Beiträge von BeardiePower

    Nachtrag: Wo ich schon den Schapendoes erwähnt habe...
    Da gibt es ja auch immer mehr geplatzte Sofakissen und Fellmonster, die so pflegeintensiv sind, daß sie geschoren werden. Der "Trend" befällt also nicht nur den Beardie.

    Ich berate ja häufiger mal vor dem Kauf und empfehle nicht selten den Bearded Collie. Aber gekauft wird er sehr selten. Die Frisur schreckt viele ab. Und ich finde zu recht. Leider haben die Züchter aus einem bärtigen, pflegeleichten Hund eine pflegeaufwändige Karikatur gemacht.


    Leider. Aber die Richter haben auch viel Schuld. Schließlich haben sie die langbehaarten Exemplare auf die ersten Plätze getan, obwohl das nicht dem Standard entspricht. Und Züchter züchten dann gerne das, was die Richter sehen wollen.
    Es müßte Richter geben, die genau nach dem Standard richten. Wo die Fellmonster keine Chance mehr hätten. Dann würde vielleicht ein Umdenken geschehen. Aber stattdessen sieht man das hier:
    Zitat aus den "News 2017" folgender Website
    Shepherd Calls
    "An beiden Tagen bekamen sie ein "sehr gut", weil die Richter fanden das Haarkleid nicht passend. Es sei viel zu hart und zu kurz, ansonsten wären die Hunde toll. Wir mussten so viel lachen, weil es genau dieses Haarkleid ist, das wir in unseren Beardies sehen wollen: Kurz, harsch und leicht zu pflegen!!! Kein Fell das man wöchentlich bürsten muss, sondern alle 2-3 Monate drüberschauen reicht!"


    Warum werden diese Haare bei 'normalen' Hunden die nicht zur Austellung gehen eigentlich nicht geschnitten (oft)? Gibt es da Nachteile?

    Ich schnipple, und bekomme da gerne mal "Haue" deswegen von anderen Beardiehaltern und Beardiezüchtern (Foren). Da heißt es dann "Wer keine Lust zum Bürsten hat, der sollte sich keinen Langhaarhund kaufen". Abgesehen davon, daß man bei Züchtern keinen Beardie bekommt, wenn man im Vorfeld erwähnt, daß man schneiden möchte.

    Ich antworte auf die Aussage "Wer keine Lust zum Bürsten hat..." immer gerne damit: Da wird gesagt, man soll die Rasse nicht nach dem Äußeren aussuchen, sondern ob die Rasse zu einem paßt in Temperament, Bewegung, Beschäftigung - und dann hört man sowas. Was, wenn ausgerechnet diese Langhaarrasse zu einem paßt, man aber keine Lust auf das lange Fell hat? Fell kann man kürzen. Die anderen Ansprüche kann man nicht "wegschneiden".
    - Nein, bei solchen Aussagen bekomme ich immer eine Art Wut.

    Meine Hündin mit geschnittenem Fell

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    Kastrieren und aussetzen wäre eine Lösung.

    Und ja, die Überlebensstrategien wegen Bejagung, daß, je mehr bejagt wird, umso mehr nachproduziert wird, sollten doch eigentlich bekannt sein. Man hat ja festgestellt, daß in Gebieten, wo nicht bejagt wird, die Zahl der Waschbären niedriger ist, als da, wo gejagt wird. Gibt es eine Überpopulation, dann greift die Natur ein. Ist zwar nicht immer schön, aber erfolgreich.
    Hier wurden die Waschbären durch Staupe dezimiert, trotz Bejagung.
    Das mit dem Nachproduzieren, daß es nach der Jagd mehr Exemplare gibt als vorher, gilt auch für Wildschweine, Rehe, Füchse...

    Hi, hi, das ist mir mit meiner letzten Schäferhündin passiert als sie zum 1. Mal den Briard aus unserem Dorf gesehen hat. Sie wusste wahrscheinlich zuerst gar nicht wo vorne und hinten ist, der hatte nämlich an diesem Tag keinen Haargummi auf dem Kopf, sodass der komplette Kopf mit Haaren behängt war wie ein Wischmopp.

    Meine vorige und jetzige Hündin sind gerne mal Opfer von anderen Hunden. Wie oft die schon angegriffen wurden ... und das, obwohl das Fell noch vernünftig war bzw. ist.
    Aber es ist schon wahr: Beardies sind öfter Opfer von Attacken. Und ich finde, daß das definitiv auch wegen des Fells ist. Und wenn meine mit dem noch moderatem Fell Opfer geworden sind, dann kann man sich schon denken, daß noch mehr Fell noch mehr Mißverständnisse birgt.
    Nein, diese Fellmonster sind überhaupt nicht meins. Obwohl meine ja moderates Fell hatten / haben, wurde bzw. wird trotzdem gerne mal geschnitten. Meine vorige Hündin brauchte ich nur alle 6 Wochen zu bürsten, und selbst da war nichts verfilzt, weil sie extrem harsches Fell hatte (das ich noch bei keinem anderen Beardie gefühlt habe). Meine jetzige muß ich einmal die Woche, spätestens alle 2 Wochen bürsten. Sie hat weicheres Fell, obwohl sie eine moderate Länge hat.

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    Meine verstorbene Rica

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    Aber was ich beim Beardie noch als Qual finde, ist diese zunehmende Angst / Panik.

    Bei den Beardies finde ich die Entwicklung auch besonders extrem. Eigentlich wäre das eine Rasse für mich, ein Hund vom Brambledale Typ käme definitiv in Frage. Da man hier in Deutschland aber nur diese wahnsinnig pflegeaufwendigen (und optisch für mich leider auch überhaupt nicht attraktiven) Zottelmonster bekommt, wird hier kein Bearded einziehen. Leider.

    Ja, Brambledale sind auch genau mein Typ (vor allem auch, weil meine vorige Hündin mit pflegeleichtem Fell Brambledale-Vorfahren hatte, die sie nicht verleugnen konnte). Aber auch in Deutschland gibt es ein paar Züchter, die inzwischen mit Working Beardies züchten. Die sind aber in anderen Bereichen etwas anspruchsvoller.
    Bei mir wird auch kein Beardie mehr einziehen. Einmal wegen des Aussehens und dann auch, weil man ja nicht jünger wird und ein kleinerer, leichter Hund praktischer ist (aber das hatte ich ja schon vor dem Tod meiner vorigen Hündin gesagt - und es war doch wieder ein Beardie geworden; aber nur, weil die Züchter für mich infrage kamen, weil deren Hunde noch einigermaßen vernünftig waren).


    Und nochmal zum Mops: Letztens war ein Beitrag bei NDR Mein Nachmittag, der sich um Mops und Co. drehte, wegen Qualzucht. War auch interessant. Ab Minute 25 ungefähr.
    Mein Nachmittag | NDR.de - Fernsehen - Sendungen A-Z - Mein Nachmittag