Hallo
Nachdem ich in den letzten Monaten hier sehr viel mitgelesen habe, habe ich mich heute auch angemeldet um mir eure Erfahrungen und Ratschläge einzuholen, ich hoffe, ihr könnt mir damit helfen!
Meine Hündin ist ein Labrador-Retriever/Alaskan Malamut Mix und kommt viel mehr nach der Mama, dem Labi. Sie ist heute 8 Jahre alt geworden und hatte im März 2011 ihren ersten unerwarteten und sehr sehr heftigen Bandscheibenvorfall in der BWS (12/13) und wurde von mir sofort in die Klinik gefahren, da sie massive neurologische Ausfälle hatte und mein erster Verdacht sich dann dort bestätigt hat, sie wurde vom MRT direkt in den OP gebracht und operiert.
Man hatte uns gesagt "Nach einer OP geht der hund nach 3-4 Tagen auf eigenen Beinen nach Hause"... Wahrheit war, sie war ab dem 12. Wirbel gelähmt und nach einer Woche war sie so schlecht beisammen, dass ich am nächsten Tag vorbeikommen sollte (vorher hat es geheißen aufgrund des möglicherweise zu großen Trennungsschmerzes soll ich sie erstmal nicht besuchen kommen) um zu entscheiden, wie es weitergehen soll. Nun, ich kam noch am gleichen Abend direkt nach dem Anruf und fand meinen Hund in einem ganz schlimmen Zustand vor. Sie schrie eine Stunde lang, versuchte sich aufzurichten, als sie mich entdeckte und lag wie tot mit ihrer Halskrause, dem Kathether und nacktem Rücken auf einer Decke... Es war ziemlich schlimm und ich habe sehr sehr lange darüber nachgedacht, ob es die richtige Entscheidung war sie zu operieren.
Nach dem Besuch ging es Ronya von Tag zu Tag sichtlich besser und wir unternahmen ganze Familienausflüge in die Klinik. am 3. Tag machte sie mir die größte Freude und reagierte als ich ihr zwischen die Zehen des Hinterlaufes drückte mit einem Zusammenziehen. Auch wenn die Chirurgen meinten, das ist nur ein Reflex wir sollen uns nicht zu früh freuen wusste ich, dass es bergauf ging.
Nach 2 langen Wochen durfte ich sie (mit Blasenkathether und gelähmt) mit nach Hause nehmen, wo sie wie eine Robbe auf ihrer Decke herumrutschte und immer weniger Schmerzmedikamente bekam. Eine weitere Woche später wurde der Kathether gezogen und ein paar Tage später begann sie mit den Hinterbeinen in der Gehhilfe mitzulaufen, ein riesen Erfolg.
zweimal die Woche Physiotherapie, Strom-therapie und Akupunktur zeigten gute Erfolge, daheim machten wir Gymnastik mit ihr.
Einige Monate später war sie, zwar an der Leine aber doch wieder mit uns in den Bergen mit unterwegs, sie war immer ein extrem sportlicher Hund und wir mussten immer aufpassen, dass sie sich nicht übernahm. (keine Stiegen, kein geliebtes Sofa-Liegen, kein Aus-dem-Auto-Springen, nur breite Wander/Spazierwege usw usf)
Sie ist nachwievor hinten wackelig, hat nach dem Schlafen einen Katzenbuckel ist aber soweit man es beurteilen kann schmerzfrei und hat sehr viel Freude an der Bewegung.
Gestern hat sie plötzlich am Nachmittag zu zittern begonnen, wollte nicht fressen (Labi!!) und hat sich kaum auf den Hinterläufen halten können, meine Eltern sind mit ihr sofort in die Klinik, ich bin so schnell es ging ebenfalls hin und dann die Diagnose (Ohne Röntgen!) Bandscheibenvorfall, nicht so schlimm wie das letzte mal, es hat sich beim 11. Wirbel damals im CT eine Verkalkung gezeigt, die dürfte auch beim Abtasten schmerzhaft sein, meine Hündin zeigt Schmerz bloß kaum an..
Morgen stelle ich sie auf der Chirurgie vor, im moment schläft sie die meiste Zeit (3 Schmerzmittel, eins davon Tramal) und ihr Zustand ist gleichbleibend.
Es kommt für mich allerdings nicht in Frage, sie ein zweites Mal einer so großen OP zu unterziehen, das letzte mal war sehr schlimm und sie hat sich obwohl sie so fit ist bis heute nicht komplett von den Strapazen erholt.
Ich habe sehr viel über mögliche Goldimplantate gelesen, richtige STudien gibt es nicht dazu und für mich ist fraglich, ob ich dem Hund damit tatsächlich ein längerfristiges schmerzloses Leben ermögliche...
Physiotherapie im Anschluss an eine Behandlung usw ist ohnehin klar, die Frage im Moment ist ... was tun? Grad 2 wurde festgestellt, Röntgen wird vermutlich morgen gemacht aber ich habe keinerlei Ahnung wie man mit öfter auftretenden Bandscheibenvorfällen umgeht... wer sagt, dass sie nicht in ein paar Monaten den nächsten hat?
Es ist sehr schwer meinen jungen lebensfrohen Power-Hund vor schmerzen zitternd rumschleichen zu sehen...
Ich hoffe, jemand hat hier Erfahrungen was man machen kann, wenn soetwas öfter auftritt.. Ich bin über jeden Rat dankbar!
Sry für den Roman
Danke fürs lesen!