Mir macht eben auch die ganze Sache mit dem Züchten und Preisen sorgen.
Bei uns sind Welpen aktuell eh nicht geplant und der 2. Wurf hatte viele kleine Komplikationen, wo ich öfter beim Tierarzt war (und wenn es nur eine Wespe war, die in die Nase gestochen hat, die ganz dick wurde). Ich muss sagen, 5-6000 Euro für einen Notfall-Kaiserschnitt Samstagnacht oder eine große OP eines kranken Welpen, sowas wie Ektopischer Ureter, was sonst ja auch schon vor der neuen Ära gute 3500 gekostet hat (man ist als Züchter eben auch haftbar und hat Verantwortung), das könnte ich aktuell aber auch neben all den anderen Kosten für Zucht nicht einfach so stemmen, wenn alles auf einmal zusammen kommt. Man steckt ja nicht drin.
Es ist doch dieses Jahr auch so wirklich alles teurer geworden, Stichwort Energiekrise, Lebensmittel, Hundefutter. Dementsprechend bin ich auch froh, dass wir es jetzt sowieso erstmal lassen. Man müsste sich wirklich ein riesig fettes Konto mit gutem fünfstelligem Betrag ansparen, wo es nicht weh tun würde, wenn es weg fällt. Mit den paar Welpen einer kleineren Hunderasse kriegt man das eh nicht wieder rein.
Ich denke, das bricht auch einigen Züchtern das Genick. Zumindest denen, die rational kalkulieren... Auch deswegen kann ich mir vorstellen, dass die Wurfzahlen sinken werden. Dazu ist der Bedarf sowieso nach Corona völlig eingebrochen. Viele bleiben auf ihren Hunden sitzen, die sind teilweise 6, 7, 8 Monate alt. Und wenn ein Hund dann halbwegs kostendeckend mit Komplikationen verkauft werden soll, dann kann sich eh bald kaum jemand einen vernünftig gezogenen Hund leisten...