun ist er aber ja ein Mischling, vielleicht entwickelt er sich diesbezüglich auch anders. Aber für den Aki gilt: je mehr man vor Beginn der Geschlechtsreife arbeitet und Zeit investiert, desto weniger Arbeit hat man dann in der Erwachsenenphase. Lass den Hund ganz klar wissen, was erlaubt ist und was nicht. Du hast hier schon einige Tipps bekommen. Sorge auch zu Hause für klare Verhältnisse, auch wenn er noch ein halbes Baby ist. Je mehr Grenzen und Regeln er kennenlernt, desto besser kann er sich orientieren. Lass ihn Futter erarbeiten, lass ihn nicht mehr in andere Hunde reinstürmen, erarbeite dir Bindung und Respekt etc.

    Ich wohne in Hamburg (aber weit außerhalb der Innenstadt) und hier wurde auch geknallt. Macht echt Spaß mit einem Hund, der absolute Panik vor dem Geknalle hat und dann schon wieder in ängstlicher Vorwarnung auf Sylvester immer unsicherer wird.

    Und das ist hier grundsätzlich so, dass mit Beginn der dunklen Jahreszeit dann alle 2-3 Tage mal am frühen Abend ein oder zwei Böller knallen, WIESO auch immer.

    Und an Halloween hatte ich übrigens sehr viele Süßigkeiten zum verteilen, geklingelt hat hier keine Sau und trotzdem war die gesamte Eingangstür, das Schlüsselloch, der Griff und die Briefkästen mit Zahnpasta und Rasierschaum zugekleistert.
    Ja, macht echt Spaß..

    Also bei uns gibt es recht viele Großpudel, auch in der Nachbarschaft, direkte Bekannte haben/hatten auch immer welche, manche ungeschoren, andere geschoren und da machte keiner auch nur irgendwie einen komplizierten, ernsten, schutztriebhaften oder sonst irgendwie "negativen" Eindruck. Wurde von den Besitzern auch nie erwähnt und das obwohl die mir bekannten Großpudel nun wahrscheinlich wirklich nicht sonderlich hundgerecht ausgelastet werden.
    Der Großpudel in ungeschorener Form war schon immer der Liebling meiner Mutter und ich habe über sie noch nichts Negatives gehört.

    Wenn man es richtig anstellt, schadet Popularität keiner Rasse. Schaden tut die Geiz ist geil Mentalität, die Dollarzeichen in den Augen mancher Vermehrer oder die anderweitige geplante Produktion von Rassehunden, die nirgendwo registriert sind und über deren Vorfahren es keine Dokumente gibt.
    Natürlich tauchen solche Vermehrer verstärkt bei den populären Rassen auf, aber mit entsprechenden Gesetzen oder Regelungen könnte man das sicherlich teilweise einschränken.