Also ganz klar: Das Fell ist für mich eine Qualzucht denn es schränkt den Hund in seinem Leben deutlich ein.
Ja, Fell kann eine Qual sein. Ist es richtig beschaffen, isoliert ein Langhaarfell nicht nur bei Kälte, sondern auch bei Wärme / Hitze. Aber die Fellbeschaffenheit läßt immer mehr zu wünschen übrig, und somit wird Fell immer mehr zur Qual.
Vor allem, wenn sich der Zucht- / Ausstellungshund nicht wie ein normaler Hund bewegen darf, weil das Fell darunter leiden könnte. Ja, sowas gibt es. Es gibt Züchter / Aussteller, die nur bei schönem Wetter und auch nur auf Asphalt mit ihren Langhaarhunden rausgehen. Sonst sind sie drinnen oder in einem überdachten Auslauf, wo sie weder naß noch schmutzig werden können. Zusammen spielen ist auch nicht immer erlaubt, weil ja Fell dabei rausgerissen werden könnte. Das zählt für mich auch zur Qualzucht.
Und allgemein übermäßiges Fell, das den Hund hindert. Fell, das sofort verfilzt, wenn es nicht dauernd gebürstet wird - wo ein Hund, der abgehauen ist, nach kurzer Zeit vor Filz kaum laufen kann. Sowas zählt für mich auch zu Qualzucht.
Damit nehme ich meine Rasse nicht raus, im Gegenteil. Ich bekomme seit Jahren ein Grausen, wenn ich sehe, daß immer mehr Beardies immer mehr Fell haben. Was eigentlich nicht dem Standard entspricht.
Also ich bin seid vielen Jahren auf Ausstellungen ( zum shoppen ) und würde sagen ja.Der Trend geht leider zu immer massiger und immer mehr Pelz.Also beabsichtigt, offenbar.
Leider. Ich finde das so furchtbar. Auch bei meiner Rasse, den Beardies. Eigentlich sind fast alle Beardies von heute standardwidrig.
Hier der Standard Rassestandard
Da heißt es z.B. unter anderem:
"Die Länge und Dichte des Haarkleides ausreichend, um Schutz zu bieten und die Form des Hundes zur Geltung zu bringen, jedoch nicht so viel, dass die natürlichen Linien des Körpers verwischt werden."
- Was sieht man? (Fast) bodenlanges Fell, keine Linie ist mehr zu erkennen.
"Nasenrücken spärlich mit Haar bedeckt, wobei dieses an den Seiten etwas länger ist, gerade ausreichend, um die Lefzen zu bedecken."
- Was sieht man? Ewig lange Bärte, die bis sonstwohin reichen.
Würde mal ein Richter genau nach Standard richten, würde kaum einer der Beardies durchkommen. Aber nein - komischerweise werden immer die am üppig befellten Exemplare an vorderste Stelle getan; Beardies, die so sind, wie der Standard verlangt, kommen unter ferner liefen und bekommen im Bericht den Satz geschrieben, daß sie zu wenig Fell hätten bzw. mehr Fell haben könnten. Hä?
Da es leider die Seite mit alten Beardiebildern nicht mehr gibt, hier eine andere Seite, wo einige alte Bilder zu sehen sind.
Brambledale Bearded Collies | True Beardie Type?
Sieht man sich die Beardies aus den Anfängen der Zucht an (die also nicht mehr mit den Schafen geschoren wurden), vergleicht sie mit den heutigen Beardies, dann könnte man meinen, es wären zwei verschiedene Rassen, so verändert haben sie sich.
Und ich finde: wehret den Anfängen. Auch wenn das jetzt nichts ist, was auch nur annähernd so ernst ist wie Atemnot. Notfalls kann man schließlich auch ganzjährig das Fell scheren (ja, ich weiß... aber besser als ein dauerleidender Hund).
Finde ich auch. Und da viele Interessenten nicht aufgeklärt sind über Probleme oder es ihnen egal ist (egal, ob Fell oder kurze Nase), sollten die Richter angehalten werden, übertriebene Exemplare sozusagen zu disqualifizieren, oder sie zumindest nur noch unter "ferner liefen" stellen. Dann würde vielleicht ein Umdenken geschehen und der Teufelskreis gebrochen werden. Denn die Schuld nur auf die Käufer / Nachfrage zu schieben, ist nicht richtig.